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Wie können für Familien bessere Bedingungen im Alltag, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt geschaffen werden? Diesen Fragen ging der 8. Thüringer Sozialgipfel auf den Grund. Auch der VdK war mit dabei.
„Familien stärken! Herausforderungen einer modernen Familienpolitik“ hieß das Motto der Veranstaltung, zu der neben dem VdK Hessen-Thüringen der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Landesseniorenrat, der Sozialverband Deutschland sowie der Seniorenverband BRH eingeladen hatten. Etwa 100 Teilnehmer konnte der Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Stefan Werner, im Erfurter Landtag willkommen heißen.
Den Anfang machten persönliche Berichte von Frauen, die Einblicke in ihr Familienleben gaben. So stellte eine in Vollzeit berufstätige Mutter von vier Kindern fest, dass es für Alleinerziehende wie sie an niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten und finanziellen Hilfen fehle. Den anstrengenden Alltag pflegender Angehöriger schilderten zwei Frauen, die Familienmitglieder versorgen. Zur Sprache kam auch die starke finanzielle Belastung für Pflegebedürftige und ihre Familien. Zwar gebe es vielfältige Angebote zur Unterstützung von Pflegebedürftigen und Pflegenden, diese würden jedoch oft wegen bürokratischer Hürden und starr gefasster Regelungen nicht in Anspruch genommen.
In seinem Grußwort unterstrich Ministerpräsident Bodo Ramelow, unsere Gesellschaft müsse in allen Belangen familienfreundlicher werden. Vor allem Familien mit vielen Kindern und Alleinerziehende benötigten stärkere Unterstützung. „Kinder müssen uns viel mehr wert sein“, brachte Ramelow es auf den Punkt. Dem stimmte auch Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands, zu, der zum Thema „Familien in Spannungsfeld sozialer Verantwortung“ referierte.
Massive Wohnungsnot
In Diskussionen und Workshops war anschließend Gelegenheit zum intensiven Austausch. Der stellvertretende VdK-Landesvorsitzende Gottfried Schugens widmete sich – unterstützt von Dr. Jan Steinhaußen, Geschäftsführer des Landesseniorenrats – dem Schwerpunkt Wohnen. Um dem gravierenden Mangel an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum entgegenzuwirken, sei der verstärkte Bau von Sozialwohnungen ebenso unabdingbar wie die Einrichtung von Förderprogrammen, die Mieter davor schützen, beim Wegfall der Sozialbindung ihre Wohnung aufgeben oder nur zu ungünstigeren Konditionen halten zu können, hob Schugens hervor. In ihrem Schlusswort resümierte die Thüringer Sozialministerin Heike Werner treffend: „Es bleibt noch viel zu tun, bleiben wir dran.“
Alle Ergebnisse des Gipfels fasst ein Forderungspapier zusammen, das Sie hier herunterladen können:

VdK-TV: „Was ist Altersdiskriminierung?“ Von wegen Teilhabe und Selbstbestimmtheit: Ältere Menschen werden in vielen Bereichen der Gesellschaft benachteiligt – etwa bei der Gesundheitsversorgung, auf dem Arbeitsmarkt, bei Finanzgeschäften. Experten beleuchten, dass die Ausgrenzung von Älteren sogar vor dem Ehrenamt nicht haltmacht.
Altersdiskriminierung zieht sich durch viele Bereiche in der Gesellschaft. Auch uns berichten ältere VdK-Mitglieder von Benachteiligungen. Hier geht es nicht nur um unbewilligte Kredite. Oft ist die Diskriminierung strukturell. Aber ab wann spricht man denn genau von Altersdiskriminierung?
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