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VdK Arberland bleibt die Nummer eins

Frauenau. Die Ortsvorsitzenden der 19 VdK-Ortsverbände im Landkreis Regen haben sich am Samstag zur alljährlichen Kreisarbeitstagung getroffen. Kreisgeschäfstsführer Helmut Plenk hatte dazu in den Landgasthof Hubertus nach Frauenau eingeladen.

Stellvertretende Kreisvorsitzende Loni Stephan hieß dazu auch 2. Bürgermeister Fritz Schreder willkommen. Er dankte in seinem Grußwort dem VdK, der ein sehr wichtiger Partner für Bürger und Kommunen geworden sei, für seine Arbeit. Dann stellte Simone Weber das Straubinger Dienstleistungsunternehmen Dimetria vor. Dort arbeiten Menschen, die wegen einer seelischen Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance hätten. Der VdK betreibt diese Firma und unterstützt so kranke Menschen.

Kreisarbeitstagung

© VdK

Helmut Plenk teilte mit, dass es seit Januar 2018 über 9500 Beratungen gegeben habe und 1614 Anträge sowie viele Widersprüche und Klagen bearbeitet worden seien. Dabei seien Nachzahlungen in einer Gesamthöhe von knapp einer Million Euro für die Mitglieder erstritten worden. "Nach wie vor steht der Kreisverband Arberland immer noch an erster Stelle in Bezug auf den Mitgliederzuwachs deutschlandweit", verkündete Plenk stolz. Derzeit beträgt der Mitgliederstand im Kreisverband 12263.

Anschließend informierte der Kreisgeschäftsführer ausführlich über Themen wie Pflege und Rente. Er sprach Erwerbsminderungsrente an, Eintritt des Pflegefalls, Patienten- und Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht, Mütterrente und vieles andere. So vielschichtig die Renten- und Versorgungslage des Einzelnen, so vielfältig seien auch die Möglichkeiten für den Einzelnen, vorzusorgen, betonte Plenk. Die Betonung liege auf Vorsorge, gerade beim Thema Rente, wie er hervorhob. Er appellierte, sich über die eigene Rentensituation zu informieren, Möglichkeiten und vor allem Fristen zu prüfen.

Wer Angehörige oder andere pflegebedürftige Personen in häuslicher Umgebung pflegt, kann dafür von der Pflegeversicherung Rentenbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt bekommen. Auch hierzu gab der Kreisgeschäftsführer im Detail Auskunft. Voraussetzung für die Rentenbeitragszahlung ist demnach aktuell, dass der oder die Betreffende eine oder mehrere pflegebedürftige Personen mit mindestens Pflegegrad 2 wenigstens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche und nicht erwerbsmäßig pflegt, und daneben regelmäßig nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig ist.

Die Höhe der Beiträge zur Rentenversicherung richtet sich dann nach der Höhe des Pflegegrades und den Leistungen, die in Anspruch genommen werden, ob also Pflegegeld, die Pflegesach- oder eine Kombileistung bezogen wird.

Bis vor kurzem hatten pflegende Rentnerinnen und Rentner häufig kaum eine Möglichkeit, von den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung finanziell zu profitieren. Grundsätzlich zahlt die Pflegekasse – wenn eine Vollrente bezogen wird – für die Pflegeperson nämlich nur bis zum Alter der Regelaltersgrenze die Pflegebeiträge. Rentner profitierten also nur, solange sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hatten, von der Pflege.
Durch die Regelungen der Flexi-Rente hat sich seit 1. Juli 2017 auch für Vollrentenbezieher, die die Altersgrenze überschritten haben, die Möglichkeit eröffnet, mit den Pflegebeiträgen noch die eigene Rente aufzubessern. Denn seither besteht die Gelegenheit, nach Erreichen der Regelaltersgrenze in eine flexible Teilrente zu wechseln. Beantragen Rentner bei der Rentenversicherung nun z.B. eine Teilrente von 99 Prozent, zahlt die Pflegekasse weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung. Diese erhöhen dann die Rente im Rahmen der Rentenanpassung jeweils zum 1. Juli des Folgejahres.

Nach Beendigung der Pflegetätigkeit kann der Rentner wieder bei der Rentenversicherung den Wechsel in die Vollrente beantragen. Ob sich individuell der Verzicht auf einen Teil der Rente lohnt, richtet sich nach der Höhe der Rente und der Höhe der möglichen Pflegerentenanwartschaft.

Allerdings sollten auch Auswirkungen des Teilrentenbezugs auf andere Leistungen bei der Entscheidung mitbedacht werden, betonte Plenk. So ist für die Auszahlung mancher Betriebsrenten Voraussetzung, dass eine Vollrente bezogen wird. In diesen Fällen sei es ratsam, beim ehemaligen Arbeitgeber oder beim zuständigen Betriebsrententräger eine verbindliche Rechtsauskunft einzuholen. Die VdK-Kreisgeschäftsstelle in Regen hilft auf Wunsch bei der Antragstellung.

Für die Aktion "Helft Wunden heilen" wurden die Listen für die Sammler verteilt; die Sammlung findet vom 19. Oktober bis 18. November statt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ließ man die Versammlung ausklingen. ? bbz

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