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Willkommen beim VdK-Ortsverband Geretsried
Hier erfahren Sie, was sich im Geretsrieder Ortsverband tut:

VdK Geretsried lädt seine Mitglieder zum Wiedersehensfest ein

Lange geplant und zwei mal wegen Corona verschoben, lädt der VdK-Geretsried nun seine Mitglieder zu einem Wiedersehensfest für Freitag, den 23. Juli 2021 von 15.00 bis 17.00 Uhr in die Geretsrieder Ratsstuben ein. Bei gutem Wetter sind für maximal 50 Mitglieder Plätze im Biergarten reserviert. Wenn das Wetter nicht passt, wird das Wiedersehen im Ratsstubensaal gefeiert.

FFP2-Maske

FFP2-Maske© KNF

Noch immer müssen die Vorschriften des VdK-Hygienekonzepts beachtet werden. Das bedeutet, dass nur Mitglieder mit einer vollständigen (zweifachen) Impfung Einlass finden können. Genesene mit aktuellem negativem Corona-Test können sich ebenfalls für diese Veranstaltung anmelden. Ob die Voraussetzungen für die Teilnahme am Fest gegeben sind, wird anhand der Impfnachweise, der Corona-App oder den von den Apotheken ausgestellten Bescheinigungen geprüft. Wer diese Unterlagen nicht vorzeigen kann, muss leider abgewiesen werden. Es wird keine Ausnahmen geben. Außerdem besteht generell Maskenpflicht (FFP2-Maske). Nur für die Dauer des Sitzens am Platz kann die Maske abgenommen werden.

Eine weitere Erschwernis ist, dass das Wiedersehensfest auf maximal 50 Personen beschränkt ist. Deshalb hält der VdK-Geretsried die telefonische Reservierung für unumgänglich. Wer am 23. Juli dabei sein möchte, muss die Impfnachweise bzw. die von den Apotheken ausgestellten Bescheinigungen bei der Buchung seiner Teilnahme bereits haben. Als Mitglied ruft er dann ab Montag, den 19.07.2021 das VdK-Vorstandstelefon 08171 / 23 87 506 an und spricht seinen Namen, seine Anschrift und Telefonnummer für einen Rückruf auf den Anrufbeantworter. Auch sollte die Anrufer mündlich versichern, dass er oder sie die medizinische Voraussetzungen zur Teilnahme hat. Wenn die Zahl der Angemeldeten die Marke von 50 Mitgliedern erreicht, können keine weiteren Zusagen zur Teilnahme gegeben werden. Spätestens am Donnerstag Abend wird die Anmeldeliste geschlossen.

Was erwartet die VdK-ler beim Wiedersehen. Erst mal die Freude, dass man sich nach 18 Monaten Pandemie wieder treffen kann. Cornelia Irmer und ihre Vorstandskolleginnen werden gewiss ein informatives und unterhaltsames Programm bieten. Außerdem bekommt man eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen spendiert. Wer sich etwas darüber hinaus bestellt, muss es selbst bezahlen.



VdK-Präsidentin zu BAG-Urteil:
„Es droht das Armageddon der häuslichen Pflege“

• Mindestlohn für ausländische Pflegehilfen, die Bedürftige zuhause versorgen
• VdK appelliert an Bundesrat, Pflegereform zu stoppen

Berlin, 24.6.2021 - Der VdK Deutschland fürchtet, dass nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zum Mindestlohn für ausländische Pflegekräfte die häusliche Pflege nun gänzlich kippt: „Es droht das Armageddon der häuslichen Pflege“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der „Funke-Mediengruppe“. „Durch die Pflegereform, die morgen vom Bundesrat verabschiedet werden soll, bekommen zuhause Gepflegte unterm Strich weniger Pflegegeld. Die Entlastungspflege wird teurer und nun schafft das Bundesarbeitsgericht mit seinem Urteil zur 24 Stunden Pflege Fakten für die häusliche Pflege. Rund-um-die-Uhr Pflege ist nur noch mit Mindestlohn legal. Für die allermeisten wird sie damit unbezahlbar. Das kommt davon, wenn Politik ein drängendes Problem jahrelang ausblendet. Das ist eine Bankrotterklärung für das ambulante Pflegesystem“, so Bentele weiter.

Das Bundesarbeitsgericht hatte am Donnerstag in einem Grundsatzurteil bestimmt, dass nach Deutschland vermittelte ausländische Pflege- und Haushaltshilfen, die Senioren in ihren Wohnungen betreuen, Anspruch auf Mindestlohn haben. Der Mindestlohn gelte auch für Bereitschaftszeiten, in denen die zumeist aus Osteuropa stammenden Frauen Betreuung auf Abruf leisteten, urteilten die höchsten deutschen Arbeitsrichter (5 AZR 505/20). Pflegefachleute und Gewerkschaften gehen von einigen Hunderttausend ausländischen Betreuungskräften für pflegebedürftige Menschen in deutschen Haushalten aus.

