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Reisebericht

Der Ausflug des VdK-OV Lichtenwald führte uns dieses Jahr über Ottobeuren in das Allgäu. Nach sorgfältiger Vorplanung konnte unser Vorsitzender Hans Fetzer zu dieser Fahrt fünfzig gut gelaunte Mitglieder bei herrlichem Reisewetter begrüßen.

Die Fahrt im voll besetzten Reisebus führte uns zunächst über die B 10 nach Ulm, wobei wir die Schönheit unserer näheren Heimat wie das frühsommerliche Filstal in sattem Grün, durchsetzt mit einem Festival von Mohnblumen, geniessen konnten.

...obligatorisch: Brezel und Handwurst - wie immer vorzüglich

Mit einem kurzen Aufenthalt auf der Raststätte Illertal unterbrachen wir unsere Reise, um sich unser traditio- nelles Vesper schmecken zu lassen.

Ein schwäbisches Kulturgut setzt seine Erfolgsgeschichte fort:
Die Brezel, die bei keinem Veschbr fehlen darf. Nicht nur der Geschmack wird gepriesen, ihr werden auch intelligenzför- dernde Fähigkeiten nachgesagt. Der Schwaben Klugheit? Dieses Rätsel, die Lösung heißt: Die Laugenbrezel. "Schon trocken gibt dem Hirn sie Kraft, mit Butter wirkt sie fabelhaft, erleuchtet mit der Weisheit Fackel, noch das Gehirn vom größten Dackel!" (M. Rommel)

Gut gestärkt erreichten wir unser erstes Ziel, den Kurort Ottobeuren mit seinem Hauptan- ziehungspunkt, die Benediktinerabtei, die als Familienkloster der Grafen Silach um 764 gegrün- det und von Mönchen aus dem Bodenseeraum besiedelt wurde.

Die Abtei Ottobeuren, zwischen Memmingen und Kempten gelegen, ist eines der ältesten und schönsten Klöster in Deutschland und eine internationale Sehenswürdigkeit. Beson-
ders die Basilika, Inbegriff des Barock, ist vielen Menschen weit über Bayern hinaus bekannt.

Benediktinerabtei Ottobeuren im Allgäu

Ein Benediktinermönch führte uns durch diese imposante Basilika, deren ganze Schönheit sich nur erahnen lässt, da zur Zeit ein großer Teil des Kirchen- schiffs für Renovierungsarbeiten eingerüstet ist.

Beim Gang durch die klösterliche Bibliothek, dem Museum und den ehemaligen Privatgemächern des Abtes, erzählte uns der Pater aus seinem Leben als Mönch:

"Wir sind eine brüderliche Gemeinschaft, die hier am Ort in ungebrochener Tradition seit dem Jahr 764 angesiedelt ist. Auch wenn das Kloster sehr alt ist, so leben wir 22 Mönche doch in dieser Zeit. Unser Leben folgt bewährten alten Grundsätzen, die der Ordensgründer, der Hl. Benedikt in seiner Regel Ora et labora (Bete und arbeite) aufgestellt hat. Es wird aber auch das Gute unserer Tage in unser Klosterleben integriert. So besteht das Leben der Mönche nicht mehr nur aus Gebet und Arbeit, sondern auch aus Erholung, Muse, Fest und froher Gemeinschaft".

...die Reiseteilnehmer vor dem Portal zum Klostermuseum

Nach dem Dreißigjährigen Krieg, in dem das Kloster schwer gelitten hatte, blühte es unter Abt Rupert im 18. Jahrhundert gewaltig auf. Er förderte sowohl das religiöse, wie auch das soziale, wirtschaftliche und künstlerische Leben sowohl im Kloster, als auch im Stiftsgebiet. Nach der Auflösung des Klosters in der Säkularisation 1802 verdankt es Ottobeuren der Treue der damaligen Mönche, die sich weder durch Schikanen noch durch staatliche Zwangsmaßnahmen vertrieben ließen, so daß das Kloster unter König Ludwig I. wieder einen kleinen Anfang wagen konnte. Seit 1918 ist Ottobeuren wieder eine selbständige Abtei.

...hohe Aufmerksamkeit bei den spannenden Ausführungen des Paters

In dieser herrlichen Basilika befindet sich auch die barocke Dreifaltigkeitsorgel und die Heilig-Geist-Orgel von Karl Joseph Riepp sowie die neue Marienorgel von Steinmeyer-Klais. Das Kloster selbst gilt als Hort der Wissenschafts- und Kulturpflege.

