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Jahresfeier 2019 im KuB Denzlingen

Der VdK ist eine ganz starke Stimmer
Positive Jahresbilanz bei der traditionellen Jahresfeier im Kultur- & Bürgerhaus
Zur traditionellen Jahresfeier am Dreikönigstag lud der Denzlinger VdK-Ortsverband in den Lothar-Fischer-Saal des Kultur- und Bürgerhauses ein. Neben zahlreichen Mitgliedern und Angehörigen

Prominenz 2019

Prominenz aus Kommune,(Bgm. Markus Hollemann) Landkreis (Landrat Hanno Hurth)und Bund (MdB Peter Weiß)kam zur Jahresfeier des VdK.© Helmut Gall

kamen dazu auch einige prominente Gäste der Kommune, des Landkreises und des Bundestages. Das VdK-Vorstandsteam hatte dazu wieder ein abwechslungsreiches Programm zum geselligen Beisammensein zusammengestellt.

Morasch &

Anita Morasch (Akkordeon) und Georgy Dzharashneli (Violine) bei ihrem Auftritt.© Helmut Gall

Nach einer ansprechenden musikalischen Einleitung durch Anita Morasch (Akkordeon) und Georgy Dzharashneli (Violine), die bis zur Pause noch weitere Male auftraten, hieß die VdK-Vorsitzende, Elfriede Behnke, alle Gäste willkommen, an der Spitze neben Bürgermeister Markus Hollemann als Hausherr auch Landrat Hanno Hurth und den Bundestagsabgeordneten Peter Weiß. Andere geladene Vertreter hatten sich in persönlichen Schreiben entschuldigt.

Sternsinger 2019

Die Sternsinger warben um Unterstützung für Kinder mit Behinderungen.© Helmut Gall