Plenarsitzung im Deutschen Bundesrat, der 2. gesetzgebenden Kammer

Blick in den Plenarsaal des Bundesrats, der zweiten gesetzgebenden Kammer© Bundesratsverwaltung

Bentele appellierte an die Mitglieder des Bundesrats nun wenigstens die Pflegereform am Freitag zu stoppen: „Der Bundesrat muss die Pflegebedürftigen und deren Angehörige vor dieser Reform schützen und sie an den Vermittlungsausschuss verweisen.“
Stimmt der Bundesrat der Pflegereform zu, hätten die Menschen, die ambulant versorgt werden, viel zu verlieren: „Durch den Preisverfall und die allgemeine Inflation bekommen sie immer weniger Pflege für ihr Geld. An der Höhe des Pflegegeldes hat sich seit 2017 nichts geändert. Die Pflegeleistungen sollen bis 2025 nicht angehoben werden, weil das Gesundheitsministerium das Geld dafür schon anderweitig ausgegeben hat. Ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 3 hat von 2017 an bis zum Jahr 2025 insgesamt 86 Euro im Monat weniger im Portemonnaie. Jeder Cent fehlt ihm bei der Versorgung.“

Pressekontakt: Heike Vowinkel, Mobil: 0151 26163180



VdK begrüßt überfällige Reform der Kinder- und Jugendhilfe
Exklusion von Kindern mit Behinderungen muss endlich beendet werden
Bentele: „Die Reform hat lange auf sich warten lassen.“


22.04.2021 - Heute wurde im Bundestag das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz beschlossen. „Es ist höchste Zeit, dass Kinder mit Behinderungen Unterstützung aus der Jugendhilfe erhalten“, freut sich VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Die Reform der Kinder- und Jugendhilfe ist überfällig.“

Jugendfreizeit

„Die Zeit der Corona-Krise hat uns gezeigt, dass insbesondere Kinder mit Behinderungen bei Gesetzesentwürfen oft vergessen werden“, so Bentele. „Umso mehr freuen wir uns, dass der Bundestag das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz nun weiter voranbringt. Ich fordere den Bundesrat daher auf, dem Gesetz zügig zuzustimmen.“

Die Frist für die Umsetzung der inklusiven Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe bis 2028 sei allerdings deutlich zu lang, mahnt die VdK-Präsidentin. „Kinder brauchen jetzt Hilfe. Der VdK wird die Umsetzung weiter kritisch begleiten.


Über 400 Organisationen unterzeichnen Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt im Superwahljahr 2021

Eine Frau mit Rollator und ein Mann im Rollstuhl vor einer Treppe

Berlin, 02.03.2021 - Mit der gemeinsamen Erklärung zeigen zum Auftakt des Wahljahres 435 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie gemeinsam klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. Mit Sorge beobachten die Verbände, wie versucht wird, eine Stimmung zu erzeugen, die Hass und Gewalt nicht nur gegen Menschen mit Behinderung, psychischer oder physischer Krankheit schürt, sondern gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren.

„Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Und wir sind nicht alleine: Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen“, heißt es in der Erklärung. Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Heute sei daher plötzlich „wieder an der Tagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt“, warnen die Unterzeichnenden.

Die Mitzeichnenden, die von Organisationen der Selbsthilfe über Förder- und Inklusionsorganisationen bis zu Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege reichen, zeigen sich entschlossen, Hass und Hetze entgegenzutreten: „Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet“, heißt es in der Erklärung.

Durch Aufklärung, Beratung und öffentlichkeitswirksame Aktionen soll durch verschiedenste Aktivitäten der Unterzeichnenden „für eine menschliche und lebenswerte Zukunft für uns alle“ geworben werden. Ziel der Mitzeichnenden ist es, im Superwahljahr ein Zeichen für Demokratie zu setzen. Sie betonen, es komme auf jede Stimme an und fordern auf, zur Wahl zu gehen.

Verena Bentele wirbt für Mitgliedschaft im VdK

Unterzeichnet wurde die Erklärung unter anderem vom Sozialverband VdK Deutschland, dem Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, den Fachverbänden für Menschen mit Behinderung, dem Paritätischen Gesamtverband und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie. Bislang wird die Erklärung bundesweit von weit mehr als 400 Verbänden, Initiativen und Einrichtungen mitgetragen.

VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Der VdK steht für eine menschliche Gesellschaft – für soziale Gerechtigkeit und Solidarität zwischen allen Menschen, die in Deutschland leben. Wir werden uns immer dagegen wehren, dass Personengruppen ausgegrenzt oder gegeneinander ausgespielt werden. Nur gemeinsam erreichen wir eine Gesellschaft, in der wir gut und gerne leben wollen. Deshalb sehen wir es als unsere Pflicht, aktiv gegen alle einzutreten, die Menschen aufgrund von Alter, Geschlecht, Behinderungen, Religion oder Herkunft diskriminieren.“

Der gesamte Erklärungstext und die Liste der Mitzeichnungen ist online unter http://www.wir-fmv.org/ abrufbar.

