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Chronik des Ortsverbandes

Der 2. Weltkrieg war gerade drei Jahre zu Ende. Büdesheim und alle anderen Gemeinden in der Bundesrepublik hatten zu dieser Zeit den großen Flüchtlingsstrom aus den ehemaligen deutsche Ostgebieten aufzunehmen. Viele ehemalige Soldaten waren noch in Gefangenschaft und viele Angehörige hatten noch keine Nachricht über das Schicksal ihrer vermissten Angehörigen. Die Kriegsopfer hatten neben den Folgen des Krieges noch ihre persönlichen Probleme zu tragen. Kriegsversehrte konnten infolge ihrer erlittenen Verwundungen vielfach ihren früheren Beruf nicht mehr ausüben. Kriegerwitwen und Hinterbliebene standen vor der schweren Aufgabe, ihr Leben alleine in die Hände zu nehmen. In den Jahren nach dem Krieg hatten sich auch in Hessen Kriegsopfer entschlossen, einen Verband zu gründen, der unter anderem zum Ziel hatte, den Mitgliedern bei der Bewältigung ihrer Sorgen zu helfen und ihnen zu ihren Rechten zu verhelfen.

Kurz nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wandte sich der damalige Kreisverbandsvorsitzende des Kreises Friedberg, Max Zahn, an die Herren Otto Nau und Heinrich Thorn mit dem Vorschlag, in Büdesheim einen Ortsverband zu gründen. Die beiden Herren gingen an die Arbeit. Es war Ihnen möglich, bis zur Gründungsversammlung am 18.1.1948 dreißig Kriegsopfer zu gewinnen.

Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: Otto Nau II (1. Vorsitzender), Albin Binder (2. Vorsitzender), Fritz Heep (Rechner), Walter Schütz (Kassierer), Käthe Ulrich (Hinterbliebenenbetreuerin), Irmgard Faß und Marga Buxmann.

Aufgrund einer schweren Erkrankung als Folge seiner Kriegsverletzungen musste Otto Nau nach 1 ½ jähriger Tätigkeit das Amt des 1. Vorsitzenden niederlegen. Ihm folgte Wilhelm Westphal als 1. Vorsitzender.

Unter dem Vorsitz von Wilhelm Westphal wuchs die Ortsgruppe auf über 100 Mitglieder an. Das 1951 in Kraft getretene Bundesversorgungsgesetz stellte große Anforderungen an den Vorstand, in erster Linie an den Vorsitzenden und die Hinterbliebenenbetreuerin. Es mussten die Ansprüche der Mitglieder beantragt, ergangene Bescheide überprüft und zum Teil angefochten werden.

Die VdK Ortsgruppe machte sich innerhalb der Gemeinde auch einen Namen durch die Veranstaltung von Bunten Abenden und Faschingsbällen. Viele Jahre ließ es sich der VdK nicht nehmen, durch Festwagen beim Büdesheimer Laternenfest dabei zu sein.

Der VdK Büdesheim war maßgeblich an der Errichtung des Ehrenmals für die Opfer der beiden Kriege beteiligt. Der Vorsitzende Westphal stand dem von der Gemeinde gebildeten Ausschuss vor. Den Entwurf, die Planung sowie die Bauleitung übernahm Rudolf Holz, der auch in den Jahren 1956 bis 1959 Vorsitzender der Ortsgruppe war.
Rudolf Holz hat sein soziales Engagement auch dadurch unter Beweis gestellt, in dem er nahezu 40 Jahre ehrenamtlich im Versehrtensport als Übungsleiter tätig war. Er hat seine persönlichen Aktivitäten mit einer Vielzahl von nationalen Titeln gekrönt und unzählige Meistertitel in Hessen erlangt. Seit 1997 ist er Inhaber des Ehrenbriefes des Hessischen Ministerpräsidenten.

Neben Rudolf Holz waren im Vorstand tätig. Wilhelm Westphal (2. Vorsitzender), Herbert Tränkle (Kassierer), Franz Rotter (Schriftführer), sowie Käte Ullrich, Irmgard Fass, Marga Buxmann und Wilhelmine Helmich.

Nach dem Wegzug von Herrn Tränkle übernahm Franz Rotter zusätzlich das Amt des Kassierers. Auch hier bewegte Franz Rotter mit seiner unnachahmlich schönen Handschrift die Geschicke des Ortsverbandes. Auch in der Zeit, als der Ortsverband Ratespiele im Saalbau König viele Jahre öffentlich durchführte, stand Franz Rotter ebenfalls mit Zeitaufwand und Handreichungen zur Verfügung.

Von 1960 bis 1964 führte Karl Leiss den Vorsitz.

Seit 1965 bis 1983 war Franz Löw für die Ortsgruppe tätig. Seiner Organisation sind die alljährlichen Feiern zum Volkstrauertag zu danken. Die Renovierung des Ehrenmals geht auf seine Initiative und des damaligen Bürgermeisters und ersten Beigeordneten Wolfgang Kloss zurück. Unter dem Vorsitzenden Löw wurden die Ausflüge für die Mitglieder so ausgebaut und gestaltet, dass sie zu einem schönen Erlebnis, auch für die zum Teil schon recht betagten Mitglieder wurden.

Obwohl der Ortsverband keine vermögende Organisation war, war es immer möglich, Weihnachtsfeiern zu gestalten und den über 70-jährigen aus diesem Anlass kleine Geschenke zukommen zu lassen. Ebenfalls gedachte die Ortsgruppe den Älteren über 70 an ihrem Geburtstag und die Verstorbenen ehrte sie mit einem Kranz als letzten Gruss.

Dem Vorstand unter Franz Löw gehörten Mitglieder an, die ihre Tätigkeit zum Teil schon über 10 Jahre ausübten. Genannt werden soll hier besonders Wilhelmine Helmig, die trotz ihrer 86 Jahre noch immer regen Anteil am Geschehen hatte und nach Möglichkeit keine Verstandssitzung versäumte.

In einer schwierigen Phase des Ortsverbandes hat Luise Krause, die seit 1952 Mitglied des VdK war, im Jahre 1984 den Vorsitz des OV Büdesheim übernommen. 18 Jahre lang hat sie dem VdK Büdesheim ihren persönlichen Stempel aufgedrückt. Sie hat unzählige Veranstaltungen organisiert und den Ortsverband nach Außen vertreten. Der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern war ihr stets ein Anliegen.

In den Jahren 2002 – 2006 leitete Franz Rotter, der viele Jahre dem VdK verbunden war, nun als 1. Vorsitzender die Geschicke des Ortsverbandes Büdesheim. Im wurde 2006 die Ehrenurkunde des VdK verliehen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er 2006 für das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr kandidieren.

Seit November 2014 leitet Heinz-Jürgen Faubel als Vorsitzender den VdK Ortsverband Büdesheim.

Die Vorsitzenden des VdK Ortsverbandes Büdesheim

1948 - 1950 Otto Nau
1950 - 1956 Wilhelm Westphal
1956 - 1959 Rudolf Holz
1960 - 1964 Karl Leiss
1965 - 1983 Franz Löw
1984 - 2002 Luise Krause
2002 - 2006 Franz Rotter
2006 - 2014 Gerd Ulrich
2014 - Heinz-Jürgen Faubel

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