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Aktuelles

Der Ortsverband informiert:
Barrieren in Haus und Wohnung beseitigen – landesweite VdK-Wohnberatung. Seit gut einem Jahr führt der Sozialverband VdK Baden-Württemberg die Wohnberatung für seine Mitglieder auch landesweit durch. Es geht darum, vorhandene Barrieren in Haus oder Wohnung zu beseitigen oder zumindest zu reduzieren. Denn, nach wie vor fehlen behinderten- oder auch seniorengerechte Wohnungen. Das bereits seit 1995bestehende regionale VdK-Angebot wurde daher ausgedehnt. Gut 40 ehrenamtliche Wohnberater stehen derzeit dafür bereit. Außerdem fungiert die langjährige, hauptamtliche VdK-Wohnberaterin Ulrike Werner als Dreh- und Angelpunkt. An Werner können sich alle Personen wenden, die sich beraten lassen möchten oder die Interesse an der zukunftsweisenden VdK-Wohnberatertätigkeit haben. Kontakt: Ulrike Werner, Telefon (07732) 923636, u.werner@vdk.de

Senioren im Fokus der Kriminalität

Große Vorsicht ist geboten, wenn Handwerker beauftragt werden, so z.B:
Rohrreinigungsfirmen, Schlüsseldienste usw.
Hier werden oft (im Nachhinein) Wucherpreise verlangt. Im Zweifelsfall die Polizei anrufen.
Auch wenn Ablesedienste von Strom und Wasser überraschend und unangemeldet in die Wohnung möchten unbedingt den Ausweis zeigen lassen oder bei Unklarheiten die entsprechenden Stellen anrufen und fragen, ob es diesen Mitarbeiter auch wirklich gibt.
Aufpassen sollte man unbedingt auch beim Enkeltrick. Hier werden oft Unfälle o.ä. erfunden und Geld für eine vermeintliche Kaution verlangt. Zuerst einmal den Angehörigen oder die Verwandtschaft anrufen. Auf KEINEN Fall Geld an Fremde geben.
Polizei, Banken usw. rufen NIE zuhause an. Keine Daten oder Passwörter am Telefon mitteilen.
(Quelle: VDK-Zeitung, Oktober 2019)

Jetzt Darmspiegelung als Kassenleistung für Männer ab 50
Seit April 2019 können Männer schon ab dem 50. Lebensjahr eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen, die von der Krankenkasse bezahlt wird. Bislang stand die sogenannte Koloskopie den Versicherten erst ab 55 offen, informierte kürzlich die VdK Patienten- und Wohnberatung Baden-Württemberg in Stuttgart (Kontakt: www.vdk.de/patienten-wohnberatung-bw) die VdK-Zeitung. Wissenschaftliche Daten zeigten, dass Männer im Vergleich zu Frauen ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken. Männern wird daher nun schon ab 50 eine Darmspiegelung angeboten. Bei den Frauen bleibt es bei der Schwelle von 55 Jahren. Alle Versicherten sollen, so die VdK-Patientenberatung, ab Juli 2019 mit Erreichen des 50. Lebensjahrs von ihrer Kasse zur Darmkrebs-Früherkennung eingeladen werden. Auch Stuhltests sind möglich.

    Mit „VdK Reisen“ barrierefreie Busreisen für alle
    1991 ist „VdK Reisen“, das Stuttgarter Reisebüro des VdK Baden-Württemberg, mit interessanten Gruppen- und Individualreisen für Mitglieder und Nichtmitglieder gestartet. 2019 stehen, wie seit Jahren, erneut zwei spezielle barrierefreie Busreisen in Kooperation mit „Müller Reisen“ auf dem Programm. Bereits vom 5. bis 10. Mai geht es mit barrierefreiem, auch E-Rollstuhl-tauglichem Reisebus, an Mosel und Rhein. Und vom 16. bis 20. September wird die Vorarlberger Bergwelt erkundet. Geplant sind jeweils barrierefreie Touren vor Ort mit Bus und Schiff sowie interessante Besichtigungen. Details zu diesen und vielen weiteren Reisen unter www.vdk-reisen.de, in der Februar-VdK-Zeitung oder direkt bei VdK Reisen, VdK-Landesgeschäftsstelle, Johannesstraße 22, 70176 Stuttgart, Telefon (0711) 61956-82 oder -85, wo jeder Interessierte buchen kann.


    Bereits seit Ende der 1940er-Jahre gewährt der Sozialverband VdK seinen Mitgliedern professionellen Sozialrechtsschutz. Derzeit 55 hauptamtliche Sozialrechtsreferenten gibt es allein in Baden-Württemberg. Sie erledigten 11.677 Widerspruchsverfahren sowie Klagen vor Sozialgerichten in 2018 – beispielsweise bei Streitfällen mit Kranken- oder Pflegekassen, gesetzlicher Renten- oder Unfallversicherung, Landratsämtern oder auch mit Jobcentern. Dabei erstritten sie für die Sozialrechtsschutz begehrenden VdK-Mitglieder 10.079.591 Euro an Nachzahlungen. Ihre Büros haben die Sozialrechtsreferenten in 35 VdK-Servicestellen in ganz Baden-Württemberg. Adressen und Sprechzeiten finden sich unter www.vdk-bawue.de im Internet.


