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Vortrag "Demenz - alles was man wissen muss"

Vortrag "Demenz - alles was man wissen muss"

Frau Knab referiert vor über 30 Teilnehmern© Isabella Weber

Über 30 Interessierte kamen am letzten Freitagabend zum Vortrag des VdK Ortsverbandes Hohenau zum Thema "Demenz - alles was man wissen muss". Frau Knab von der Fachstelle der Caritas für pflegende Angehörige lieferte in ihrem einstündigen Vortrag sehr interessante Informationen über diese schreckliche, unheilbare Krankheit. Durch die immer älter werdende Bevölkerung geht man davon aus, dass bis 2030 2,5 Millionen Menschen daran erkranken werden. Das sind doppelt so viele wie derzeit.
Wenn man die von Knab geschilderten Symptome hört, steht fest, diese Krankheit raubt uns unsere Persönlichkeit. Durch die Gedächtnisstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens, die Sprachstörungen, die Persönlichkeitsstörungen und die Bewegungsstörungen werden die Betroffenen immer mehr und mehr eingeschränkt. Man vergisst was man gerne gegessen hat oder wie man gerne die Freizeit verbracht hat, erkennt immer wieder die Menschen um einen herum nicht mehr oder weiß nicht was man mit bestimmten Gegenständen machen kann. Knab erklärte die verschiedenen Stadien der Erkrankung. Die Stadien verlaufen von Mensch zu Mensch verschiedenen und seien vom Alter abhängig. Die Betroffenen nehmen die schleichenden kognitiven Defizite zwar wahr, aber es wird so gut es geht verdrängt. Werden sie auf ein Defizit angesprochen, reagieren sie oft aggressiv und bagatellisieren das Ganze.
Die am häufigsten auftretende Art ist der Morbus Alzheimer, an dem mehr Frauen als Männer erkranken. Aber was kann man gegen Demenz tun? Es gibt nicht viele medikamentöse Möglichkeiten, so Knab, vor allem haben die sog. Antidementiva sehr viele Nebenwirkungen. Knab zählte andere Möglichkeiten auf, die Demenzkranken zu unterstützen. Sehr wichtig sei die Biographiearbeit. Unterstützen können auch das kognitive Training, die Realitätsorientierung, die Milieutherapie und die Verhaltenstherapie. Es wurde festgestellt, dass Betroffene sehr gerne an der Musiktherapie teilnehmen. Dadurch werden oft Erinnerungen an bestimmte Ereignisse geweckt. Demenzkranke sollte man an lebenspraktischen Tätigkeiten teilnehmen lassen, um dadurch die noch verbliebenen Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten. Anfangs können die Angehörigen oft nicht verstehen, dass die Betroffenen in einer eigenen Welt leben und es nichts bringt, wenn man ihnen z. B. sagt, ?deine Mutter ist doch schon lange gestorben?. Man muss die Erlebniswelt des Betroffenen respektieren und darauf eingehen.

Über die Hälfte der Demenzkranken werden Zuhause gepflegt, so Knab. Allerdings brauchen die Angehörigen hier Unterstützung. Angeboten werden hierfür Demenzschulungen sowie Hauskrankenpflegekurse. Unterstützt werden können die Familien aber auch durch ambulante Pflegedienste. Knab erläuterte die Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie die Tagesbetreuung, die für Demenzkranke in Anspruch genommen werden können.
Im Anschluss stand die Referentin noch für Fragen der Zuhörer zur Verfügung. Knab bat an, dass Beratungstermine bei der Fachstelle für pflegende Angehörige vereinbart werden können.

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