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Gesundheit

Im Laufe des Lebens durchlebt jeder Mensch Krisen und Probleme. Die meisten schaffen es in der Regel, diese Situationen allein oder mit Hilfe von Familie oder Freunden zu bewältigen. Manchmal geht es einem psychisch jedoch so schlecht, dass das Leben stark beeinträchtigt wird. Ebenso wie bei körperlichen Erkrankungen können Betroffene auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und sich an eine psychotherapeutische Praxis wenden.

Der Weg zur Psychotherapie

Patienten können ohne Überweisung vom Hausarzt einen Psychotherapeuten aufsuchen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Der Psychotherapeut muss über eine Kassenzulassung verfügen, und beim Patienten muss eine psychische Störung mit Krankheitswert festgestellt werden. Finden Betroffene trotz langer Suche keinen Therapeuten, können sie auf Privatpraxen zurückgreifen. Die Kasse muss die Kosten erstatten, wenn der Nachweis erbracht wird, dass man vergeblich gesucht hat. Bei Problemen hilft der Sozialverband VdK, dieses Recht durchzusetzen.

Eine Behandlung beginnt mit einer psychotherapeutischen Sprechstunde, in der geklärt wird, ob eine psychische Erkrankung vorliegt und welche Behandlung empfehlenswert ist. Es können bis zu sechs Sprechstunden je 25 Minuten (bei Kindern und Jugendlichen bis zu zehn) durchgeführt werden. Die psychotherapeutische Sprechstunde ist die erste Kontaktmöglichkeit. Sie dient zur ersten Abklärung, ob eine psychische Erkrankung vorliegt. Folgende Behandlungen können sich an die Sprechstunde anschließen:

Akutbehandlung

Sie dient der Stabilisierung in Krisensituationen und soll Patienten zunächst entlasten. Dadurch kann auch eine genehmigungspflichtige Psychotherapie oder eine andere Behandlung, zum Beispiel eine Reha, vorbereitet werden. Eine Akutbehandlung umfasst bis zu zwölf Behandlungsstunden und kann in eine längerfristige Psychotherapie überführt werden.

Ambulante Psychotherapie

Hierbei geht es um die intensive, langfristige Bearbeitung einer psychischen Erkrankung. Die Dauer einer Psychotherapie ist abhängig vom jeweiligen Therapieverfahren, vom individuellen Therapieziel und vom Verlauf der Therapie. Psychotherapie kann einzeln oder in der Gruppe stattfinden.

Psychotherapie wird unter anderem bei folgenden Krankheitsbildern durchgeführt: Angststörungen, depressive Störungen, Zwangsstörungen, psychosomatische Störungen, Suchterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen.

Aller Aufklärung zum Trotz haben Menschen mit psychischen Erkrankungen immer noch mit den Folgen von Stigmatisierung zu kämpfen. Die Angst vor Ablehnung, Zurückweisung und Ausgrenzung ist für sie eine enorme Belastung. Vor allem Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen haben große Schwierigkeiten in der Arbeitswelt. Dabei sind die positiven Effekte von Arbeit auf den Krankheitsverlauf belegt.
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VdK-TV: Schnellere Hilfe bei psychischen Erkrankungen

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VdK-TV: Panik, Phobie, Furcht - über den Umgang mit Angststörungen

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"Die Angst - dein bester Freund", sagt der Extremkletterer Alexander Huber. Der Profibergsteiger weiß, wovon er spricht: Rund acht Jahre lang hatte er mit einer Angststörung zu kämpfen - bedingt durch den Stress seines Erfolges.© VdK-TV

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