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Volkstrauertag 2019

Zwei furchtbare Kriege hat es gebraucht, um aus Europa ein Staatenbündnis zu formen.
Und es hat wirklich diese Kriege gebraucht, daß Menschen in ihrer Sehnsucht nach Frieden, bereit waren ein dauerhaftes Bündnis miteinander einzugehen - zu einen geeinten demokratischen Europa.
Durch die gemeinsame Anstrengung aller - immer weitergewachsen – bisher!

Flüchtlingen flüchten fast ausschließlich in Demokratien. Diktaturen sind gegebenfalls Zwischenstationen. Es gibt keine Flüchtlingsströme nach Russland, China, oder andere Staaten, in denen die Menschen nicht respektiert werden.
Der Mensch sucht zuerst nach Freiheit, dann die Gerechtigkeit und Sicherheit für sich seine Angehörigen.

Wenn wir heute daran denken, wie viele Tote es gegeben hat, was für ein Unrecht geschehen ist, was für Grausamkeiten geschehen sind:
Sollten wir Europäer, ein Ort des Friedens und der Zuflucht bleiben!

Es ist schwierig eine Demokratie zu bewahren. Eine Demokratie lebt durch die Zufriedenheit seiner Bürger. Sie erfordert gegenseitigen Respekt, aber auch gegenseitige Hilfe. Der Umgang, für ein geordnetes Zusammenleben, darf nicht leichtfertig veruntreut werden.
Es eignet sich nicht jeder, für diesen Umgang. Darum ist auch der Bürger gefordert, mit seinem Stimmrecht sorgsam umzugehen.

Es ist schwierig eine Demokratie rechtzeitig zu korrigieren. Wenn Ungerechtigkeit, sich immer weiter auswächst. Wenn ein Kurs eingeschlagen wurde, ein Weg der immer mehr in die soziale Ungerechtigkeit führt. Wenn die gemäßigten Parteien, keine Wählerschaft mehr finden, weil sie immer wieder enttäuscht haben.

Eine Demokratie, lebt sich aus, wenn nichts dagegen getan wird. Wenn die Demokratie geht, tritt an ihre Stelle die Diktatur.
So steht es in unseren Geschichtsbüchern.
Was für ein Elend von den Gewaltherrschern über die Menschheit gebracht wurde – und wird, ist auch der Anlass warum wir uns heute Treffen.
Warum ein ganzes Volk, einen Wahnsinn gefolgt ist und warum ein ganzes Volk einen furchtbaren Völkermord begangen hat.
Das traurige, das groteske daran ist, im Falle eines Sieges, wären die Kriegsverbrecher Helden und unser Totengedenken, wäre eine Heldenfeier.

Die Menschen mit Unrechtsbewusstsein würden zu Tode gefoltert - in einem Staatsgefängnis. Frauen und Kinder würden mit Giftgas getötet und Minderheiten, Andersdenkende, würden von Soldaten und Polizisten gejagt.
Es gibt viele Staaten, die nur auf diese Art funktionieren. Es ist nicht gut, in so einen Staat zu leben. Aber uns geben solche Staaten, ein mahnendes Beispiel.

Es hat sich nichts geändert, an den menschlichen Grausamkeiten. Nach dem Eindruck der 2 Weltkriege, gab es viele Stimmen, die nie wieder einen Krieg wollten. Es sind nur die Stimmen geblieben, Stimmen einer ständig wiederkehrenden Vergangenheit.
Unser Weltfrieden resultiert aus den Superwaffen. Nur die gegenseitige Abschreckung, hat bisher einen zerbrechlichen Frieden garantiert.

Wir werden unser Handeln irgendwann verantworten müssen. Und wir hoffen insgeheim, daß es nicht uns, sondern die nächsten Generationen trifft. Wir haben unsere Umwelt derart verändert, daß die Folgen sichtbar werden!
Unsere Kinder und Enkel, werden in diese veränderte Zukunft hineingeboren. Für sie ist der - was auch immer Zustand, normal. Was die eine Generation als furchtbare Tragödie empfindet, ist für die nächste - eine normale Gegebenheit.

