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Leben in Griesheim erleichtern

Griesheimer Innenstadt


Griesheim will Menschen mit Handicap das Leben in der Stadt erleichtern

Von Gudrun Hausl

GRIESHEIM - Über die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und den Griesheimer Aktionsplan berichtete die städtische Behindertenbeauftragte Ute Steinmann im Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur und Sport. Ausgehend von der Vision, Griesheim zu einer ?inklusiven Stadt zu entwickeln, in der es normal ist, verschieden zu sein?, warb sie bereits Ende 2015 gemeinsam mit Thomas Hornsteiner, Fachberater für Barrierefreiheit in der VdK-Ortsgruppe, um aktive Unterstützung seitens der Bevölkerung.

In einer Anfang 2016 installierten Arbeitsgruppe mit interessierten und betroffenen Bürgern wurde der Frage nachgegangen, welche Bedürfnisse Menschen mit Behinderungen haben. Parallel dazu wurden die Bürger aufgefordert, Hindernisse, die das tägliche Leben erschweren, zu entdecken und der Stadtverwaltung zu melden.

Dabei wurde deutlich, wie vielschichtig das Thema ist, da das Entfernen von Barrieren für die eine Art von Handicap durchaus positiv ist, für einen anderen Menschen aber zur Barriere werden kann. Typisches Beispiel ist die Bordsteinabsenkung für Rollstuhlfahrer. Blinde, die mit einem Taststock unterwegs sind, brauchen aber gerade diese Begrenzung, um nicht versehentlich auf die Straße zu geraten. Wie Ute Steinmann berichtete, hat die Arbeitsgruppe das Georg-August-Zinn-Haus unter dem Gesichtspunkt "Barrierefreiheit" einer Prüfung unterzogen und bei einer Besichtigung des barrierefreien Darmstädter Landesmuseums viele Erkenntnisse gewonnen.

Im Zuge des Aktionsplans konnte auch eine Mitarbeiterschulung als Fortbildungspaket angeboten werden, die sowohl den Umgang mit körperlich behinderten Menschen als auch psychisch Kranken beinhaltete. ?Mit dieser Fortbildung konnten Barrieren in den Köpfen der Mitarbeiter beseitigt und das Bewusstsein geschärft werden, wie man mit behinderten Menschen umgeht, um zukünftige Missverständnisse gar nicht erst entstehen zu lassen und den professionellen Umgang mit gehandicapten Bürgern weiterzuentwickeln?, berichtete die Behindertenbeauftragte.

Einige der eingegangenen und im Aktionsplan aufgelisteten Meldungen der Bürger wurden bereits bearbeitet. Beispielsweise wurden in der Trauerhalle für mobilitätseingeschränkte Trauergäste Sitzplätze am Innengang reserviert. "Viele gehbehinderte Menschen kommen erst spät zur Trauerfeier und haben Probleme, freie Sitzplätze in den Reihen zu erreichen. Deshalb haben wir einige Stühle reserviert", verdeutlichte Ute Steinmann, die mit einem barrierefreien Rathaussaal bereits das nächste Projekt im Visier hat. Hier sollen ein ebenerdiger, separater Seiteneingang im Foyer des Sitzungssaales sowie ein Handlauf am westlichen Treppenaufgang Abhilfe schaffen. Auch das Behinderten-WC, das aktuell nur eingeschränkt nutzbar ist, soll einer Prüfung unterzogen werden.

Quelle: ECHO ONLINE / LOKALES / DARMSTADT-DIEBURG / GRIESHEIM
19.08.2017


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