...wohin man auch sieht, über diese Pracht kann man nur staunen

Erwähnenswert ist zudem, dass der legendäre "Wasserdoktor" Sebastian Kneipp im nahe gelegenen Stephansried bei Ottobeuren 1821 geboren wurde. 1852 wurde er in Augsburg zum Priester geweiht und er feierte seine Primiz in der Basilika im heimatlichen Ottobeuren. Alle Sonn- und Feiertage hielt er hier Vorträge und gab alljährliche Exerzitien an Waisenkin- der und Mädchen die im Kloster erzogen wurden. Sebastian Kneipp, der den Spitznamen "Dr. Hydrophilus" trug, hat mit seinen nach ihm benannten Wasserkuren auch diesen Ort nachhaltig geprägt.

Nach einem kurzen Spaziergang durch Ottobeuren nahmen wir im "Gasthof zum Mohren" unser Mittagessen ein. Der "Mohren", ein Gasthof mit Geschichte. Als markantes, behäbiges Giebelhaus steht er seit über 400 Jahren standhaft am historischen Marktplatz und zählt somit zu den ältesten Gebäuden im Ort.

...ein leckeres Eis nach dem Mittagessen muss einfach sein

Auf unserer Weiterfahrt durch die idyllische Landschaft des Allgäus, begleitete uns am Horizont das Panorama der schneebedeckten Alpen. Die sanft geschwungenen grünen Hügel vor der Kulisse der bleichen Kalkalpen strahlen eine Harmonie aus, die einfach grandios, wohltuend und erholsam ist. Für einige unserer Mitglieder ist das nicht nur eine Herausforderung für das Auge.

...ein Traumpanorama, wie von Künstlerhand gezeichnet

Für unsere Durchreise in Füssen wäre selbst ein ganzer Tag zu kurz gewesen, um alle Sehenswürdigkeiten und wertvolle Andenken der über 1000jährigen Stadt zu erkunden. Das "Hohe Schloß" in Füssen zählt zu den größten und bedeutendsten mittelalterlichen Burganla- gen Schwabens. Besucher sind immer wieder erstaunt, die vielen Erker und Fassadenver- schönerungen zu sehen und erst bei genauem Hinschauen wird dann entdeckt, dass es wundervolle Illusionsmalereien sind.

Vorbei an den weltbekannten Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau, die jedes Jahr über eine Million Besucher aus dem In- und Ausland in den Königswinkel locken, und dem kaum gefüllten Forggensee, erreichen wir nach kurzer Fahrt unser Endziel, den Haflingerhof in Roßhaupten.

Auf dem Haflingerhof warteten bereits eine zwei- und eine vierspännige Kutsche auf unser Eintreffen. So ging es direkt aus dem Bus auf die Kutschen, um über Stock und Stein und durch Wälder und Wiesen dieser Landschaft zu fahren, die wie eine Filmkulisse auf uns wirkte.

...so, die erste Fuhre ist geladen

...und Abfahrt

...auch der 4-Spänner hat seine wertvolle Fracht aufgenommen

entstand mit dem Kutscherlied "aber i schrei hü" ein neuer Liederkranz ?

...einer knipst den andern, Fotoshooting im tiefen Wald

...Kutschfahrt in traumhafter Umgebung

...auch wir sind wohlbehalten zurück

Nachdem wir die flotte Fahrt mit den temperamentvollen Haflingern mit Spaß und Freude und zudem schadlos überstanden hatten, kehrten wir in das Hotel Haflingerhof zurück und genossen die angenehme Gastfreundlichkeit des Hauses.

...der Chef hat wie immer alles im Griff

Mit vielen neu gewonnenen Eindrücken kehrten wir nach diesem erlebnisrei- chen Tag nach Hause zurück. Unser ausdrücklicher Dank für den in allen Punkten zufriedenstellenden Ausflug geht an unseren Vorstand Hans Fetzer.

Diese Tagesfahrt war eine Reise, die allen Teilnehmern bestens gefallen hat.

Nicht zuletzt wegen der Fahrt mit BIEG tours und dem 5-Sterne-Fahrer (unsere Wertung) Jörg Bieg. Vielen Dank!

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