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2020

21.01.2021

Elektronische AU-Bescheinigung erst ab Oktober 2021

Mit einer Verschiebung im Bereich der sogenannten AU-Bescheinigungen begann 2021. Ursprünglich sah das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vor, dass Ärzte die Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen ihrer Patienten bereits ab Januar 2021 nur noch elektronisch an deren Krankenkassen übermitteln sollten. Da die dafür notwendige Technik jedoch nicht rechtzeitig flächendeckend für alle Praxen und Kassen zur Verfügung gestellt werden konnte, erfolgt eine Verschiebung auf den 1. Oktober 2021. Ab dann ist die elektronische AU-Bescheinigung für alle Praxen Pflicht und Versicherte müssen die Durchschrift des „Gelben Scheins" nicht mehr selbst an ihre Krankenkasse senden. Auch der Start des Versands der elektronischen AU-Bescheinigung von den Krankenkassen an die Arbeitgeber war zunächst früher, nämlich für Januar 2022, vorgesehen gewesen. Hier ist eine Verschiebung auf den 1. Juli 2022 vorgesehen.

VdK-Diskussionsrunde zur Landtagswahl:
Livestream am 5. März

Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg führt am 5. März eine Podiumsdiskussion anlässlich der Landtagswahl am 14. März 2021 durch. Alle Interessierten können per Livestream ab 18 Uhr dabei sein. Der neue Landeschef Hans-Josef Hotz diskutiert mit Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann, dem SPD-Landesvorsitzenden und -Spitzenkandidaten Andreas Stoch (MdL), dem FDP/DVP-Fraktionsvize Jochen Haußmann (MdL) und dem Vorsitzenden der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Schwarz (MdL). Der Fokus soll auf Gesundheit, Pflege und Rente gelegt werden, aber auch die Themenkomplexe Behinderung/Inklusion und Armut/Teilhabe sollen zur Sprache kommen.
Zum Livestream geht es über den VdK-BW-YouTube-Kanal oder überhttps://www.vdk.de/www.vdk-bawue.de mit der Möglichkeit, sozialpolitische Fragen an das Podium zu formulieren. Auf der Homepage gibt es auch die wesentlichen Forderungen des Landesverbands zu den VdK-Kernthemen Rente, Gesundheit, Pflege, Behinderung und Armut zum Download.

Stiftung Anerkennung und Hilfe:
Anträge noch bis 30. Juni 2021 möglich

Seit 2017 können Menschen, die früher in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie körperliche oder psychische Gewalt erlebten, bei der „Stiftung Anerkennung und Hilfe“ Gehör finden und Entschädigungsleistungen beantragen. Die Antragsfrist wurde jetzt nochmals verlängert – bis zum 30. Juni 2021. Die Stiftung Anerkennung und Hilfe ist bundesweit vertreten. Informationen und Adressen der Anlauf- und Beratungsstellen gibt es unter www.stiftung-anerkennung-hilfe.de, ein allgemeines Infotelefon unter (0800) 221 221 8. Für Betroffene entscheidend ist der aktuelle Wohnsitz. Konkret geht es um Menschen, die als Kinder/Jugendliche in Behindertenheimen der Bundesrepublik zwischen dem 23. Mai 1949 und dem 31. Dezember 1975 oder in der DDR zwischen dem 7. Oktober 1949 und dem 2. Oktober 1990 Leid erfahren haben. Im Südwesten befindet sich die Stiftungsberatungsstelle beim Sozialverband VdK Baden-Württemberg, Johannesstraße 22, 70176 Stuttgart, Telefon (0711) 61956-76, https://www.vdk.de/stiftung-anerkennung-hilfe-bw@vdk.de.

Barrieren im Haus?
KfW-Zuschuss wieder verfügbar

Der Zuschuss für Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren im Haus (455-B) kann wieder bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. In 2021 stehen dafür 130 Millionen Euro zur Verfügung. Der Zuschuss beträgt für Einzelmaßnahmen, zum Beispiel eine befahrbare Rampe beim Hauseingang, zehn Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 5000 Euro. Und für den Standard „Altersgerechtes Haus“ kann es 12,5 Prozent geben, maximal 6250 Euro. Der Antrag ist im KfW-Zuschussportal im Internet zu stellen: www.kfw.de/info-zuschussportal Für pflegebedürftige Menschen (ab Pflegegrad 1) kann die Pflegekasse bis zu 4000 Euro als Zuschuss für Maßnahmen zahlen, die die Pflege zuhause erleichtern oder dem Pflegebedürftigen wieder eine selbstständige Lebensführung ermöglichen. Dies kann zum Beispiel der Einbau einer barrierefreien Dusche sein. Wichtig: Stets ist der Antrag vor Beginn der Umbaumaßnahme zu stellen.