Hintergrund: Bereits im April 2018 und im November 2019 haben sich zahlreiche Verbände öffentlich gegen Versuche aus den Reihen der AfD positioniert, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen herabzuwürdigen und für rassistische Stimmungsmache zu instrumentalisieren.


Lockdown verschärft:
Ab heute sind FFP2-Masken vorgeschrieben

Stadt wirkt als Verteiler für gespendete FFP2-Masken

Stadt wirkt als Verteiler für gespendete FFP2-Masken. Auch der VdK-Geretsried wird mit 200 kostenlosen Masken bedacht.© VdK Geretsried

25.01.2021 - Künftig müssen wir in Bussen und Bahnen sowie beim Einkauf bessere Masken tragen. Das beschlossen Bund und Länder die letzte Woche. In Bayern sind die weißen FFP2-Masken vorgeschrieben, wie sie Bürgermeister Michael Müller und Ortsvorsitzende Cornelia Irmer im Bild oben tragen.

Die FFP2-Maske filtert Tröpfchen besser als die bekannten, teils selbst gebastelten Stoffmasken. Der Vorteil der FFP2-Masken ist, dass sie nicht nur die Mitmenschen vor den Viren schützen, sondern man auch selbst vor den Viren anderer geschützt bleibt. Bayern hat sie deshalb in Bus, Bahn und Geschäften verpflichtend gemacht. Die Hoffnung dabei: Wenn mehr Leute bessere Masken tragen, könnte der Lockdown schneller beendet werden.

Die Firma LOXXESS Pharma GmbH in Geretsried hat für Geretsried eine größere Zahl der Masken gespendet mit dem Wunsch, diese an die Bürger weiterzuleiten. Neben anderen Vereinen wie Feuerwehr, DLRG etc., hat auch der VdK-Geretsried ein Stück von dem "Kuchen" abbekommen. Cornelia Irmer hat heute 200 Masken aus der Hand des Bürgermeisters bekommen. Danke an LOXXESS und die Stadt, die sich die Mühe gemacht hat, die Spende an die Vereine zu bringen.

Der Ortsverband will nun die Masken an Mitglieder weitergeben, für die die Maskenpflicht auch eine finanzelle Belastung darstellt. Die zertifizierten Masken sind nicht ganz billig. Sie kosten im Handel zwischen 1,50 und 6 Euro.

Der Ortsverband gibt die kostenlosen Masken an Mitglieder weiter, die Bezieher von Grundsicherung, Hartz-IV-Empfänger, Sozialcard-Inhaber oder Empfänger vergleichbarer Sozialleistungen sind. Mitglieder, für die das infrage kommt, rufen einfach den Ortsvorstand unter der Telefonnummer 08171 / 23 87 506 an und sprechen auf den Anrufbeantworter. Bitte Name, Adresse und Telefonnummer für den Rückruf hinterlassen. Alles Weitere wird dann telefonisch vereinbart.

Masken pflegen und mehrfach benutzen

Wenn Sie Ihre FFP2-Maske richtig behanden, können Sie sie auch mehrfach benutzen. Am einfachsten ist: Man nimmt jeden Wochentag eine andere – und hängt die anderen Masken zum Trocknen auf. Mögliche Tröpfchen mit Coronaviren sind nach einer Woche weggetrocknet – das kann man fünfmal machen.
Doch nicht jeder hat sieben Masken zuhause...

Auch die Methode im Backofen kann FFP2-Masken desinfizieren, allerdings gibt es hier einiges zu beachten. Wenn man die FFP2-Masken in einem Backofen bei 80 Grad für eine Stunde erhitzt, sollten alle CoV-2-Erreger vollständig inaktiv sein. Davor sollte die Maske aber mindestens einen Tag an der Luft trocknen. Außerdem muss sich dringend an die 80 Grad gehalten werden, da sich die FFP2-Masken schon ab 90 Grad verformen können und nicht sichtbare Materialschäden auftreten können.

Aber: Unter 80 Grad können die Viren in der Maske überleben. Die Forscher der FH Münster empfehlen, den Backofen auf Ober- und Unterhitze einzustellen, da sich die Erreger bei Umluft im Ofen im Luftzug verbreiten können. Nach dem Erhitzen muss die Maske auf Schäden kontrolliert werden. Diese Vorgehensweise kann höchstens fünfmal wiederholt werden, anschließend sollte die Maske weggeworfen werden, so die Experten der FH Münster. Und: Die Backofen-Methode eignet sich nicht für FFP2-Masken mit einem Atemventil oder welchen, die formstabil (Körbchenmodell) sind.


Lockdown stoppt Unterstützung unserer Mitglieder

12.01.2021 - Für Geretsrieder VdK-Mitglieder, die Grundsicherung, Wohngeld, Hartz IV, Sozialhilfe oder eine niedrige Rente beziehen, eine Sozialcard oder die Berechtigung für die Geretsrieder Tafel haben, hatte der Vorstand Einkaufsgutscheine im Wert von je 25 € bereitgestellt. Die Aktion sollte bis 31.01.2021 andauern. Bisher sind mehr als 50 Mitglieder in den Genuss der Gutscheine gekommen.

