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Ausführungen


Selbstbestimmung im Alter statt Bevormundung

Unter diesem Motto wurde von Herrn Helmut Müller, Vorsitzender OV-Neuenhaßlau und stellvertr. Kreisvorsitzender und Pressewart, ein Vortrag über Betreuungs- und Patienten-Verfügung und Vorsorgevollmacht gehalten!

Sie können vorsorgen und selbst bestimmen, wer die Person Ihres Vertrauens ist, die an Ihrer Stelle für Sie Entscheidungen fällt!

Um solche Verfügungen und/oder Vollmachten nicht anfechtbar zu gestalten, ist es unumgänglich, sich im Vorfeld ausreichend zu informieren. Denn nicht jede einfache handschriftlich verfasste Willenserklärung ist unanfechtbar.
Es gibt viele Punkte und Faktoren, die berücksichtigt und richtig formuliert werden müssen, um auch Anerkennung zu finden!

Patientenverfügung .... mit dieser Verfügung bringe ich ....

© fotolia

Da es in der heutigen Zeit nie zu früh ist, sich darüber Gedanken zu machen und seinen Willen schriftlich nieder zu legen, sollten sich Jüngere gleichwohl angesprochen fühlen.

Ein Unfall, eine medizinische Komplikation, eine Alterserkrankung:
Überraschend können Sie selbst in Ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden!

Wer soll dann für Sie handeln? Und was soll für Sie getan werden?
Entscheiden Sie das am besten früh genug selbst: Mit einer Vorsorgevollmacht oder einer Betreuungs- und/oder Patientenverfügung.

Mit einer Vorsorgevollmacht und/oder einer Patientenverfügung vermeiden Sie Fremdbestimmung durch Behörden.
Sie legen selbst fest, wer die Person Ihres Vertrauens ist, die in einer Notlage für Sie entscheiden oder handeln soll. Diese Person Ihres Vertrauens ist dann vor ärztlichen Behandlungen zu fragen, darf Ihre finanziellen Angelegenheiten regeln oder Ihre Pflege organisieren. Die Vorsorgevollmacht kann auch für alle anderen Bereiche Ihres Lebens (Generalvollmacht) ausgestellt werden.

Mit einer Betreuungsverfügung bestimmen Sie verbindlich, welche Wünsche im Falle einer gesetzlichen Betreuung zu respektieren sind: beispielsweise zu Hause statt im Heim versorgt zu werden.
Sie können auch jemanden als Betreuer oder Betreuerin vorschlagen oder ablehnen.


Das geht jeden an! Machen Sie mit! Legen Sie Ihren Willen, Ihre Wünsche schriftlich fest!
Jetzt sind Sie gefragt und angesprochen!

Die Rechtslage

Seit 1992 gibt es das Betreuungsrecht. Es verhilft Menschen, die man früher entmündigt hätte, zu mehr Selbstbestimmung.
Das Gesetz gilt für Erwachsene, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten nicht mehr alleine regeln können.
Für sie kann das Gericht Betreuer bestellen, die ihnen helfen, sich in unserer komplizierten Welt zurecht zu finden: Im Umgang mit Behörden, Versicherungen, Banken, Vermietern oder Ärzten.

Die Aufgaben der Betreuer

Konkret kann Betreuung heißen:

Sorge für die Gesundheit

Vermögenssorge

Aufenthaltsbestimmung

Regelung von Wohnungsangelegenheiten

Vertretung gegenüber Behörden und Versicherungen, Klinik oder Heimleitung.

Innerhalb dieser Aufgabenkreise wird der Betreuer gesetzlicher und rechtlicher Vertreter.
Die persönlichen Rechte dürfen dabei nicht angetastet werden: So können Betreute beispielsweise heiraten, sie können Testamente errichten, sie dürfen wählen, ohne dass jemand Einfluss darauf hat.

Auch Sie können mitmachen

Sie haben jetzt vielleicht den Eindruck gewonnen, dass alles vorzüglich geregelt ist.
Individuelle Unterstützung, wie im Betreuungsrecht vorgesehen, ist jedoch nur möglich, wenn
genügend Menschen bereit sind, Betreuungen zu übernehmen.
Das bedeutet in der Regel nicht, rund um die Uhr für den Betreuten da zu sein, sondern lediglich, ihn in gerichtlich definierten Aufgabenbereichen zu vertreten. Es ist auch keine spezielle Vorbildung erforderlich.
Aber: Durch Ihr ehrenamtliches Engagement helfen Sie, die vielfach wehrlosen Betroffenen vor Ausbeutung, Verwahrlosung oder Vereinsamung zu schützen.
"Ehrenamtlich" - das heißt ohne Gehalt, jedoch mit Kostenerstattung oder Aufwandspauschale und den nötigen Versicherungen.

Betreuer und Betreute ? wir lassen Sie nicht allein

In den VdK-Betreuungsvereinen werden Sie ? als Angehöriger oder Engagierter ? an Ihre Betreuungsarbeit herangeführt, bei Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit beraten und im Verhinderungsfall vertreten. Außerdem halten wir ein umfassendes Fortbildungsprogramm für Sie bereit.

Das Angebot der VdK-Betreuungsvereine

Übernahme von gesetzlichen Betreuungen durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter

Telefonische und persönliche Information und Beratung von Betroffenen, Angehörigen und amtlich bestellten Betreuern

Schulung ehrenamtlicher Betreuer

Info-Veranstaltungen über Vorsorgemaßnahmen und gesetzliche Betreuungen

Themenbezogene Veranstaltungen, z. B. Umgang mit Demenzkranken.

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