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Medienberichte 2014

Artikel im "Usinger Anzeiger" vom 18. Februar 2014

"Hier möchte ich leben, wenn ich alt bin"

BARRIEREFREIHEIT VdK testet Schmittens Orteile / Lob für Treisberg / Bürgermeister verspricht schnell und unbürokratische Hilfe in anderen Ortsteilen

HUNOLDSTAL - (mg). Auf der Jahreshauptversammlung des VdK Ortsverbandes Hunoldstal im Restaurant Feldbergblick bedankte sich Vorsitzende Iris Sachs bei ihren Mitgliedern für deren Engagement bei den Infoveranstaltungen "Aktion Armut" und "Barrierefreies Schmitten".

Der Ortsverband Hunoldstal besteht aus 91 Mitgliedern. 2013 kamen 13 neue Mitglieder hinzu, zwei verstarben, ebenso wie der Landesvorsitzende Udo Schlitt, für sie wurde eine Gedenkminute abgehalten.

An Neuigkeiten teilte sie mit, dass die Kreisvorsitzende Ute Lange nicht mehr kandidieren möchte. "Auch ich möchte im nächsten Jahr als erste Vorsitzende des Ortsverbandes Hunoldstal nicht mehr zur Verfügung stehen", sagte sie in der Hoffnung, dass sich ihr Stellvertreter Karl Sellent 2015 zur Wahl stellt.

Sachs hob sein Engagement für den Vdk-Internetauftritt hervor und die Aktion "Barrierefreies Schmitten" hervor. Gemeinsam mit dem VdK Ortsverband Niederreifenberg habe man zur Bundestagswahl in Schmitten und in Niederreifenberg mit einem Stand auf die drohende Altersarmut und soziale Spaltung Deutschlands hingewiesen. Auch diese Aktion sei sehr rege besucht worden.

Im Nachgang zu dem Modellprojekt "Unsere barrierefreie Stadt" des VdK Kreisverbandes Usinger Land in Neu-Anspach starteten die Rot-Kreuz Altenpflegeschüler aus Kronberg an einem verregneten 27. Juni das lokale Projekt für die Feldberggemeinde Schmitten.

Was die Prüfer dabei mit Rollstuhl, Blindenstock und Augenbinde erfuhren, erstaunt. Denn dem kleinsten Ortsteil von Schmitten, dem hochgelegenen Treisberg, wurde ausgiebig gratuliert. "Hier möchte ich leben, wenn ich alt bin", lobte die zuständige Gruppe, eine von fünf, die sich Schmitten und den Feldberg, Arnoldshain, Ober- und Niederreifenberg, Dorfweil und Treisberg, Brombach und Hunoldstal genauer unter die Lupe genommen hatte.

Auf dem beschaulichen Treisberg seien die Bürgersteige abgesenkt, welches in den übrigen Ortsteilen überall bemängelt wurde. Auch sei der Treisberger Friedhof ideal für Behinderte zugänglich.

Als positiv wurde in Schmitten die neue Zuwegung der katholischen Kirche für Rollstuhlfahrer und die behindertengerechte Einrichtung mit Absenkanlage des Freibades gesehen. Trotzdem war sich diese Gruppe einig, dass das Leben als Behinderter in Schmitten alles andere als einfach sei. Wegen fehlender oder schmaler Gehwege waren die Probanden mit dem Rollstuhl gezwungen, auf die Straße auszuweichen. Sehr positiv dagegen empfanden sie die allgemein hohe Hilfsbereitschaft fremder Menschen, die sich als Helfer spontan zur Verfügung stellten. Blinde Probanden kritisierten, dass die Ampeln über keine akustischen Signale verfügten, die Bordsteine nur zum Teil abgesenkt waren und dass keine Rampen vorhanden seien.

In Brombach wurde die evangelischmethodistische Kirche hervorgehoben, die Induktionsschleifen in den Bänken für Hörgeschädigte vorweisen kann. Auch das Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain und die Familienferienstätte in Dorfweil wurden als gut bewertet.

Während Blinde noch das Rathaus in Schmitten oder die Jahrtausendhalle in Oberreifenberg betreten konnten, waren diese Einrichtungen für Rollstuhlfahrer aufgrund der Treppen und fehlender Aufzüge verwehrt. "Trotz dieser Mängel waren wir doch überrascht, dass es in Schmitten allgemein viel Positives zu berichten gab, wie beispielsweise den Supermarkt", dankte Sellent den Prüfern.

Mit Bürgermeister Marcus Kinkel sei er in Gesprächen übereingekommen, dass die Gemeinde bei kleineren Dingen schnell und unbürokratisch Abhilfe leistet. Einen detaillierten Bericht über die Ergebnisse wird Sellent demnächst auf die Internetseite des VdK Ortsverbandes einstellen (www.vdk.de/ov-hunoldstal/).