Der verfügte verschärfte Lockdown hat nun dazu geführt, dass der VdK-Geretsried seine Unterstützung für bedürftige Mitglieder einstellen musste. Die notwendige Prüfung der Unterlagen, mit der die Bedürftigkeit nachgewiesen werden muss, lässt sich bei den derzeitigen Kontaktbeschränkungen nicht mehr durchführen. Der Verband muss nämlich nachweisen, dass die Zuwendung den steuerrechtlichen Vorgaben der Abgabenordnung entspricht. Dazu muss er sich die Kopie der Bescheide über Grundsicherung, Wohngeld etc. besorgen und für spätere Kontrollen des Finanzamtes dokumentieren.

„Es ist gar nicht so einfach Gutes zu tun“, meinen dazu VdK-Ortschefin Cornelia Irmer und ihre Vorstandskolleginnen. „Wenn die Corona-Beschränkungen wieder gelockert werden, werden wir unsere Hilfe für berechtigte Mitglieder wieder aufnehmen. Versprochen!“


Rechtzeitig zu Weihnachten:
VdK-Geretsried unterstützt Mitglieder

05.12.2020 Nikolaustag - Die Pandemie fordert von uns viele Einschränkungen. Wer allein lebt, ist besonders betroffen. Es fehlen die sozialen Kontakte. Einsamkeit breitet sich aus. Das ist in der Advents- und Weihnachtszeit besonders schmerzlich.

Der Ortsvorstand des VdK-Geretsried hat sich viele Gedanken gemacht, wie er seine Mitglieder betreuen kann. Viele bekamen vom ihm Post - ein Zeichen der Verbundenheit. „Wir vergessen Euch nicht“, schreibt Vorsitzende Cornelia Irmer.

Der geplante Neujahrsempfang wird nicht stattfinden können und ist abgesagt. Mindestens bis April 2021 werden die Mitglieder noch warten müssen, bis Zusammenkünfte wieder möglich werden - der Pandemie wegen.

Einkaufsgutschein

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Für Geretsrieder VdK-Mitglieder, die Grundsicherung, Wohngeld, Hartz IV, Sozialhilfe oder eine niedrige Rente beziehen, eine Sozialcard oder die Berechtigung für die Geretsrieder Tafel haben, hat der Vorstand nochmals beschränkte Mittel zusammengekratzt. Der Verband verteilt Einkaufsgutscheine im Wert von 25 €, die in einem der Geretsrieder Penny-Läden in Zahlung gegeben werden können. Die Aktion endet am 31.01.2021.

Mitglieder, die diese Voraussetzungen erfüllen, können sich vertrauensvoll an den Ortsvorstand unter der Telefonnummer 08171 / 23 87 506 wenden. Dort ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Alle Anrufe werden streng vertraulich behandelt. Wer auf dem Anrufbeantworter seinen Namen, seine Telefonnummer und seine Anschrift hinterlässt, wird zuverlässig kontaktiert. Alles Weitere wird dann telefonisch besprochen.


Haussammlung wegen Corona abgebrochen
VdK-Geretsried bittet um kontaktlose Spenden

09.11.2020 Jedes Jahr im Herbst läuft die Spendenaktion des Sozialverband VdK Bayern. Auch in Geretsried waren in den letzten Wochen zwei fleißige Damen des Ortsverbandes von Haus zu Haus unterwegs, um für den VdK zu sammeln. Wegen der neuen bayerischen Corona-Vorschriften mussten die beiden Sammlerinnen ihre Bitten um eine Spende bei den Geretsrieder Bürgern einstellen und zuhause bleiben.

Die Einnahmen der Sammlung sollten dieses Jahr vor allem für unbürokratische Einzelfallhilfen für in Not geratene Menschen verwendet werden. Dabei dachte man an die Mitbürger, denen man unmittelbar vor Ort helfen wollte – Bürger, deren Not die Verantwortlichen in den Ortsvorständen persönlich kannten und beurteilen konnten. Geholfen werden sollte zum Beispiel mit Lebensmittelgutscheinen, notwendigem Ersatz für defekte Haushaltsgeräte oder Kostenzuschüssen für Medikamente undTherapien, die von den Kassen nicht übernommen werden. „Jeder Euro hilft! Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die den VdK in diesem Krisenjahr unterstützen“, so Cornelia Irmer, Vorsitzende des VdK-Geretsried. „Weil unsere Sammlerinnen wegen der Pandemie nicht mehr unterwegs ein durften, bitten wir die Geretsrieder um eine Spende auf unser Konto bei der Sparkasse“ (Sparkasse Geretsried IBAN: DE94 7005 4306 0570 0626 53 BIC: BYLADEM1WOR).

Die bargeldlose Spende per Überweisung hat auch einen Vorteil: Das Finanzamt akzeptiert den Spendenbetrag bis 200 € allein durch die Vorlage des Kontoauszuges an, weil der VdK als mildtätig und gemeinnützig anerkannt ist. Coronasicher ist eine solche Spende allemal.

