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Medienberichte 2013

Bericht über die VdK-Weihnachtsfeier 2013
http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/schmitten/projekt-barrierefreies-schmitten_13738764.htm

Wie steht es mit der Barrierefreiheit im Ort?

04.02.2013 - HUNOLDSTAL

VdK-Ortsverbände Hunoldstal und Niederreifenberg kündigen Untersuchungen an - Vorschläge willkommen

(mg). Hohe Bordsteine oder Treppenstufen stellen Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Mütter mit Kinderwagen oftmals vor Probleme. Mit dem Modellprojekt "barrierefreies Schmitten", angelehnt am Modell Neu-Anspach, planen die VdK-Ortsverbände Hunoldstal und Niederreifenberg in Kooperation mit der Altenpflegeschule Kronberg im Zuge einer Praktikumswoche am 27. Juni für Abhilfe zu sorgen.

Wie Vorsitzende Iris Sachs und ihr Stellvertreter Karl Sellent auf der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Hunoldstal im Gasthaus Schmiede mitteilten, sollen insbesondere öffentliche Einrichtungen wie Rathaus, Dorfgemeinschaftshäuser, Fußgängerüberwege und Fußwege sowie Haltestellen von Schülerinnen und Schülern der Altenpflegeschule daraufhin geprüft werden, ob sie tatsächlich für Betroffene barrierefrei sind. Die Prüferinnen und Prüfer werden dabei mit Rollstuhl, Blindenstock und Augenbinde in der Großgemeinde auf Entdeckungstour gehen und dabei auch das Gespräch mit Betroffenen suchen. Anschließend sollen die dokumentierten Ergebnisse Bürgermeister Marcus Kinkel und der Presse vorgestellt werden. Ziel ist, vorhandene Barrieren zu beseitigen.

Dabei werden die Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Ortsteilen und ins Krankenhaus Usingen unter die Lupe genommen werden. Dies ist insofern wichtig, weil die Krankenkasse die Fahrt für einen Gehbehinderten beispielsweise von Seelenberg nach Usingen nicht bezahlt, sagte Sellent. Denn dem Ortsverband Hunoldstal sei es bisher nicht gelungen, Taxifahrten über das Amina-Projekt anzubieten, "da die Gemeinde kein Geld hat".

Wer Verbesserungsvorschläge für ein barrierefreies Schmitten hätte, könne sich direkt an ihn oder an Vorsitzende Iris Sachs wenden.

Gisela Stenzel aus Brombach fiel auf, dass die Bushaltestelle in Brombach am Brunnen keine Bank hat.. "Eine Gehbehinderte wartet deshalb immer sitzend auf der Erde". Sellent nahm die Anregung gerne an und versprach, sich darum zu kümmern.

Dafür funktionieren die ?Aufgetischt-Fahrten? wunderbar, lobte Sachs. Über persönliche Bekanntschaften konnte eine Familie ein gebrauchtes, aber gut funktionierendes Kinderfahrrad erhalten. ?Langsam werden wir eine tolle Börse?, freute sich die Vorsitzende, denn viele Mitglieder würden ihre Geräte, Möbel oder Spielzeug lieber verschenken als wegwerfen.

Bei so einem Engagement wunderte es nicht, dass der 80-köpfige VdK-Ortsverband Hunoldstal im vergangenen Jahr zehn neue Mitglieder begrüßen konnte. "Leider sind aber fünf verstorben", teilte Sachs mit, die zum ersten Mal offiziell am Volkstrauertag in Brombach für den VdK teilnahm.

Strahlende Augen gab es für Elke Jost, die für zehn Jahre Mitgliedschaft mit einer Urkunde und Nadel geehrt wurde. "Sie unterstützt den Vorstand vorbildlich", dankte Sachs. Gratulationen gab es auch für Mitgliederbetreuerin Maria Henrici, die im Januar ihren 75. Geburtstag feierte.

Mehr in Internet unter www.vdk.de/ov-hunoldstal oder bei Iris Sachs unter Telefon 06084/2905 oder per E-Mail irissachs@web.de.

Kein Geld da für gesponserte Taxi-Fahrten 3

Ernüchterung beim VdK: Das Taxi-Projekt kann nicht umgesetzt werden. Eine andere Initiative startet da schon besser.

Hunoldstal.Wurde geehrt: Elke Jost. Foto: loh "Wie kommt man als Seelenberger zum Usinger Krankenhaus, wenn die Krankenkasse eine Taxi-Fahrt nicht bezahlt?", fragte Karl Sellent in der Jahreshauptversammlung des VdK Hunoldstal. Der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende hatte einen ernüchternden Bescheid aus dem Rathaus mitgebracht: ein klares Nein zu dem vom VdK angestoßenen Projekt, Taxi-Fahrten zu dem Preis von Busfahrkarten anzubieten. Der Grund: Die Gemeinde hat kein Geld.

