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Geschichte des Ortsverbands

Am 12. Dezember 1948 gründeten 28 Lombacher Bürgerinnen und Bürger die 12. Ortsgruppe des "Verbands der Körperbeschädigten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen" im Kreis Freudenstadt, die zunächst zum Landesverband Württemberg-Hohenzollern gehörte.
Diese 18 Frauen und 10 Männer gehörten überwiegend dem Personenkreis der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen an. Ihr Ziel: zuerst Hilfe in der Not, Selbsthilfe im Geist der Kameradschaft.
In der Satzung hieß es "Schaffung und Betreuung von Fürsorgeeinrichtungen jeder Art, insbesondere auf dem Gebiet der praktischen Selbsthilfe und Arbeitsfürsorge".
Dazu kam selbstverständlich die "Einwirkung und Mithilfe bei der Gesetzgebung und Verwaltung in den für die Mitglieder in Betracht kommenden Belangen durch Einreichung von geeigneten Vorschlägen". Dazu gehörte u. a. die frühere Versorung der Kriegsopfer wieder in Gang zu setzen. Aus dem damaligen KB-Leistungsgesetz von 1947 entstand das heutige Bundesversorungsgesetz.
10 Jahre später wurde auf Initiative des VdK, im Jahr 1957, das Körperbehindertengesetz verabschiedet. In vielen anderen sozialen Gesetzen wirkte der VdK ebenfalls entscheidend mit, bis hin zum heutigen Pflegeversicherungsgesetz, welches die 5. Säule unseres Sozialversicherungssystems ist.
Vor Ort in den Ortsverbänden stand aber in erster Linie die Hilfe untereinander und die Kameradschaft zueinander. Abgerundet wurde dies durch kleine Ausflüge und geselliges Beisammensein.

Die Gründungsmitglieder:
Böttiger, Willy
Eisenbeiß, Anna
Eckle, Paula
Frick, Christine
Frick, Johannes
Finkbeiner, Else
Greve, Emma
Haug, Anna
Haug, Dorothea
Holzapfel, Georg
Janz, Charlotte
Kilans, Richard
Opp, Philipp
Pfau, Fritz
Rehse, Anna
Ruoff, Christine
Schlee, Elsa
Seeger, Anna
Sillmann, Alfred
Stein, Hans
Stockburger, Johann Georg
Steeb, Johann Georg
Trefz, Helene
Wäckerle, Christine
Walter, Johanna
Wegenast, Anna

Versammlungsbericht an die Presse aus dem Jahr 1951
Jahresversammlung der VdK-Ortsgruppe Lombach

Lombach. Am vergangenen Sonntag fand im Gasthaus zur Linde die diesjährige Hauptversammlung der VdK-Ortsgruppe Lombach statt. Vorstand Willy Böttiger begrüßte die Anwesenden, besonders aber den 2. Kreisvorsitzenden Karl Haist aus Loßburg. Er gab einen Rückblick auf das verganene Jahr, wonach die Mitgliederzahl von 25 auf 45 gestiegen ist. Dies ist ein Zeichen, daß die Beschädigten zu dem VdK ein Vertrauen haben. Weiterhin wurde den aus der Ortsgruppe im Mai d. Jrs. verstorbenen VdK-Kameradinnen Dorothea Haug und Emma Holzapfel gedacht. Der 2. Kreisvorsitzende Karl Haist gab ein Referat über Berufungen, Bundesversorungs- und Sozialversicherungsanpassungsgesetz. Dem Vorstand Böttiger dankte er für seine geleistete Arbeit mit dem Bemerken, daß die Ortsgruppe Lombach mit ihren 45 Mitgliedern gut organisiert sei. Anschließend wurde der Kassenbericht bekannt gegeben. Bei der Wahl wurde Willy Böttiger als Vorstand einstimmig wiedergewählt. Der 2. Kreisvorsitzende Haist sprach noch über Siedlungsbauwesen, Sterbegeldversicherung und Erholungsfürsorge für Kriegsbeschädigte, Witwen und Waisen. Vorstand Böttiger dankte dem Redner für seine Worte, die aus einem warmen Herzen gesprochen wurden, aufs herzlichste. Mit einigen Fragen und Antworten fand die Versammlung ihren Abschluß. Lombach, den 4. Juni 1951.

Willy Böttiger war der 1. Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Lombach und hatte dieses Amt von 1948 bis 1958 inne. Er setzte sich ganz besonders für die Kriegsopfer und die Behinderten, die von Anfang an unserem Verband angehörten, sowohl bei den Sozialämtern, beim Versorgungsamt und bei den Landesversicherungsanstalten ein.
Beschaffung von Brennholz, Arbeitsplätzen, orthopädischen Hilfsmitteln waren für ihn selbstverständlich. Bei den Geldsammlungen für die Landesverbandsspende wurden beispielsweise im Jahr 1949 93,20 DM von den Mitgliedern gesammelt. Auch zeichneten die Lombacher Mitglieder Bausteine für das VdK-Erholungsheim Alttann, welches von der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Württemberg (GSW) in Sigmaringen ausgebaut und erweitert wurde.

Die GSW baute auch im Kreis Freudenstadt in verschiedenen Orten Mietshäuser für Kriegsopfer. Willy Böttiger versuchte für sozial Schwache auch in Lombach eines erstellen zu lassen. 1951 legte die VdK-eigene Bauträgergenossenschaft entsprechende Pläne vor. Letztlich scheiterte jedoch dieses Vorhaben, weil die Gemeinde kein genügend großes Grundstück zur Verfügung stellen konnte.

Helene Trefz übernahm nach dem Wegzug von Willy Böttiger die Leitung des Ortsverbands bis 1967. Ihr Nachfolger wurde dann Hans Stockburger, der bis zu seinem Tod am 22.10.1986 als 1. Vorsitzender fungierte. Am 31. Januar 1987 übernahm dann Ottokar Jäger den Vorsitz des Ortsverbands Lombach.

Der 1. Kassierer war Richard Kilgus, sein Nachfolger war bis 1990 Alfred Sillmann. Anne Hornberger führte die Kasse dann bis Februar 1996. Dann übernahm Hans Friedrich die Kassengeschäfte. Seit 1997 fungiert Anne Friedrich als Frauenvertreterin. Ihre besondere Aufgabe ist es, Geburtstags- und Krankenbesuche zu machen. Georg Pfau ist seit 1987 der 2. Vorsitzende.

Quelle: Festschrift 50 Jahre VdK Sozialverband - Ortsverband Lombach - 12. Dezember 1998

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