Der Geretsrieder VdK hofft, dass im nächsten Jahr die Sammlung dann wieder im persönlichen Kontakt stattfinden kann. Bis dahin, setzt er auf telefonische Kontakte. Unter der Nummer (08171) 2387506 kann man den Ortsvorstand erreichen, pflegende Angehörige erhalten Beratung unter Tel. (08171) 238175. Bei beiden Nummern ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der werktäglich abgehört wird. Die Unterstützung bei der Abfassung von Patientenverfügungen, Betreuungsverfügungen und Vorsorgevollmachten, die der Verband für seine Mitglieder leistet, muss bis zur Aufhebung der Kontaktbeschränkungen ausgesetzt bleiben.


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Die Corona-Pandemie und die behördlichen Anweisungen haben uns veranlasst, alle VdK-Veranstaltungen bis auf weiteres abzusagen. Das gilt auf für das Musical Anatevka im Waitzinger Keller in Miesbach. Heben Sie Ihre Eintrittskarte auf, evtl. wird die Vorstellung später nachgeholt.



Die Sozialrechtsexperten der Kreisgeschäftsstelle beraten wieder persönlich. Anmeldung zum Beratungsgespräch Tel. 0 80 41 / 76 12 53




Wir lassen Euch nicht im Regen stehen!
VdK Geretsried schreibt alle 1.440 Mitglieder an

Der Vorstand steht im Regen, damit seine Mitglieder nicht im Regen stehen

Der Vorstand steht im Regen, damit seine Mitglieder nicht im Regen stehen© VdK Geretsried

09.07.2020 - Die Covid-19-Pandemie hat den VdK Geretsried stark getroffen. Alle Veranstaltungen, Feste, Ausflüge sowie der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern, Geburtstags-und Krankenbesuche fielen aus. Menschen, die beim VdK Mitglied sind, gehören oft zur Gruppe der gesundheitlich besonders Gefährdeten. Aufgrund ihres Alters und von Vorerkrankungen gehören sie zur Gruppe der Risikopatienten. Dem VdK-Vorstand blieb also nichts anderes übrig, als die wichtige Betreuungsarbeit für die Mitglieder einzustellen: „Rien ne va plus“.

Doch was macht ein Vorstand, der sich selbst nicht einmal zu Sitzungen treffen kann, um auszuloten, was er für die Mitglieder tun kann? Sich telefonisch zu verständigen, ist sehr aufwendig und zeitraubend. Also blieb dem Gremium nur die Möglichkeit, Videokonferenzen einzuberufen. Glücklicherweise haben alle Vorstandsmitglieder Internet und konnten sich mit dem Gedanken anfreunden, virtuell Sitzungen abzuhalten. Inzwischen kennt man das ja aus der Kommunikation der Regierungschefs in Europa bis hin zum Kreistag von Bad Tölz-Wolfratshausen.

Etwas holprig fand ein erster Probelauf statt. Auch wenn die Kommunikation in einem Video-Chat gewöhnungsbedürftig ist, entschieden das Team der Vorsitzenden, bestehend aus Cornelia Irmer, Gisela Lucht und Edith Peter, „das versuchen wir einfach mit allen Vorstandsmitgliedern“.

Gesagt - getan. Zum vereinbarten Zeitpunkt befanden sich alle Vorstände zu Hause vor ihren Computern. Auf dem jeweiligen Bildschirm waren in kleinen Kästchen alle Teilnehmer Live zu sehen. So konnte die Tagesordnung abgearbeitet werden. Wer etwas beitragen wollte, hob die Hand. Cornelia Irmer, die die Sitzung leitete, erteilte das Wort.

Schnell war man sich einig, dass man irgendetwas für die über 1.440 Mitglieder in Geretsried tun müsse. Ein Zeichen sollte gesetzt werden, damit die Mitglieder in Quarantäne wissen, dass es da Menschen gibt, die an sie denken. Doch wie könnte ein solches Zeichen aussehen? „Wir können unsere Mitglieder doch nicht im Regen stehen lassen“, war ein spontaner Satz in dieser Video-Konferenz. Plötzlich war klar, dass das eine großartige Idee ist: Wir lassen unsere Mitglieder nicht im Regen stehen, sondern senden ihnen als kleines Zeichen der Verbundenheit einen Regenschutz. Schnell wurde man bei Dimetria-VdK gGmbH fündig. Diese VdK-eigene Integrationsfirma bot einen blauen Poncho an. Es wurde die Kassiererin Eva Draut befragt, ob wir uns 1.500 Ponchos zum Verschenken leisten könnten. Die Antwort war ein Ja-aber. Wir schaffen das nur, wenn wir keine Portokosten für den Versand haben. Spontan meldete sich fast die ganze Vorstandscrew. Sie würden die kleine Aufmerksamkeit für die Mitglieder austragen – wenn es sein muss, sogar im Regen!