Vor einem Jahr, als Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) noch Unterstützung zugesagt hatte, hatte Sellent noch weit optimistischer geklungen. Die Idee, die er gemeinsam mit den Niederreifenberger Verbandskollegen initiiert hatte, lehnte sich an ein gleichartiges Projekt in Neu-Anspach an. Dort sponsert die Stadt eingeschränkte Taxi-Fahrten für Senioren und Gehbehinderte zu Arztpraxen innerhalb des Stadtgebiets. Die Fahrgäste zahlen nur einen geringen Fahrpreis.

"Auch unser Vorschlag, die Eigenleistung der Nutzer zu erhöhen oder das Angebot auf Schwerstbehinderte zu beschränken, hat nichts gebracht", bedauerte Sellent.

Mehr Hoffnung macht da schon ein anderes Projekt, an dem die beiden VdK-Ortsverbände arbeiten. Für den Plan, Schmitten barrierefrei zu gestalten, gibt es bereits zwei Termine. "Am 6. März haben wir ein Gespräch mit dem Bürgermeister", kündigte Karl Sellent an. Und am 27. Juni werden Schüler der Altenpflegeschule Kronberg in ganz Schmitten Bordsteinkanten, Treppen zu öffentlichen Einrichtungen, Fußgängerüberwege und Bushaltestellen mit Rollator und Blindenstock unter die Lupe nehmen.

Er bat aber auch die VdK-Mitglieder um deren Unterstützung. Wer Erschwernisse für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder auch für Mütter mit Kinderwagen kennt, solle sie dem Vorstand nennen. Dabei fiel einer Versammlungsteilnehmerin sofort ein, dass es an der Bushaltestelle in Brombach keine Sitzgelegenheit gibt. Dort setze sich eine gehbehinderte Frau deshalb stets auf die Bordsteinkante, berichtete sie von ihren Beobachtungen.

"Wir werden das aufnehmen", versprach Karl Sellent. (loh)

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 06.02.2013

  • Kommentare aus der Taunuszeitung:

Gast Gast schrieb am 06.02.2013 09:17 Uhr
Meldung erbeten? Bitte schön!

Die Barrierefreiheit Schmittens sollte am Aushängeschild der Gemeinde beginnen, dem Feldberg. Vor dem Feldberghof gibt es nämlich nach wie vor keine Behindertenparklätze, da dort ein Motorradparkplatz eingerichtet wurde. Den Motorradfahrern mag man einen Fußweg von 70-150 Metern von den öffentlichen Parklätzen zum Plateau nicht zumuten. Deshalb bleiben Behinderte auf dem Plateau aussen vor. Das macht bei Besuchern, gerade bei den herbeigesehnten Touristen immer wieder einen guten Eindruck.

Lothar Hügel schrieb am 06.02.2013 13:07 Uhr
Krankenkassen nur zum Kassieren?

Mit der Gesundheitsreform 2004 wurden die ersten Opfer gefordert. Damals sind die sozialen Härtefallregelungen im Gesundheitswesen gestrichen worden und Praxisgebühr sowie Eigenbeteiligung bei medizinischer Versorgung eingeführt worden, auch wenn die Opfer lediglich Einkommen in Höhe des Sozialhilfesatz haben - der absolut notwendigen Hilfe zum inzwischen nicht einmal mehr menschenwürdigen Überleben!

Während durch "Liberalisierung des Gesundheitsmarkt" Vorstandsposten mit entsprechendem Honorar neu geschaffen wurden bei diversen auch bis dahin noch weitgehend unbedeutenden kleinen Krankenversicherungen, konnten sich bereits viele "Sozialversicherte" oder Pflichtversicherte keine ausreichende medizinische Versorgung - dazu gehört auch die Erreichbarkeit oft weit von einander entfernter Behandlungsorte - mehr leisten. Es gab die ersten "vorzeitig Verstorbenen" wegen der nicht mehr ausreichenden Leistung der "gesetzlichen" Krankenkassen! Ist das nicht schon ein erster Schritt zur erneuten Euthanasie 2004 gewesen?- Es ist Fakt, das immer öfter finanziell Minderbemittelte das Rentenalter nicht mehr erreichen.

    Karl Sellent schrieb am 07.02.2013 21:32 Uhr
    VdK Hunoldstal

    Danke für den Hinweis zu fehlenden Parkplätzen für behinderte am Feldberg - das nehmen wir gerne in den zu erstellenden Katalog auf.
    Ja - es ist schade, dass die gemeine keine Möglichkeiten sieht, das Projekt Fahrten zum Arzt, zum Krankenhaus zu unterstützen. Die aufzuwendenen Mittel sind überschaubar, aber sicher gut investiert - bei allem verständnis für die finanzielle Situation der Gemeinden, auch vor der Diskussion Schutzschirm.
    Wir stellen keine Forderungen als VdK, wir geben Anregungen und hoffen, mit guten Argumenten, Vorhaben realisieren zu können.
    Ähnliches gilt für das Projekt "Barrierefreies Schmitten". Auch hier werden wir Mängel, aber auch positive Beispiele beschreiben.
    Hinweise der Betroffenen nehmen wir gerne auf.
    }

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