Mit Argusaugen verfolgt der VdK Ortsverband die Mütterrente, die voraussichtlich im Juli vom Bundestag beschlossen werden soll. "Dann haben alle Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, Anspruch auf Erziehungszeiten", erklärte Sachs. Sollte das Gesetz in Kraft treten, würde das Verfahren angeblich automatisch laufen. Sachs rät aber, einen Antrag zu stellen, "da es nicht schaden kann".

Für dieses Jahr plant der Ortsverband am 29. Juni einen Infotag mit Grillen, wahrscheinlich im Dorfgemeinschaftshaus Brombach und eine gemeinsame Fahrt zum Hessentag nach Bensheim am 14. Juni. Anschließend berichtete Diana Milke über den neuen ambulanten Hospizdienst der Arche Noah.

Artikel wurde mit Genehmigung der Redaktion des "Usinger Anzeigers" veröffentlicht.


Artikel im "Usinger Anzeiger" vom 07. Februar 2014

BARRIEREFREIHEIT: DRK und VdK stellen Untersuchung vor
SCHMITTEN (kh). Schmitten soll behindertenfreundlicher werden. Das ist das Ziel einer breit angelegten, vom DRK und VdK gemeinsam initiierten Untersuchung unter dem Titel "Unsere barrierefreie Stadt am Modell Schmitten", deren Ergebnisse in der der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales, Kultur, Sport und Freizeit, Tourismus und Gewerbe in Schmitten vorgestellt wurden. Die stellvertretende Ausschussvorsitzende Anja Dürringer (Grüne) begrüßte hierzu Sven Schmidbauer, Leiter für Fort- und Weiterbildung des Rotkreuz-Campus in Kronberg, Ulrike Brailsford, Schülerin des Kurses 63 der Rotkreuz-Campus Altenpflegechule, Ute Lange, die erste Vorsitzende des Sozialverbands VdK Kreisverband Usinger Land und Karl Sellent, Vorstandsmitglied des VdK-Kreisverbandes.

Sven Schmidbauer erläuterte die Vorgehensweise bei der Untersuchung, die die ihren Anfang als Pilotprojekt in Neu-Anspach nahm und nach Kronberg nun in der Feldberggemeinde angekommen ist. Weitere Kommunen sollen folgen. Im vergangenen Jahr hatten 25 Altenpflegeschüler/innen des Rotkreuz-Campus die Ortsteile der Gemeinde Schmitten im Rahmen einer Besichtigungstour erkundet. Dabei traten die Inspektoren mit Rollstuhl und Rollator an, mit Blindenstock und Augenbinde sowie mit (künstlich) eingeschränkter Seh- und Hörfähigkeit. Das schärft die Wahrnehmung von Problemen, wie sie oft nur behinderten Menschen begegnen, so der DRK-Fortbildungsleiter gegenüber den interessierten Ausschussmitgliedern. Die VdK-Vorsitzende Ute Lange ergänzte, Barrierefreiheit (wozu auch ausreichend lange Ampelschaltungen und breite Bürgersteige zählen) sei nicht nur im Interesse behinderter Mitmenschen, sondern erleichtere auch Müttern mit Kinderwagen das Leben.

Einen kleinen Teil der Ergebnisse der Begehungen in den einzelnen Ortsteilen stellte Ulrike Brailsford dem Ausschuss mittels einer Powerpoint-Präsentation vor. In allen Ortsteilen der Gemeinde finden sich sowohl positive als auch negative Beispiele. Das Schwimmbad in Schmitten wurde als äußerst gelungenes Beispiel für behindertengerechte Einrichtungen bezeichnet, während die Jahrtausendhalle in Niederreifenberg für Rollstuhlfahrer gänzlich ungeeignet erscheint. Der Zugang zum evangelischen Gemeindezentrum in Arnoldshain ist für Behinderte wegen zweier Stufen problematisch, während sich das Niemöller-Haus durch eine behindertengerechte Rampe und Toilette auszeichnet. In Brombach fielen den Prüfern extrem hohe Bordsteinkanten auf, während die Kirche als Musterbeispiel gelten kann, da es hier sogar Kopfhörer für Hörgeschädigte gibt.