Und so geschah es dann. Zusammen mit einem persönlichen Brief wurde der Regenschutz eingetütet und ausgetragen. Übrigens: wer keinen Poncho erhalten hat (warum auch immer), kann sich gerne an den Vorstand wenden. Ein paar Ponchos hat er noch in Reserve.

1.440 Sendungen werden eingetütet.

1.440 Sendungen werden eingetütet, um sie an die Mitglieder in Geretsried zu verteilen. Das übernimmt das Vorstandsteam© VdK Geretsried

Das Echo aus der Mitgliedschaft war überwältigend. Viele Mitglieder riefen die Nummer des Vorstandes (Tel.-Nr. 23 87 506) an und bedankten sich, dass man an sie gedacht hatte. Damit hatten sie nicht gerechnet. Schön auch, dass in dem Brief an die Mitglieder auch auf die Hilfsmöglichkeiten des VdK hingewiesen wurde. Mitglieder die eine Sozialcard haben, Wohngeld oder Sozialhilfe erhalten oder in Grundsicherung leben, könnten aus Mitteln des Ortsverbands eine einmalige Beihilfe in Form eines Einkaufsgutschein über 25 € erhalten.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit für Mitglieder in schwierigen Lebenssituationen einen Beihilfeantrag zu stellen. Orts- und Kreisverband stellen dazu je nach Haushaltslage Mittel bereit. Wer sich also in einer finanziellen Notlage befindet, kann sich unter der Tel.-Nr. 23 87 506 (Anrufbeantworter) vertrauensvoll an den Vorstand wenden. Alle Anrufe werden streng vertraulich behandelt. Wer auf dem Anrufbeantworter seinen Namen, seine Telefonnummer und seine Anschrift hinterlässt wird zuverlässig von einem der Vorstandsmitglieder kontaktiert. Alles Weitere wird dann telefonisch besprochen.

Die Aktion „Wir lassen unsere Mitglieder nicht im Regen stehen“ ist beendet. Sie hat bei vielen Mitgliedern ein wenig Freude gebracht und gezeigt, dass der VdK auch in schwierigen Situationen auf seine Mitglieder achtet. Nur hoffen alle Geretsrieder Mitglieder auf die weitere Lockerung der Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie, damit die Stammtische, Ausflüge, Besuchsdienste und vieles mehr wieder stattfinden können. Fazit des Vorstandes: „Ihr fehlt uns sehr!“




Hände halten eine Geldbörse mit wenigen Cent darin

Für besonders von der Corona-Krise Betroffene:
VdK Geretsried beschließt Ausgabe von Einkaufsgutscheinen

21.04.2020 – Es ist immer das Gleiche: wer von Grundsicherung leben muss, eine Sozialcard erhalten hat oder Wohngeldempfänger ist, gehört zu dem Personenkreis, der es in einer Krise besonders schwer hat. Der Sozialverband VdK kümmert sich um diese Menschen, die nicht auf Rosen gebettet sind. Seine sozialpolitischen Forderungen zielen auf die Linderung und Verhinderung von Altersarmut, auf soziale Ausgewogenheit zwischen den Generationen und Einkommensschichten.

Als die Corona-Pandemie ins Blickfeld geriet, wurde allen Bürgern empfohlen, zu Hause einen Vorrat für mindestens zehn Tage anzulegen. Berechnungen dazu ergaben, dass pro Haushalt dafür mindestens 300 € ausgegeben werden müssten. Schon damals fragte der VdK, wie das Menschen, die Grundsicherung, Sozialhilfe und niedrigen Rente beziehen, finanzieren sollten. Von ihren geringen Einkünften leben sie von der Hand in den Mund. Rücklagen können Sie nicht bilden.

Aufgrund der Corona-Krise sind die meisten Tafeln geschlossen. Konnten manche Menschen noch von ihnen profitieren und einmal wöchentlich Nahrungsmittel kostenlos bekommen, so ist diese Quelle inzwischen versiegt.

Deshalb haben der Paritätische Wohlfahrtsverband und der VdK Deutschland gemeinsam für Hartz IV Bezieher und Menschen in Grundsicherung 100 Euro zusätzlich im Monat gefordert. Passiert ist jedoch nichts.

Die Bundesregierung hat vorbildlich für die Wirtschaft und den Mittelstand gehandelt. Nur für die armen Menschen ist nichts geschehen. Das darf nicht so bleiben.

Beim Geretsrieder VdK ist klar, dass er das Problem nicht lösen kann. Aber vor Ort will er ein Zeichen setzen. Der Vorstand des VdK Geretsried hat deshalb in einem per E-Mail gefassten Beschluss sich dafür entschieden, Mitgliedern, die eine Sozialcard haben, Wohngeld oder Sozialhilfe erhalten oder in Grundsicherung leben müssen, aus Mitteln des Ortsverbandes einmalig einen Einkaufsgutschein in Höhe von 25 € zu geben. Er ruft seine Mitglieder, für die das zutrifft, auf, sich vertrauensvoll an den Ortsvorstand unter der Telefonnummer 08171 / 23 87 506 zu wenden. Alle Anrufe werden streng vertraulich behandelt. Wer auf dem Anrufbeantworter seinen Namen, seine Telefonnummer und seine Anschrift hinterlässt, wird zuverlässig telefonisch kontaktiert. Dann wird auch besprochen, wie der Nachweis über die Berechtigung geführt wird und wie man an den Einkaufsgutschein von 25 € kommt.

