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Recht auf Behinderungsausgleich - Betroffene müssen Hörgeräte ohne Eigenanteil angeboten bekommen

Ab 1. November 2013 gilt für schwerhörige Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, ein Festbetrag von 784,94 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Der Abschlag für das zweite Hörgerät beträgt dann 146,72 Euro. Die neuen Festbeträge wurden vom GKV-Spitzenverband festgelegt. Doch der Festbetrag ist nur eine Richtgröße für die Verträge zwischen den Krankenkassen und den Hörgeräteakustikern. Diese können je nach Kasse nach unten abweichen. Aber unabhängig von Festbeträgen und Kassenverträgen haben Betroffene ein Recht auf vollen Behinderungsausgleich.
Das bedeutet, dass die Patienten Anspruch auf ein Hörgerät haben, das die nach dem Stand der Medizintechnik bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen Gesunder erlaubt. Soweit technisch möglich, gehört dazu auch das Hören und Verstehen in größeren Räumen und bei störenden Umgebungsgeräuschen und nicht nur das Einzelgespräch.
Der Anspruch auf Ausgleich der Hörbehinderung bleibt die zentrale Richtgröße. Hörgeräteakustiker angehalten, mindestens zwei geeignete Hörgeräte vorzuschlagen, die ohne Zuzahlung zu haben sind. Die Liste mit Hörgeräten, die die neuen Anforderungen erfüllen, wird gerade vom GKV-Spitzenverband erarbeitet. So müssen Hörhilfen Digitaltechnik nutzen, mindestens vier Kanäle und drei Hörprogramme anbieten, Rückkopplungen und Störschall unterdrücken sowie die Leistung auf maximal 75 Dezibel verstärken können. Noch ist unklar, welche Hörgeräte ab November als Kassenmodell erhältlich sind.
Annehmlichkeiten, wie ein besseres Tragegefühl oder ein unauffälliges Design gehören allerdings nicht zum Behinderungsausgleich und müssen aus eigener Tasche gezahlt werden. Hörbehinderte können Geräte kostenlos testen und sich dann entscheiden. Wenn das Gerät zum Festbetrag nicht ausreicht, um die Hörbehinderung auszugleichen, und ein teureres gewählt werden muss, kann ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenversicherung gestellt werden. In jedem Fall gilt: Kein Hörgerät kaufen, bevor nicht mit der Kasse die Kosten geklärt sind.

Sollte ein Antrag auf Kostenübernahme für ein medizinisch begründetes, teureres Hörgerät von der Krankenkasse abgelehnt werden, können sich VdK-Mitglieder zur weiteren juristischen Prüfung und Rechtsvertretung an die für ihren Wohnort zuständige VdK-Geschäftsstelle wenden.

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