Nicht immer teuer

Nach einigen Beispielen aus den Ortsteilen bilanzierten Sven Schmidbauer und Ulrike Brailsford, Schmitten präsentiere sich in in der Barrierefreiheit recht gut aufgestellt. Die gesamte Untersuchung fülle eine Daten-DVD und sei dem Gemeindevorstand übergeben worden. Vieles sei mit geringen Mitteln zu beheben; oft reiche eine Rollstuhlrampe, und eine zuvor unüberwindbare Treppe stelle kein Problem mehr dar. Nach einem herzlichen Dank der Ausschussvorsitzenden Dürringer für die Untersuchung sagte Bürgermeister Kinkel zu, die Verwaltung werde die DVD genau durchgehen und als Erste jene Maßnahmen in Angriff nehmen, bei denen sich mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand viel erreichen lasse. Zudem werde die Gemeinde die von DRK und VdK empfohlenen Maßnahmen, für die Gemeinde nicht zuständig sei, an Kirche, Straßenbaubehörde oder Privatunternehmen wie Banken weitergeben.

Artikel wurde mit Genehmigung der Redaktion des "Usinger Anzeigers" veröffentlicht.

VdK FORDERT NACHBESSERUNGEN BEIM RENTENPAKET, im Februar 2014

Nach Jahren des Stillstands begrüßen wir die sozial gerechtere Ausrichtung des Rentenpakets der Bundesregierung. Es gibt aber noch etliche Fallstricke für viele Rentnerinnen und Rentner, die ein Leben lang unseren Sozialstaat gesichert haben, so kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die vom Bundeskabinett heute beschlossenen Verbesserungen für Rentnerinnen und Rentner.
Der VdK fordert aber trotzdem noch Nachbesserungen und warnt davor, diese als weitere Geschenke abzutun: Rentnerinnen und Rentner haben in den vergangenen Jahren genug zurückstecken müssen. Es geht jetzt um das Einlösen legitimer Ansprüche.
Eine Kernforderung des größten deutschen Sozialverbands haben CDU/CSU und SPD in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Die Besserstellung von Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren sind, ist auch ein großer Erfolg des VdK, so Mascher. Dennoch fehlt nach Meinung des VdK der letzte notwendige Schritt, nämlich die vollständige Gleichstellung aller Mütter: Wir bleiben bei unserer Forderung nach Anerkennung der vollen drei Erziehungsjahre, wie es bisher schon für jüngere Mütter Gesetz ist. Die geplante Finanzierung der höheren Mütterrenten aus der Rentenkasse bezeichnete Mascher als kurzsichtig und ungerecht gegenüber den Beitragszahlern. Der VdK beharrt auf einer Finanzierung über Steuereinnahmen: Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, eine Leistung des Familienlastenausgleichs, und keine unseres Rentenversicherungssystems. Da alle Mütter davon profitieren, könne es nicht angehen, dass bei der Finanzierung bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Beamte oder Selbstständige außen vor bleiben.
Grundsätzlich begrüßt der VdK die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren. Für langjährig Versicherte ist das eine Anerkennung ihrer Lebensleistung, meint Ulrike Mascher. Der VdK sieht aber angesichts der Forderungen nach flexibleren Übergängen für besonders belastete Personengruppen noch erheblichen Regelungsbedarf.
Einen Fortschritt sieht Mascher beim Thema Erwerbsminderungsrente. Die Anhebung der Zurechnungszeiten von 60 auf 62 Lebensjahre werden eine Anhebung der Rentenbezüge mit sich bringen. Erwerbsminderungsrentner sind besonders oft von Armut bedroht, deshalb war das ein längst überfälliger Schritt, so Mascher. Seit 2001 sind die Zahlbeträge der Erwerbsminderungsrenten wegen der hohen Abschläge rasant gesunken, die Bestandsrentner sollten deshalb unbedingt auch von der Anhebung der Zurechnungszeiten profitieren. Grundsätzlich bleibt der VdK bei seiner Forderung, die Abschläge für Erwerbsminderung von derzeit 10,8 Prozent komplett abzuschaffen: Hier wird so verfahren, als würde jemand freiwillig früher in Rente gehen. Wer wegen Krankheit früher aus dem Beruf aussteigen muss, hat aber keine andere Wahl und sollte dafür nicht auch noch mit Abschlägen bestraft werden.
Insgesamt vermisst der Sozialverband VdK im Rentenpaket geeignete Maßnahmen, um das Rentenniveau wenigstens auf dem heutigen Stand zu halten. Kürzungsfaktoren in der Rentenformel wie der Nachhaltigkeitsfaktor müssen ebenfalls abgeschafft werden: Die Gefahr der Altersarmut ist noch lange nicht gebannt. Die Renten müssen wieder im Gleichschritt mit den Löhnen steigen.

Sozialverband VdK Deutschland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Cornelia Jurrmann (verantwortlich)
In den Ministergärten 4 - 10117 Berlin
Telefon 030 72629-0400
Telefax 030 72629-0499
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