Die Mittel des Ortsverbandes sind beschränkt, sie werden nach Eingang der Telefonate abgearbeitet. Derzeit stehen für die Aktion 1.000 € zur Verfügung. Ob die Mittel nochmals aufgestockt werden können, werden die Verantwortlichen zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Grundsätzlich besteht für alle VdK-Mitglieder die Möglichkeit in schwierigen Lebenssituationen einen einmaligen Beihilfeantrag zu stellen. Wer sich also in einer finanziellen Notlage befindet, kann sich ebenfalls über die oben angegebene Telefonnummer vertrauensvoll an den VdK Geretsried wenden.

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Corona-Virus: Beim VdK-Geretsried geht fast alles - telefonisch

Telefonsprechstunde

Telefonsprechstunde© VdK Deutschland

31.03.2020 – Die Gesundheit der Menschen ist das höchste Ziel, das Politik und Gesellschaft jetzt verfolgen müssen. Cornelia Irmer, ehrenamtliche VdK-Chefin von Geretsried hat mit ihrem Vorstands-Team im Einklang mit den Anordnungen der Staatsregierung alle Veranstaltungen des Verbandes bis auf Weiteres abgesagt. Betroffen sind davon auch die Sitzungen des Vorstandes selbst, der sich jetzt nur noch telefonisch abstimmen kann.

Die Betreuung der über 1.400 Mitglieder in Geretsried ist deshalb schwierig geworden. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 60 ½ Jahren. Damit gehören fast alle zur Risikogruppe der älteren Menschen. „Sie zu schützen ist das höchste Gut“, sagt Cornelia Irmer, „da sind die Einschränkungen angebracht, mit denen wir leben müssen“. Und sie fügt hinzu: „Bleibt‘s dahoam und bleibts‘s gesund!“

Auch die Kernkompetenz des VdK erfährt Einschränkungen. Die Sozialrechtsberatung der Kreisgeschäftsstelle in Bad Tölz, ist nur noch telefonisch (Tel.: 08041 / 76 12 53), über Fax (08041 / 761 25 40) oder eMail (kv-badtoelz@vdk.de) möglich. Die bisherigen Sprechstungen im Geretsrieder Rathaus finden erst wieder statt, wenn sich die Lage normalisiert hat.

Alle sozialrechtlichen Anliegen, von der Antragstellung bis hin zu dringenden juristischen Terminen werden jedoch weiterhin bearbeitet. Der VdK lässt seine Mitglieder nicht „im Regen“ stehen. Wer bereits einen Termin in einer VdK-Geschäftsstelle vereinbart hatte, bekommt durch das VdK-Team einen telefonischen Ersatztermin angeboten. In den Fällen, in denen die VdK-Mitglieder einen Bescheid der Rentenversicherung, der Pflegeversicherung, der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen, des Schwerbehindertenrechts, der Krankenversicherung, der Unfallversicherung oder der Arbeitsförderung (Jobcenter) etc. erhalten haben, ist wegen der Frist um Einlegen eines Widerspruchs von einem Monat besondere Eile geboten. Wer also mit dem, was die Krankenkasse oder Sozialbehörde geschrieben hat, nicht einverstanden ist, sollte sich möglichst schnell telefonisch im der Kreisgeschäftsstelle in Bad Tölz melden. Dort wird dann geprüft, welche rechtlichen Schritte gegangen werden müssen.

Übrigens: Keiner möge bitte verzagen, wenn er nicht gleich einen Rechtsberater „an der Strippe“ hat. Die Beratungsgespräche dauern natürlich länger, als nur die Terminvereinbarung für die Spechstunge im Geretsrieder Rathaus…

Das Vereinsleben in Geretsried steht jetzt still. Dem Ortsvorstand kann man seine Anliegen auch nur mehr telefonisch auf den Anrufbeantworter sagen (08171 2387506). Stammtische, Busausflüge etc. sind aufgeschoben. Über seinen Internetauftritt www.vdk.de/ov-geretsried kann man sich informieren. Wer sich für den Newsletter des Ortsverbandes angemeldet hat, erfährt dort, was sich so beim VdK tut.

Aber auch für die persönlichen Nöte gibt es Hilfe. VdK-Vorstandsmitglied Daniela Wagner hat in ihrer Pflegezentrale in Geretsried ein Kontakttelefon für ältere und pflegebedürftige Bürger eingerichtet hat. Das Angebot richtet sich an alle, "die verunsichert sind, einen Service nachfragen wollen oder einfach den Kontakt zur Außenwelt suchen". Das Telefon ist persönlich besetzt.