Eine „Sternsingergruppe“ stattete auch diesmal einen Besuch bei der VdK-Jahresfeier ab.
Die VdK-Vorsitzende beleuchtete in ihrem Grußwort nochmals einige Ereignisse des zurückliegenden Jahres, und zwar auf der großen politischen Ebene ebenso wie im lokalen Bereich. Der Sozialverband VdK verstehe sich als Verband, der nachhaltig die Interessen von Menschen mit Behinderung, der chronisch Kranken, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen vertrete. Sozialpolitisch habe der VdK mit fast zwei Millionen Mitgliedern in Deutschland großen Einfluss. Diese Stärke sei vor allem durch die Treue langjähriger Mitglieder begründet, zum Beispiel allein in Denzlingen 550 Personen. Der VdK habe 2018 die Gesetzgebung kritisch begleitet und „deutliche Akzente für soziale Gerechtigkeit“ gesetzt. So sei zum Beispiel die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung wieder eingeführt worden und die Diskussion um die Erwerbsminderungsrente in Bewegung gekommen.
„Gesamtgesellschaftliche Aufgabe“
Nicht zuletzt sei auch die Mütterrente angehoben worden, allerdings sei diese mit dem Fehler behaftet, dass sie allein von der Rentenkasse getragen werde. Dies müsse unbedingt korrigiert werden, da Erziehungsarbeit „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ sei und deshalb „aus Steuermitteln finanziert“ werden müsse, wie Behnke betonte. Letztlich fordere sie mit dem VdK „Gerechtigkeit für alle Mütter und Väter“, und zwar konkret: „Alle müssen für ihre Erziehungsleistung drei Rentenpunkte erhalten, unabhängig davon, wann ihr Kind geboren ist.“ Es gehe vor allem um Gerechtigkeit für alle Mütter, denn diese hätten zuerst die Kinder erzogen, ehe sie die Eltern und Schwiegereltern pflegten.
Viele Frauen seien für die Familie da und leisteten wichtige Arbeit. Oft müssten sie deshalb ihre berufliche Tätigkeit immer wieder unterbrechen, wobei der „ Lohn“ für diese Leistung „weniger Rentenpunkte und eine kleine Rente“ sei. Nach einer Reihe weiterer sozialer Forderungen betonte die Denzlinger VdK-Vertreterin, dass die Zeit „reif für weitere tief greifende Reformen“ sei. Die Rente müsse zum Leben reichen und Gesundheit, Pflege und Wohnen bezahlbar sein. „Altersarmut muss aktiv bekämpft werden“.
Trotz oder gerade wegen der vielen Hausforderungen gehe man motiviert und engagiert in das Jahr 2019, ein „Wahljahr“, in dem neben den Wahlen zum Gemeinderat und Kreistag auch jene für das Europaparlament stattfänden. Dazu forderte sie alle Besucher auf zu kandidieren und auf alle Fälle zu wählen, da es in der Tat auf jede Stimme ankomme.
„Eine ganz starke Stimme“ Nach diesen ausführlichen sozialpolitischen Worten der VdK-Vorsitzenden sprach Bürgermeister Markus Hollemann als KuB-Hausherr ein Grußwort, in dem er das ehrenamtliche Engagement der VdK-Mitglieder lobte. Der VdK sei in Deutschland „eine ganz starke Stimme“. Peter Weiß betonte als sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Bundestag, dass man im vergangenen Jahr in der Großen Koalition wesentliche Punkte der VdK-Forderungen bereits realisiert habe, zum Beispiel die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung. Beifall erntete der Abgeordnete für seine Forderung nach angemessen guter Bezahlung für Pflegekräfte.
Auch Landrat Hanno Hurth nutzte die Gelegenheit, vor den Denzlinger VdK-Mitgliedern, auf einige wichtige Neuerungen im Landkreis hinzuweisen. Denzlingen sei im Landkreis Emmendingen, die am besten vom öffentlichen Personennahverkehr erschlossene Gemeinde. Dies hänge damit zusammen, dass hier die Züge der Elztalbahn und der Rheintalbahn Halt machten. Das im Frühjahr 2014 eingeführte Buskonzept habe sich bewährt und werde sehr gut angenommen. Nach derzeitigem Planungsstand sei die Elektrifizierung der Elztalbahn für das Jahr 2020 vorgesehen. Die Vorbereitungen für den dann notwendigen Schienenersatzverkehr würden im laufenden Jahr erfolgen. Geplant sei eine Mischung aus langsamen und schnellen Bussen, die in Denzlingen an die Schiene anschließen. Die Züge der Elztalbahn werden dann nur zwischen Freiburg und Denzlingen pendeln, wobei Denzlingen zentraler Umsteigebahnhof vom und zum Schienenersatzverkehr im Elztal sei.
„Gesundheitsdienstleister der Region“
Der Kreistag habe eine personelle Verstärkung des Pflegestützpunktes im Landkreis beschlossen, zumal die Pflege und Betreuung älterer und kranker Menschen für viele Familien und Angehörige eine große Herausforderung sei. Darüber hinaus habe der Kreistag einen sogenannten „Kreispflegeausschuss“ eingesetzt, in welchem alle mit der Pflege befassten Institutionen und Einrichtungen vertreten seien, so auch der VdK.
Auch das Thema Breitbandausbau schnitt Landrat Hurth an und verwies darauf, dass dieser im vergangenen Jahr in der ersten Stufe abgeschlossen worden sei. So seien bereits 95 Prozent der Haushalte im Landkreis mit mindestens 30 Mbit/s - und 85 Prozent mit mindestens 50 Mbit/s versorgt. Trotzdem gebe es noch einiges zu tun, um die restlichen Haushalte wie gewünscht an das Breitbandnetz anzuschließen. Dabei rechne man angesichts des Investitionsvolumens von über zwölf Millionen Euro allerdings mit einer großzügigen Förderung durch Bund und Land.
Nach dem aktuellen Bau einer neuen Tiefgarage für das Kreiskrankenhaus in Emmendingen sei die Neugestaltung des Operationsbereiches und der zentralen Notaufnahme vorgesehen. Dieses sogenannte „Maßnahmenpaket 2“ sei das derzeit größte Bauvorhaben des Landkreises, wodurch man die Versorgung der Patienten weiter verbessern - und die Stellung des Kreiskrankenhauses als „zentralen stationären Gesundheitsdienstleister“ der Region festigen wolle.
Der Akkordeonverein sorgte schließlich noch für die musikalische Unterhaltung im zweiten Teil der Jahresfeier, während der Gemischte Chor der Concordia für die Bewirtung sorgte.

Besucher der Jahresfeier 2019

© Helmut Gall

Gut besucht war auch dieses Jahr die Jahresfeier des VdK im KuB.

Vorstand und Austräger 2019

Das derzeitige Vorstandsteam mit Helfern (Boten)..© Helmut Gall

Bilder und Text: Helmut Gall, VHzH

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  1. Prominenz 2019 | © Helmut Gall
  2. Morasch & | © Helmut Gall
  3. Sternsinger 2019 | © Helmut Gall
  4. Besucher der Jahresfeier 2019 | © Helmut Gall
  5. Vorstand und Austräger 2019 | © Helmut Gall

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