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Podiumsdiskussion mit drei Bürgermeisterkandidaten

Die Riedstädter Ortsverbände des Sozialverbands VdK (Crumstadt, Goddelau, Leeheim und Wolfskehlen) hatten am 21. September um 19:30 Uhr die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 6.November zu einer Fragerunde ins Crumstädter Rathaus eingeladen.
Die Fragen zur Sozialpolitik und Barrierefreiheit der städtischen Liegenschaften waren den vier Kandidaten im Vorfeld zugegangen, um sich entsprechend vorbereiten zu können.
Mit Werner Amend (parteilos), Andreas Hirsch (SPD) und Marcus Kretschmann (CDU) gaben drei Bewerber ihre Stellungnahme dazu persönlich ab.
Die Kandidatin Cornelia de Wall beantwortete die Fragen schriftlich.
Moderator Hans Jürgen Kraft (VdK OV Bischofsheim) verlas zu Beginn der Veranstaltung eine Erklärung von ihr, in der sie mitteilte, dass ihr ganz persönliches Konzept des Wahlkampfes darin besteht, nicht mit anderen Kandidaten aufzutreten.
Sie hält das Einzelinteresse am Kandidaten für die sinnvollere Variante.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gaben die drei Herren auf dem Podium ihre Antworten.

Besonders im Mittelpunkt standen die städtischen Liegenschaften und ihre Barrierefreiheit. Maßnahmen dazu müssen nach Auffassung von Marcus Kretschmann geprüft und ihr Nutzen bewertet werden.
Falle die Bewertung positiv aus, müsse das Projekt von Bürgermeister und Verwaltung ordentlich vorbereitet und dem Parlament zu Abstimmung vorgelegt werden.

Werner Amend gab mit dem Kosten für einen entsprechenden Umbau des Wolfskehler Rathauses ein Beispiel. Würde alles realisiert, wäre man schnell bei 200.000€.
Hier wird der Nutzen bezweifelt.

Andreas Hirsch räumte ein, dass die Politik einen Sanierungsstau verursacht hätte, den es aufzulösen gelte. Er möchte die Liegenschaften wie in Wolfskehlen erhalten, da sie von den Vereinen intensiv genutzt werden.
Hinsichtlich der Behindertentoiletten regt Andreas Hirsch eine mobile Einrichtung an, die nach Bedarf bei der Stadt angemietet werden könne.
Werner Amend wies auf die schon bestehenden Anlagen in Riedstadt hin. Und Marcus Kretschmann würde dazu eine Vorlage im Stadtparlament machen, um auf demokratischer Basis diese Investition zu rechtfertigen.
Dass die Anlagen verschlossen werden müssten, sei ein Problem aufgrund von Vandalismus, beteuerten alle drei Kandidaten.
Das Problem könnte mit einem Euro-WC-Schlüssel behoben werden, kam der Vorschlag aus der Versammlung. Mit diesem ließen sich europaweit alle Behinderten WCs öffnen.
Die geäußerten Probleme mit den Friedhofstüren und -wege lassen sich nach Ansicht der Kandidaten über das Ansprechen der Stadtverwaltung regeln. Dafür gebe es bei der Stadt ein Beschwerdemanagement.
Andreas Hirsch möchte ein solches Management auch für Vereine und Verbände etablieren. Markus Kretschmann plädiert dafür die Friedhofstore generell offen zu halten. Das funktioniert auch in Gernsheim gut, wo er Ordnungsamtsleiter ist.
Bei den Wegen geht Bürgermeister Werner Amend ins Detail. Diese bestünden aus Bessunger Kies. Dort kommt immer wieder Unkraut hoch. Die Bauhofs Mitarbeiter dürften aber nicht mit Unkrautvernichtungsmitteln arbeiten. Und so lockerten sie die Wege immer wieder auf, wenn sie Unkraut jäteten. Bei den von parkenden Autos verursachten Engpässen auf den Bürgersteigen liegen die Bewerber nicht weit auseinander. Grundsätzlich sei es Sache der Ordnungsbehörde, deren Chef der Bürgermeister ist. Dort müssten entsprechende Anfragen gestellt werden. Grundsätzliche Planungen gehörten ins Parlament. Dort sollte der städtische Behindertenbeauftragte gehört werden, wie der erste Stadtrat Andreas Hirsch anmerkt. Das Amt, das nicht gesetzlich vorgeschrieben sei, gebe es in Riedstadt seit 2009.
Für Markus Kretschmann sollte der Behindertenbeauftragte klare Richtlinien in Riedstadt erstellen, und er sollte in jeder Legislaturperiode vom Parlament neu gewählt werden. Der Behindertenbeauftragte könne dann entscheiden, ob er einen Beirat zur Unterstützung benötige.
Beim Thema Bustransfer sprechen sich Andreas Hirsch und Marcus Kretschmann für den Versuch eines Sammeltaxis aus. Werner Amend sieht dagegen hier rechtliche Probleme.
Zum Punkt "Wohnungsbau" weisen Werner Amend und Andreas Hirsch auf die knappe Verfügbarkeit von Bauland hin. Marcus Kretschmann will erst einmal eine genaue Analyse vornehmen um dann Entscheidungen zu treffen.
Bei den Preisen für die Seniorenfahrten müssen die Kandidaten darauf hinweisen, dass es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt handelt, die kostendeckend sein muss.
Die Fahrten seinen meist ausverkauft und mit Warteliste versehen bilanziert Werner Amend.
Andreas Hirsch bringt einen Seniorenpass ins Spiel, um finanziell schwächere Rentner unterstützen zu können. Marcus Kretschmann kann sich auch Ausflugsziele in der näheren Umgebung vorstellen, damit so Kosten gesenkt werden.

Nach 90 Minuten endete die Veranstaltung pünktlich.

Bericht von Oliver Manthey, OV Crumstadt

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