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Volkstrauertag

Im BA erschien am 17.11.2020 folgender Artikel:
Kirchengemeinden, VdK und Bürgermeister Glanzner legten Kränze auf den Friedhöfen nieder.

Kirchengemeinden, VdK und Bürgermeister Glanzner legten Kränze auf den Friedhöfen nieder.© Norbert Weinbach ___

Volkstrauertag
Bürgermeister und Pfarrerin rufen in ihren Reden zu Frieden und Dialog auf

Aus der Geschichte lernen

Am Volkstrauertag legten die Gemeinde und der VdK auf den Friedhöfen Süd und Nord Kränze nieder am Denkmal, das an gefallene Soldaten 1880/81, 1914/18 und 1939/45 erinnert. Auf dem Friedhof-Nord, wo es am Nachmittag im kleinen Kreis eine Trauerfeier gab, hatten auch die evangelische und katholische Kirche einen gemeinsamen Kranz niedergelegt. Neben Bürgermeister Helmut Glanzner waren sein Stellvertreter Christoph Schumacher mit Ehefrau, Gemeindevertreter Reimund Strauch und Pfarrerin Katrin Hildenbrand anwesend. Sie ging in ihrer Rede auf die Kriege ein und mahnte zum Frieden.
Dazu gehörte auch ein Zitat des Propheten Micha über die Menschen. „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken“.

Kriegsende war eine Befreiung

Bürgermeister Glanzner erinnerte ans Kriegsende 1945, den Weltkrieg mit Millionen Toten. „Bis zuletzt wurden Juden, Sinti und Roma oder Zwangsarbeiter auf Todesmärschen umgebracht, inhaftierte NS-Gegner, aber auch viele einfache Soldaten und Zivilisten wegen angeblicher Wehrkraftzersetzung noch hingerichtet“. Das Kriegsende sei für die überlebenden NS-Verfolgten im existenziellen Sinne eine Befreiung gewesen.
Der Krieg sei Folge eines erbarmungslosen Machtanspruchs gewesen, der von weiten Teilen der Bevölkerung zuvor bejubelt worden sei. Der folgende Aufbruch sei entbehrungsreich gewesen. Es entwickelte sich in Westeuropa ein einmaliges Friedens-, Freiheits- und Wohlstandsmodell. Der Westen habe zu einem friedlichen Miteinander gefunden. Im Osten sei er steiniger gewesen. Erst die weitgehend friedlichen Revolutionen von 1989 und die europäische Integration hätten die Trennung überwunden. Dann sei es aber zu neuen Kriegen gekommen, stellte Glanzner fest.
Die Generation, die noch in jungen Jahren den Krieg mit Angst vor Tod und Verfolgung, Zerstörung und Hunger, den Verlust von oft weit entfernt und einsam verstorbenen Angehörigen, erlebt habe, wisse, was Krieg, aber auch was Frieden und Freiheit bedeuten und wie Zusammenhalt durch Zeiten voller Not führt. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie sollten wir ihnen beistehen und zuhören. „Ihre Erinnerungen an jüngere Generationen weiterzugeben, könnte nicht friedensstiftender sein und ist uns Auftrag an diesem Volkstrauertag und darüber hinaus“ so der Bürgermeister.
Glanzner lenkte den Blick auch auf die Schicksale von Schutzsuchenden, die über das Mittelmeer fliehen. Die Pandemie verschärfe Entwicklungen. Glanzner erinnerte auch an Anschläge wie in Hanau, in Frankreich, in Wien. Im geeinten Europa dürfe „der innere Friede nicht durch Uneinigkeit und Gewalt zu einem rein äußerlichen Vertragsfrieden degenerieren“. Man müsse aus der Geschichte lernen, in Europa eine Kultur des Dialogs und des gegenseitigen Respekts schaffen.

Die Opfer nicht vergessen

Im digitalen Raum würden politische Diskurse vielfach populistisch geführt, warnte Glanzner vor Hassreden und ihren Folgen. Wahrhaften Frieden zu stiften bedeute, inneren Frieden zu suchen und äußeren Frieden aktiv zu fördern. „Die Opfer von Krieg und Gewalt dürfen nicht vergessen werden.“ Mit der Gedenkveranstaltung setze man gemeinsam ein Zeichen für Frieden in Europa und der ganzen Welt.
„Wir alle können einen wichtigen Teil dazu beitragen“, so Glanzner.

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