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Vortrag zum Thema "Hinterbliebenenrente" sehr gut besucht

Viele Zuhörer verfolgen aufmerksam dem Vortrag zur Hinterbliebenenrente

Viele Zuhörer verfolgen aufmerksam dem Vortrag zur Hinterbliebenenrente© Isabella Weber

Letzte Woche hatte der VdK Ortsverband Hohenau zum Thema "Hinterbliebenenrente" eingeladen. Helmut Weber, Vorsitzender des Ortsverbandes, begrüßte alle Anwesenden und freute sich, dass trotz des eher unerfreulichen Themas, über die zahlreiche Teilnahme.

Der Referent, Hermann Wagner von der Deutschen Rentenversicherung Süd, machte nach seiner Vorstellung darauf aufmerksam, dass es sich um ein sehr komplexes Thema handelt. Deshalb wurden auch zu Beginn Infomaterialien ausgeteilt, damit sich jeder seine eigenen Notizen vermerken konnte. Wagner ging während des Abends auf die verschiedenen Hinterbliebenenrentenarten ein und erläuterte die Anspruchsvoraussetzungen.
Vor jeder Berechnung muss aber immer zuerst geklärt werden, ob altes oder neues Recht greift. So hat sich beim neuen Recht, das Anfang 2002 geändert wurde, vor allem die Anrechnung von eigenem Einkommen ausgeweitet. Außerdem wird seit 01.02.2002 die Witwen-/Witwerrente nur noch gezahlt, wenn die Ehe mindestens ein Jahr bestanden hat. Wagner stellte aber sofort klar, dass es hier auch Ausnahmen gibt, wie zum Beispiel bei einem Unfall.
Bei der großen Witwen-/Witwerrente gab es nach dem alten Recht noch 60 Prozent der Versichertenrente des Verstorbenen, seit dem neuen Recht noch 55 Prozent.
Bei der kleinen Witwen-/Witwerrente erhält der Hinterbliebene 25 Prozent der Rente, auf die der Ehepartner zum Zeitpunkt des Todes Anspruch gehabt hätte. Seit neuem Recht allerdings nur für 24 Kalendermonate nach dem Tod des Ehepartners. Der Referent betonte, dass auf jeden Fall, egal ob Witwe oder Witwer, Antrag auf Witwen-/Witwerrente gestellt werden sollte, denn die ersten drei Monate erhält der Hinterbliebene die Versichertenrente in voller Höhe. Wird erneut geheiratet, enden sowohl die kleine als auch die große Witwen-/Witwerrente. Ob große oder kleine Witwen-/Witwerrente ist abhängig von Alter, Erwerbsminderung und ob ein minderjähriges Kind erzogen wird.
Der Referent ging auch noch kurz auf die Geschiedenen-Witwen-/Witwerrente ein. Hier muss bei Scheidungen vor 01.07.77 geprüft werden, ob neben anderen Anspruchsvoraussetzungen im Scheidungsurteil festgehalten wurde, dass ein Unterhaltsanspruch bestand.
Wagner ging weiter auf den Rentenabschlag ein. Dieser ist abhängig vom Lebensalter des Verstorbenen.
Bei der Waisenrente ist zwischen Halb- und Vollwaise zu unterscheiden. Diese werden bis zum 18. Lebensjahr des Waisen gezahlt. Bei bestimmten Bedingungen kann der Waise diese Rente längstens bis zum 27. Lebensjahr erhalten. Die Halbwaisenrente beträgt 10 Prozent, die Vollwaisenrente 20 Prozent der Versichertenrente, auf die der Verstorbene Anspruch gehabt hätte oder die er bereits bezogen hat. Wagner verweist hier vor allem, dass keine Einkommensanrechnung erfolgt.
Viele wissen nicht, dass auch Geschiedene eine Rente erhalten können, wenn sie ein Kind erziehen und ihr geschiedener Ehepartner stirbt. Man spricht von der Erziehungsrente. Diese Rente dient somit als Unterhaltsersatz. Anders als eine Witwen-/Witwerrente ist die Erziehungsrente eine Rente aus der eigenen Versicherung. Sie wird also nicht aus der Versicherung des geschiedenen Ehepartners abgeleitet. Hier wird das eigene Einkommen der Geschiedenen-Hinterbliebenen angerechnet. Hat man Anspruch auf mehrere Renten, wird nur die höchste Rente gezahlt.
Die Deutsche Rentenversicherung hat sogar für Geschiedene, die erneut heiraten oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen und somit die bisherige (Geschiedenen-) Witwen- oder Witwerrente wegfällt eine "Starthilfe". Einmalig können solche Personen eine Rentenabfindung erhalten. Die Abfindung beträgt grundsätzlich das 24-Fache, also zwei Jahresbeträge, der (Geschiedenen-) Witwen- oder Witwerrente, die Sie in den letzten zwölf Kalendermonaten im Durchschnitt erhalten haben.
Wagner zeigte während des Vortrags immer wieder Berechnungsbeispiele auf, damit die Zuhörer die Berechnung besser verstehen konnten. Abschließend erklärte er, dass er gerne für persönliche Beratungsgespräche in Passau zu Verfüge stehe. Bei telefonischer Beratung ist das Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch zu nehmen.

Weber bedankte sich für die interessanten zwei Stunden, in denen alle sehr viel über die Hinterbliebenenrente, erfahren haben. Er bedauerte das Fehlen der mittleren Generation. Vor allem für junge Familien sei es wichtig, wie es finanziell nach dem Tod des Ehepartners weitergeht. Weiter teilte er mit, dass die Weihnachtsfeier des Ortsverbandes am 13.12.2015 um 14.00 Uhr im Gasthaus Piser stattfinde. Wenn auch mit etwas "rauchenden Köpfen" machten sie die Teilnehmer auf den Nachhauseweg und freuten sich über diesen sehr informativen Abend.

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