Stuttgart, 12. Januar 2021

VdK-Landesvorsitzender Hotz:

„Bei Pflege keine halben Sachen machen!“

Sozialverband VdK plädiert für umfassende Pflegereform – Kritik an Spahn-Eckpunkteprogramm erneuert

Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg begrüßt die in Gang gekommene Diskussion nach einer baldigen und umfassenden Pflegereform, um den hohen und stetig steigenden Eigenanteilen der Bewohner von Pflegeheimen Einhalt zu gebieten. „Wir sind froh, dass unser jahrelanger Appell an die Politik, den dringenden Handlungsbedarf nicht weiter zu ignorieren, jetzt beachtet wird“, betonte der Landesverbandsvorsitzende Hans-Josef Hotz. Gleichwohl wiederholt Hotz seine Bedenken an dem von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im November 2020 vorgelegten Eckpunkteprogramm für eine Pflegereform und hält diese insbesondere für nicht ausreichend: „Die reinen Pflegekosten bei 700 Euro monatlich zu deckeln, beseitigt das Armutsrisiko pflegebedürftiger Heimbewohner nicht“. Denn nach dem Spahn-Modell müssten die Betroffenen auch weiterhin die nicht unerheblichen Pflegeinvestitionskosten, die Unterkunfts- und die Verpflegungskosten tragen, hebt Hotz hervor. Insofern widerspricht er auch dem Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, der kürzlich das Spahn-Reformmodell gelobt und als „einmalige Chance“ bezeichnet hatte.

Reformvorschläge greifen zu kurz

Hans-Josef Hotz verweist in diesem Zusammenhang auf die durchschnittlichen Eigenanteile der Heimbewohner in Höhe von 2015 Euro im Monat bundesweit und auf die sogar 2350 Euro im Südwesten. Demgegenüber lägen die Eigenanteile bei den reinen Pflegekosten im Schnitt bei 786 Euro. Die Betroffenen könnten danach nur mit einer monatlichen Entlastung von 86 Euro rechnen. „Ein so geringer Entlastungsbetrag wird Pflegebedürftige kaum vor der Sozialhilfeabhängigkeit bewahren“, ergänzt Hotz.

Der Vorsitzende des Südwest-VdK spricht sich deshalb erneut für die Übernahme der Pflegeinvestitionskosten durch das Land aus, wie es bis zum Jahr 2010 der Fall war. Angesichts von durchschnittlich 440 Euro im Monat würde dies sofort für eine spürbare Entlastung bei den Betroffenen sorgen. In einem zweiten Schritt verlangt der Sozialverband VdK Baden-Württemberg eine Abkehr vom sogenannten Teilkasko-Prinzip. Die gesetzliche Pflegeversicherung solle, so Hotz, zu einer Vollversicherung – vergleichbar der gesetzlichen Krankenversicherung – umgebaut werden, um das Armutsrisiko bei Pflegebedürftigkeit generell zu bannen.
Für den VdK ist die Pflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch aus Steuermitteln zu finanzieren sei. Zudem plädiert Hans-Josef Hotz erneut für einen Finanzausgleich mit der privaten Pflegeversicherung. „Die verfügt wegen ihrer günstigeren Versichertenstruktur über ein Finanzpolster von gut 36 Milliarden Euro“, betont der VdK-Landeschef und erneuert seine Absage an private Pflegezusatzversicherungen, wie kürzlich vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) in die Diskussion gebracht.

Ulm, 27.12.2020

Informationen der Polizei

Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre Finanzen
Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten aus und bringen vor allem ältere Mitmenschen um Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände. Oft handelt es sich hierbei um sehr hohe Beträge. Doch woher wissen die Betrüger, wo etwas zu holen ist? Ganz einfach: Ihre Informationen erhalten sie meist direkt am Telefon mit geschickt gestellten Fragen.

Beachten Sie: Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre Finanzen!

Weitere Tipps finden Sie in unserem > Faltblatt „Vorsicht, Abzocke!“

Den Link zum Clip finden Sie hier: https://youtu.be/CCUjxwZP9o8

Irgendetwas stimmt nicht? Legen Sie auf und rufen Sie die echte Polizei über die 110.
Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten aus und bringen vor allem ältere Mitmenschen um Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände. Oft handelt es sich hierbei um sehr hohe Beträge. Grundsätzlich gilt am Telefon: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Ihnen erscheint etwas merkwürdig? Legen Sie sofort auf und wählen Sie dann selbst die Notrufnummer 110. Wir helfen Ihnen!

Weitere Tipps finden Sie in unserem > Faltblatt „Vorsicht, Abzocke!“

Den Link zum Clip finden Sie hier: https://youtu.be/KVgunAf8xGE

Die Polizei ruft niemals unter der 110 an.
Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten aus und bringen vor allem ältere Mitmenschen um Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände. Oft handelt es sich hierbei um sehr hohe Beträge.Besonders mies: Mit einer speziellen Technik können die Betrüger jede beliebige Nummer auf dem Telefon des oder der Angerufenen anzeigen lassen, sogar die Notrufnummer 110! Beachten Sie: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Nummer 110 an.