Das Kontakt-Telefon ist erreichbar unter 08171/9081940. "Wenn der Anschluss besetzt ist, sollte man auf den Anrufbeantworter sprechen", sagt Daniela Wagner, "ich kann ja nur immer ein Gespräch führen". Wer seine Rufnummer hinterlässt, wird zurückgerufen.

Beim VdK wird oft über die Gemeinschaft der „VdK-Familie“ gesprochen. Jetzt ist es eine gute Zeit, die Freunde und Bekannten auch aus dieser „Familie“ anzurufen, zu fragen, wie es geht und ob jemand Hilfe braucht. Die Zeiten, in denen an der Telefonzelle der Slogan stand „Fasse Dich kurz“ sind vorbei. Mal eine Stunde zu telefonieren, ist ganz tröstlich in der Zeit der Einschränkung der Kontakte und der Quarantäne…


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Sozialverband VdK sagt Münchner Großdemonstration am 28. März 2020 wegen Corona-Virus ab

VdK-Demo abgesagt

Aufgrund des sich in Bayern und ganz Deutschland weiter verbreitenden Corona-Virus hat sich der Sozialverband VdK Bayern dazu entschlossen, die für Samstag, 28. März 2020, in München geplante Großdemonstration „Soziales Klima retten!“ abzusagen. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Doch an erster Stelle stehen die Gesundheit und der Schutz aller Demonstrationsteilnehmer, unter denen viele Ältere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen sind. Wir wollen niemanden gefährden“, erklärt VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher. Lesen Sie hier unsere aktuelle Pressemitteilung: Zur Pressemitteilung}



VdK-Geretsried fragt:
Brauchen Hartz-IV-Empfänger und Geringverdiener keine Notvorräte?


Die Absage der Groß-Demonstration des VdK Deutschland hat viele Mitglieder des VdK verunsichert und enttäuscht. Aus Geretsried wollten mehr als 50 Mitglieder zur Demo „Rente für alle“ am 28.03. nach München fahren. Die Absage macht allen klar: das Corona-Virus ist nicht harmlos. Großveranstaltungen bergen das Risiko, sich anzustecken.

Dass es einige Tage bei Aldi in Geretsried kein Mehl mehr gab und manche Regale in Geschäften leergeräumt waren, zeigt, wie die Menschen auf die Bedrohung reagieren. Doch nicht nur Lebensmittel sind zum Teil ausverkauft, auch Einmalhandschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel suchen Kunden in Drogeriemärkten und Apotheken häufig vergebens. Es gibt sogar Versorgungsengpässe bei Kliniken und die Bundesregierung hat die Ausfuhr solcher Hilfsmittel soeben verboten..

Unabhängig von der Corona-Epedemie rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schon seit Jahren zu einer privaten Notfallvorsoge. „Bürger werden angehalten, sich einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln für einen Zeitraum von zehn Tagen anzulegen“, heißt es im Zivilschutzkonzept des Bundesamtes.

Das BBK empfiehlt in einer Checkliste etwa 20 Liter Getränke und 14,5 Kilo Nahrung pro Person, die „trocken und vorrätig gelagert“ werden sollten. Eine Liste mit den Verfallsdaten wird empfohlen, um Vorräte rechtzeitig vor deren Ende austauschen und verzehren zu können. Die Kosten der Vorsorge für den Ernstfall schätzt man für eine vierköpfigen Familie auf etwa 300 Euro.

Die Empfehlung des BBK ist für Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Kleinrentner reine Theorie. Sie müssten den Notfallvorrat aus ihrem Regelsatz aufbringen, einen Zuschuss dafür gibt es vom Staat nicht. „Sofern also leistungsberechtigte Personen auf Grund des vom Kabinett beschlossenen Zivilschutzkonzeptes einen persönlichen, ausreichenden Vorrat an Lebensmitteln anlegen wollen, so müssen sie, ebenso wie Menschen mit geringem Einkommen, die hierfür erforderlichen Ausgaben eigenverantwortlich aus dem ihnen zur Verfügung stehenden Budget finanzieren“, schreibt das Bundessozialministerium auf Anfrage.

Es ist allseits bekannt, dass das Hartz IV-Budget für Nahrung und Getränke 150,60 Euro pro Leistungsbezieher monatlich ausweisen (Stand: 01.01.2020). Da ist es schlicht unmöglich, davon noch zusätzlich Vorräte anzulegen.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband, dem auch der Sozialverband VdK angehört, kritisiert die Entscheidung des Bundessozialministeriums, den Betroffenen keine Sonderzuschläge zu genehmigen, unterdessen als „zynisch“ und „menschenunwürdig“. „Wenn die Regierung diese Vorschläge ernst meint und möchte, dass sie von der Bevölkerung ernst genommen werden, dann muss sie dafür Sorge tragen, dass auch jeder Mensch sie umsetzen kann“, so der Verband der Freien Wohlfahrtspflege. Dem schließt sich der VdK-Geretsried uneingeschränkt an. (ab)

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