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Kreisverband empfängt Ulrike Mascher

HOCHDORF: Präsidentin beim Neujahrsempfang des Kreisverbands


Der Sozialstaat muss verteidigt werden, Tag für Tag: Diese Aufgabe hat sich der Sozialverband VdK auf die Fahnen geschrieben. Dafür heiße es auch im Detail ganz genau hinschauen, was die Politik beschließe, sagte Ulrike Mascher, Präsidentin des VdK Deutschland, beim traditionellen Neujahrsempfang des Kreisverbandes Esslingen.


Wer so hehre Ziele hat wie der VdK, muss ab und zu geerdet werden. Das übernahm in der Hochdorfer Breitwiesenhalle Putzfrau Erna Läpple. Die Figur, dargestellt von Schau- spielerin Sabine Becker-Brauer, unterhielt ihr Publikum - Mitglieder der VdK-Ortsverbände im Kreis, Bürgermeister und Abgeordnete - nicht nur mit philosophischen Überlegungen zum Thema Putzen, sondern stimmte auch auf die Themen ihrer Gastgeber ein.

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Putzfrau Erna Läpple in ihrem Element© Karin Ait Atmane

Sei`s mit Anmerkungen zur Mütterrente oder dem Hinweis, dass das Kürzel VdK "mit den Kriegsopfern im Namen" ihr schon ein bisschen veraltet vorkomme. Die Abkürzung "Verband der Kriegsbeschädigten" aus der Gründungszeit haftet Deutschlands größtem Sozialverband an, auch wenn sein Themenspektrum heute ein weit größeres ist. Bundespolitisch wie auf regionaler und kommunaler Ebene mischt der Verband kräftig mit.

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W. Latendorf mit Präsidentin Mascher im Gespräch© Karin Ait Atmane

Der Kreisvorsitzende Wolfgang Latendorf sprach drei Themen an, die 2014 die Arbeit prägten und den VdK weiterhin beschäftigen werden: die Mütterrente, die aus seiner Sicht als gesamtgesellschaftliche Aufgabe aus Steuern finanziert werden müsste. Die wachsen- de Altersarmut und das Prinzip "Rehabilitation vor Pflege". Die geriatretische Pflege werde im Land und auch im Kreis immer weiter zurückgeschraubt, sagte er. Gemeinsam mit dem Nürtinger Vorstand wolle er dieser Entwicklung gegensteuern. Bisher fehle es aber an Unterstützung der politischen Gremien und Entscheidungsträger.

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U. Mascher während des Vortrags© Karin Ait Atmane

Auch auf bundespoliti- scher Ebene wird genau hingeschaut, das mach- te die aus München angereiste Präsidentin Ulrike Mascher deutlich. Sie sprach notwendige kleinere Korrekturen an: z. B. die Einführung eines Freibetrags auf die Grundsicherung, sodass die Mütterrente auch Frauen mit sehr wenig Rente zugute komme. Oder die Gewährung von Einzelleistungen bei der Grundsicherung, die gerade bei alten Menschen oft nicht mehr den Bedarf decken.

Aber auch große Iniativen laufen. So hat der Verband im Dezember gemeinsam mit der Alzheimer-Gesellschaft eine Petition für eine "große Pflegereform" in den Bundestag eingebracht. Im Kern gehe es darum, mehr Pflegeleistungen für Demenzkranke zu ermög- lichen, sagte Mascher. Bisher orientiere sich die Einstufung in die Pflegeversicherung "ausschließlich an körperlichen Einschränkungen", während die kognitiven Probleme nicht berücksichtigt würden.

Weg müsse man auch von den standardisierten Abläufen, "umgangssprachlich Minuten- pflege genannt". Den Begriff der Pflegebedürfigkeit neu zu definieren, sei auf politischer Ebene immer wieder verschleppt worden. Auch deshalb unterstütze der VdK sieben Kla- gen beim Bundesverfassungsgericht gegen einen drohenden Pflegenotstand.

Mindestlohn, Erwerbsminderungsrente oder die Palliativversorgung waren weitere Themen, die Mascher anriss. Und nicht zuletzt die Genarationengerechtigkeit: Man kämpfe auch für die Jungen, die schließlich die Rentner von morgen seien.

Bilder und Text mit freundlicher Genehmigung von: KARIN AIT ATMANE

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