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Pflegebegleitung
Informationen zur Pflegebegleitung in Geretsried

Wissen Sie, dass es für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2 das Landespflegegeld gibt? Klicken Sie hier!


Die VdK-Pflegebegleiter in Geretsried

Christina Bock leitet die Gruppe der Pflegebegleiter in Geretsried

Christina Bock leitet die Gruppe der Pflegebegleiter in Geretsried© VdK-Geretsried

Es kommt ganz plötzlich – meist ohne Vorwarnung. Der betagte Vater oder die Mutter sind unversehens pflegebedürftig. Ob Schlaganfall, Schenkelhalsbruch oder ein anderes plötzlich auftretendes Gebrechen – die Angehörigen sind gefragt. Die überwiegende Mehrheit der Angehörigen nimmt diese Herausforderung an. Etwa drei Viertel der Pflege wird im häuslichen Umfeld geleistet. Angehörige, z.B. Ehepartner, erwachsene Kinder, aber auch Nachbarn oder Freunde tragen die Hauptlast der häuslichen Versorgung. Sie kümmern sich oft über Jahre hinweg rund um die Uhr um ihre Pflegebedürftigen.

Pflegende Angehörige vereinsamen häufig. Sie sind durch lang andauernde Pflege körperlich und seelisch erschöpft. Sie haben keine Zeit mehr für sich selbst. Die Gefährdung der eigenen Gesundheit ist oft eine Folge davon. Die zeitliche Belastung kann in die soziale Isolierung führen.

Aufgabe der Pflegebegleitung ist es, die Pflegebereitschaft und -fähigkeit der Angehörigen zu erhalten und zu sichern. Wesentliche Elemente sind die psychosoziale Beratung, begleitende Unterstützung und Entlastungsangebote. Denn schon aus demographischen Gründen dürfte inzwischen jedem klar sein, dass die Betreuung der Menschen nur durch examinierte Altenpflegerinnen an der Finanzierung scheitert.

Seit 2008 gibt es in Geretsried die Pflegebegleiter des VdK-Ortsverbandes. Sie haben ein offenes Ohr für die Probleme der pflegenden Angehörigen. Pflegebegleiter sind keine Ersatzpfleger. Sie helfen aber, wenn sich Angehörige im Dickicht der Rechtsnormen, der Hilfen des Staates, der Pflegekassen und der sozialen Dienste nicht zu Recht finden. Sie erarbeiten zusammen mit den Pflegenden Lösungen für ihr individuelles Problem. Und oft genug reicht das Gespräch mit einem Menschen, der einfach zuhört und nicht gleich versucht, dem Pflegenden eine "Lösung" überzustülpen. Wer die kostenlose und ehrenamtlich geleistete Pflegebegleitung in Anspruch nimmt, erfährt Anerkennung, Zuspruch und Hilfe beim Erkennen der eigenen Situation.

Pflegebegleiter geben Anregungen zur Selbstreflexion und Selbstorganisation. Sie helfen Sinn- und Wertfragen zu klären und begleiten manchmal auch das Abschiednehmen und Trauern. Dabei sind Pflegeberater keine "Allwissenden". Sie kennen aber die Möglichkeiten der Hilfe und können Wege weisen. Gehen muss diese Wege der pflegende Angehörige aber selbst. Pflegebegleiter wollen treue Begleiter in schwierigen Zeiten sein. Dabei sind alle Gespräche durch Vertraulichkeit geschützt.

Wer sich Pflegebegleitung wünscht, kann telefonisch den Kontakt aufnehmen. Unter der Nummer Telefonnummer (08171) 238175 kann man den Anrufbeantworter der Pflegebegleitung erreichen, sein Anliegen nennen und um einen Rückruf bitten. Die Pflegebegleitung der VdK-Pflegebegleiter ist für alle Menschen offen, nicht nur für VdK-Mitglieder.


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Landespflegegeld

Wer pflegebedürftig ist, kann mit einer staatlichen Unterstützung rechnen. Das bayerische Kabinett beschloss 2018 die Einführung eines Landespflegegeldes in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr. „Ziel sei es, die Angehörigen finanziell zu entlasten und so mehr Würde für die häusliche Pflege zu ermöglichen“, schreibt die Staatsregierung auf ihrer Internetseite.

Wer bekommt das Landespflegegeld?
Antragsberechtigt sind alle Pflegebedürftigen mit dem ersten Wohnsitz in Bayern, bei denen mindestens der Pflegegrad 2 festgestellt ist. Den Anspruch auf das Pflegegeld haben Pflegebedürftige, egal ob sie zu Hause oder in einem Heim leben. Das Geld wird jeweils im September auf das Konto des Berechtigten überwiesen..

Das Landespflegegeld muss beantragt werden.
Ohne Antrag - kein Geld.

Wie hoch ist das Landespflegegeld?
Das Landespflegegeld beträgt 1.000 Euro pro Jahr. Als staatliche Fürsorgeleistung ist das Landespflegegeld eine nicht steuerpflichtige Einnahme. Eine Anrechnung auf andere Sozialleistungen erfolgt nur, wenn der Patient Hilfe zur Pflege nach dem Sozialhilfegesetz erhält.

Wofür kann der Pflegebedürftige das Geld ausgeben?
Das Landespflegegeld wird zweckfrei vergeben. Ein Nachweis, wie es verwendet wird, ist nicht nötig. Die Berechtigten „erhalten damit die Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun oder den Menschen eine finanzielle Anerkennung zukommen zu lassen, die ihnen am nächsten stehen: ihren pflegenden Angehörigen, Freunden, Helferinnen und Helfern“, schreibt das Bayerische Pflegeministerium.

Ab wann und bis wann kann man einen Antrag stellen?
Die Antragstellung ist ab sofort möglich. Für das laufende Pflegegeldjahr (1.10.17 bis 30.09.18) endet die Antragsfrist am 31.12.18.

Woher bekommt man das Antragsformular?
Antragsformulare gibt es bei den Finanzämtern, den Landratsämtern, dem Zentrum Bayern Familie und Soziales und natürlich hier.


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  1. Christina Bock leitet die Gruppe der Pflegebegleiter in Geretsried | © VdK-Geretsried

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