Weitere Tipps finden Sie auf: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/
Den Clip finden Sie unter: https://youtu.be/EXgMolZYd3Y

Stuttgart, 25.11.2020

Vorsicht: Abzocke wegen angeblichen Brancheneintrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

es wird zur Zeit über Fax- oder E-Mail oder sonstige Medien ein Brancheneintrag Baden - Württemberg beworben. Zugestellt wird ein fertiges Bestellformular, das nur noch, versehen mit Datum und Unterschrift zurückgeschickt werden soll. Im Kleingedruckten ist dann zu lesen, dass dieser Eintrag pro Jahr 899 € kosten soll und im Voraus bezahlt werden muss. Die Mindestlaufzeit des Vertrags soll zwei Jahre betragen.

Wir möchten Sie dringend warnen, auf ein solches Fax oder Mail zu reagieren.
Also: Bitte keine Unterschrift!!!

https://www.vdk.de/https://www.filrcast.de/data/h1zvkm/2456/brancheneintrag.jpg

Hier der Text aus dem Kleingedruckten...

„Leistungsbeschreibung und Geschäftsbedingungen der Digi Medien GmbH, 2701 Centerville Rd., New Castle County, 19808 Wilmington, Delaware: Mit Unterzeichnung dieser Offerte gilt diese als angenommen und zugleich als Auftrag und Vertragsdokument. Der Gegenstand dieses Vertrages ist die Veröffentlichung des hiermit offerierten Business Eintrages in unserem online Branchenbuch unter www.brancheneintrag.online. Die AGB, einsehbar unter www.brancheneintrag.online/agb, sind Vertragsbestandteil und werden mit der Unterschrift bestätigt. Der Unterzeichner bestätigt, dass seine Daten gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung veröffentlicht werden dürfen. Des Weiteren versichert der Unterzeichner, im Besitz der für den Abschluss dieses Vertrages erforderlichen Vollmacht zu sein. Die Veröffentlichung des Business Eintrages erfolgt unmittelbar nach Auftragserteilung, dies gilt zugleich als Auftragsbestätigung. Die Mindestvertragslaufzeit ist zwei Jahre. Die Eintragungsgebühr beträgt pro Jahr netto 899 € und ist im Voraus, nach Rechnungserhalt innerhalb von zehn Tagen zur Zahlung fällig. Dieser Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern dieser nicht mindestens drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit schriftlich gekündigt wird. Bitte beachten Sie, dass dies eine behörden- und kammerunabhängige Offerte ist. Es ist möglich, diesen Auftrag innerhalb von vierzehn Tagen nach Rücksendung schriftlich zu widerrufen.

Stuttgart, 11.11.2020

Statement von Hans-Josef Hotz, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg e.V., für Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten

Der Sozialverband VdK begrüßt grundsätzlich die Coronavirus-Testverordnung. Denn die Antigen-Schnelltests können beim alltäglichen Ablauf in den Pflegeheimen rasch für mehr Sicherheit sorgen. Das Risiko einer möglichen Virusverbreitung durch Pflegekräfte, andere Heimbedienstete, durch Besucher oder auch durch die Bewohner untereinander lässt sich so zwar nicht völlig verhindern, aber zumindest erheblich begrenzen, was wichtig ist. Schließlich gehören alte Menschen und insbesondere Ältere mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, COPD zu den besonders gefährdeten Risikogruppen. Die Heime müssen unterstützt werden, dass schnell und ausreichend Testkits vorhanden sind. Ebenso wichtig, ist genügend geschultes Personal in den Heimen.

Einen Lockdown in den Heimen mit totaler Isolation, wie im Frühjahr praktiziert, darf es nicht mehr geben. Denn direkte Sozialkontakte sind für Wohlbefinden und Gesundheit der Heimbewohner essentiell. Gerade bei den vielen Heiminsassen mit dementiellen Erkrankungen oder auch mit Depression oder Altersdepression können Kontaktverbote und soziale Isolation zu irreversiblen Krankheitsschüben führen, zumal für diese Menschen in der Regel die Nutzung der sozialen Medien und selbst das einfache Telefonieren keine Option sind. Deshalb sehen wir es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe an, risikoarme direkte zwischenmenschliche Kontakte zu ermöglichen. Dies bedeutet – neben der Unterstützung der Heime –, dass die Kosten für die Testungen und für den Mehraufwand der Pflegekräfte nicht den ohnehin schon von hohen Eigenanteilen gebeutelten Heimbewohnern auferlegt werden dürfen. Zu diesen Kosten müssen, neben Steuermitteln, vielmehr auch die privaten Kranken- und Pflegekassen mit herangezogen werden.

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