Wir lernen nicht aus den Fehlern unserer Vergangenheit!
Wir Gedenken heute der Kriege, der Kriegsverbrechen und der sinnlosen Opfer, dieser Gewalt.
Wir lernen nicht aus den Fehlern unserer Vergangenheit und müssen
und wollen es irgendwann selbst erfahren, wie es ist:
Mit Krieg, mit Kriegsverbrechen und der sinnlosen Opfer.

Wer das nicht glaubt. So steht es Wort für Wort – in unseren Geschichtsbüchern. Ein ständiges Wiederholen, vom Krieg, von den Opfern des Krieges und von den Elend – danach!
Mit dem Tod der Anführer, endet meistens auch die Gewalt;
die von ihm und seinen Volk ausgegangen ist.

Es ist leicht, über das Unrecht zu reden - zu schreiben.
In einen Gewaltregime wäre ich ein Mitläufer!
Einer der zwar weiß, daß er Unrecht tut, aber trotzdem aus Angst stillhält!
Gib uns eine Waffe, einen Befehl und gib uns eine Richtung. Ich wäre einer von denen, der mitmarschiert!

Darum möchte ich heute besonders Gedenken, an die Menschen die es geschafft haben, gegen das Unrecht aufzustehen.
Es gab sie und es gibt sie!
Es sind die Helden, die wir in den Filmen so bewundern. Es gibt sie wirklich - auch real und es müsste viel mehr von ihnen geben!
Wenn Kinder und Jugendliche uns ermahnen, für eine intakte Umwelt – gehören auch sie zu diesen Helden.

Unser ständiges Wiederholen der Kriege, ist ein üben für einen perfekten Krieg, mit perfekten Waffen:
Ohne Menschen, ohne Tiere und Pflanzen, ohne dem Planeten Erde.
Alle unsere Bestrebungen laufen auf dieses Ziel zu.
Wer das nicht glaubt. So steht es Wort für Wort – in unseren Geschichtsbüchern – auch in den zukünftigen!

Im Namen des VDK Ortsverbandes Kirchenlamitz,
bedanken wir uns, für Ihre Teilnahme, an unserem Gedenken:

Für die Opfer der Menschen, die durch den Menschen zu Opfern wurden.

Auch möchte ich euch einladen, für das nächste Jahr, für unser nächstes Gedenken.
Es wäre schön, wenn ihr noch jemanden mitbringt. Wenn auch in Kirchenlamitz, der Volkstrauertag wieder mehr gewürdigt würde.
Wenn in anderen Situationen, unser jugendlichen Präsenz zeigen, dann möchte ich auch sie einladen – für unser Gedenken. Um aber auch aktiv daran teilzunehmen.
Zukunft findet nicht statt, wenn die Vergangenheit ignoriert wird. Besonders wir Menschen, haben es bitter nötig, sich immer wieder an die Vergangenheit zu erinnern.
Sie steht in unseren Geschichtsbüchern. Es ist verfügbar, auch in den neuen Medien. Wir könnten Geschichte jederzeit abrufen!
Oder wir können auch unsere Gegenwart hernehmen:
Jetzt - in dieser Stunde, in dieser Minute, sterben Menschen, am Krieg, am Hunger, an staatlicher Gewalt, oder kommen als Flüchtlinge zu Tode.
Diesen Satz, könnte ich wie ein Uhrwerk aufsagen. Und jede neue Minute, wäre ein Anlass zu einem neuen Gedenken.
Ob es eine Schweigeminute wert ist - diese neuen Opfer - soll jeder für sich entscheiden.
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Danke für euere Teilnahme, an unserem Gedenken.

Klaus Hojer

Zum Schluß noch etwas für Umwelt und Gesundheit:
Laufen - was geht !

ov-kirchenlamitz@vdk.de

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