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Hessentags-Großkundgebung mit mehr als 4000 Teilnehmern

Besuch vom Hessentagspaar (von links): Selma Kücükyavuz und Marcel Sedlmayer wurden vom neuen VdK-Landesvorsitzenden Paul Weimann und Landesvorstandskollegin Helma Schnell-Kretschmer begrüßt. "Es ist ein unglaubliches Bild, die Halle ist voll!", erklärte

Besuch vom Hessentagspaar (von links): Selma Kücükyavuz und Marcel Sedlmayer wurden vom neuen VdK-Landesvorsitzenden Paul Weimann und Landesvorstandskollegin Helma Schnell-Kretschmer begrüßt. "Es ist ein unglaubliches Bild, die Halle ist voll!", erklärte Marcel Sedlmayer© VdK Hessen-Thüringen

Seit 1975 kommen jedes Jahr Tausende Mitglieder zum Landestreffen auf dem Hessentag. Sie bildeten auch 2017 eine starke Kulisse für die Ansprachen des VdK-Landesvorsitzenden und des hessischen Ministerpräsidenten.
Dabei hatte Paul Weimann, seit 1. Juni neuer, kommissarischer Landesvorsitzender, eine echte Feuertaufe zu bestehen. Bei seinem ersten großen öffentlichen Auftritt in einer ehemaligen Opel-Werkshalle umriss er gleich vor mehr als 4000 VdK-Mitgliedern das sozialpolitische Grundsatzprogramm des Verbands. Die Premiere gelang: Der 60 jährige Paul Weimann ist "so der Tenor auf dem Landestreffen " nicht nur ein ausgezeichneter Redner, sondern auch ein guter Nachfolger von Karl-Winfried Seif, der die Führung des Landesverbands vor Ende seiner Amtszeit in jüngere Hände abgegeben hat.

Sehr beeindruckt zeigten sich auch die offiziellen Vertreter der Landtagsfraktionen. Bei ihren Grußworten äußerten sie sich allesamt begeistert über die große Anzahl der VdK-Mitglieder auf dem Landestreffen und lobten die Stärke und Bedeutung des Verbands.

VdK fordert Hessenpakt gegen soziale Spaltung
Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert einen Hessenpakt gegen soziale Spaltung. Der neue Landesvorsitzende Paul Weimann sagte vor mehr als 4000 Teilnehmern des VdK-Landestreffens auf dem Hessentag: "Trotz sehr guter Wirtschaftslage leben in Hessen mehr als 800.000 Menschen an oder unter der Armutsgrenze. Um deren Situation zu verbessern und ihre Zukunftschancen zu erhöhen, brauchen wir einen Kurswechsel in der Sozialpolitik."

Im Vorfeld der Bundestagswahl möchte der VdK mit der Aktion "Soziale Spaltung stoppen!" ein deutliches Signal setzen. "In der Eindämmung prekärer Arbeitsverhältnisse wie Minijobs, Leih- und Zeitarbeit sehen wir einen wichtigen Beitrag, um das Armutsproblem zu lösen", sagte Weimann. Durch eine Stärkung der staatlichen Rente könne Altersarmut verhindert werden. Damit Gesundheit für alle bezahlbar bleibe, sei eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge notwendig.

Vor den Spitzen der hessischen Politik, darunter auch Ministerpräsident Volker Bouffier und der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thorsten Schäfer-Gümbel, forderte Weimann einen "Hessenpakt gegen soziale Spaltung". Die hessische Landesregierung müsse ihr sozialpolitisches Engagement verstärken, um so die zunehmende Spaltung in Arm und Reich zu stoppen und eine Trendumkehr einzuleiten. Mehr getan werden müsse für die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen, die Versorgung mit bezahlbarem und angemessenem Wohnraum und die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Außerdem fordert der VdK eine Reform des Bildungs- und Teilhabepakets sowie den Erhalt der Versicherungsämter. "Es geht darum, mehr für die Menschen zu tun, die sich nicht selbst helfen können", sagte der VdK-Landesvorsitzende. "Dazu gehören Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranke, Kinder von Hartz-IV-Empfängern und Langzeitarbeitslose."

"Soziale Spaltung zu verhindern ist vernünftig und richtig", sagte der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Volker Bouffier. In den letzten Jahren habe die soziale Spaltung in Deutschland abgenommen. "Es gab noch nie eine Generation, der es so gut ging wie uns."

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