    Online-Sprechstunde docdirekt jetzt landesweit
    Ab sofort können sich Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg von einem Tele-Arzt beraten lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) dehnt das Modellprojekt docdirekt landesweit aus. Bislang war die Online-Fernbehandlung auf die Stadt Stuttgart und den Landkreis Tuttlingen begrenzt gewesen. Nach KVBW-Informationen stehen die Tele-Ärzte (niedergelassene Haus-, Kinder- und Jugendärzte) von montags bis freitags zwischen 9 und 19 Uhr zur Verfügung. Die einfachste Kontaktmöglichkeit geht über die docdirekt-App, die im Google- oder App-Store zum Download bereitsteht. Die Anmeldung ist zudem über www.docdirekt.de sowie per Telefon unter (0711) 965 897 00 möglich.


    Wichtiges BGH-Urteil für Heimbewohner
    Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied, dass Bewohner eines Pflegeheims beim vorzeitigen Heimwechsel nicht doppelt Miete zahlen müssen. Denn das Gesetz schreibe für Bezieher von Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nur eine taggenaue Abrechnung vor (Az.: III ZR 292/17). Auch wenn der Heim- und Betreuungsvertrag erst zum Monatsende gekündigt wurde, könne der Heimbetreiber beim vorzeitigen Auszug des Bewohners nur die Vergütung bis zum Auszugstag verlangen. Im zugrundeliegenden Fall hatte ein MS-Patient seinen Heimvertrag zum Monatsende gekündigt, weil er in ein Spezialheim für Multiple-Sklerose-Kranke umziehen wollte. Da dort ein Platz jedoch kurzfristig früher frei wurde, zog der Betroffene entsprechend früher um und wollte daher die komplette Monatsvergütung in seinem bisherigen Heim nicht mehr entrichten – zu Recht, so die BGH-Richter.


    Neue Zahnvorsorge für Pflegebedürftige
    Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad und Menschen mit Behinderung (Empfänger von Eingliederungshilfe) können seit Juli 2018 halbjährlich bei einem Zahnarzt den Gesundheitszustand ihres Mundes erheben und harte Zahnbeläge (Zahnstein) entfernen lassen. Sie haben auch Anspruch auf eine Aufklärung über die Bedeutung der Mundhygiene und auf Maßnahmen zu deren Erhalt sowie auf die Erstellung eines Plans zur individuellen Mund-/Prothesenpflege. Dabei sollen Pflegepersonen in Aufklärung und Pflegeplanerstellung einbezogen werden, informierte die VdK Patienten- und Wohnberatung Baden-Württemberg unlängst in der VdK-Zeitung.


    Steuereinnahmen gezielt einsetzen für gerechte Sozialpolitik
    Das Bundesfinanzministerium hat mitgeteilt, dass Bund, Länder und Kommunen bis zum Jahr 2022 mit zusätzlichen 6,7 Milliarden Euro an Steuereinnahmen rechnen können. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kommentiert dies wie folgt:
    "Die zu erwartenden Steuereinnahmen schaffen genug finanziellen Spielraum für Investitionen. Das Geld sollte dabei nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt, sondern gezielt eingesetzt werden. Konkrete Handlungsfelder sind: Armutsbekämpfung von der Kindheit bis zum Alter, Schaffung und Erhalt von bezahlbarem Wohnraum, stabile und sichere Renten für heutige und künftige Rentnergenerationen sowie eine gute Pflege- und Gesundheitsversorgung. Wir müssen die soziale Spaltung in unserem Land überwinden. Dies schaffen wir nur, wenn wir zielgerichtet Maßnahmen im Bereich der Sozialpolitik ergreifen.
    Wir brauchen mehr Umverteilung durch eine gerechtere Steuerpolitik, die Menschen mit großen Vermögen für das Gemeinwohl stärker in die Pflicht nimmt. Dazu gehören die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, einer Vermögenssteuer und ein verstärkter Kampf gegen Steuerhinterziehung. Dies führt nicht nur zu höheren Steuereinnahmen, sondern auch dazu, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht immer weiter auseinandergeht."

    Reha auch bei Demenzkranken
    Auch demenzkranke Menschen können einen Anspruch auf stationäre Rehabilitation haben, entschied das Landessozialgericht (LSG) Stuttgart am 17. Juli 2018 (Aktenzeichen L 11 KR 1154/18). Da hatte eine 78-Jährige, die seit 2013 an Alzheimer leidet, eine vierwöchige Reha-Maßnahme in einem Therapiezentrum in Begleitung ihres Ehemanns beantragt. Die Krankenkasse lehnte ab, Widerspruch und sozialgerichtliche Klage blieben erfolglos. Das LSG gab der Frau aber Recht. Der Anspruch auf Rehabilitation setze grundsätzlich Behandlungsbedürftigkeit, Rehafähigkeit und positive Rehaprognose voraus. Abzustellen sei auf die konkret-individuellen Rehaziele wie beispielsweise körperliche und geistige Aktivierung. Dabei seien stets die individuellen Verhältnisse, Art und Schwere der Erkrankung und die für die Versicherte möglichen Behandlungsziele zu prüfen, so das LSG.

      Damals und heute: Der Sozialverband VdK
      Im Juli 1946, schon wenige Monate nach dem völligen Zusammenbruchund der Kapitulation des nationssozialistischen Deutschland im Jahr 1945, trafen sich Vertreter aus Baden und aus Württemberg zu einerkonstituierenden Sitzung zur Gründung des „Landesverbandes der Körpergeschädigten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen für Württemberg-Baden“.
      Die Bezeichnung Kriegs- oder Wehrdienstopfer war seitens der fran¬zösischen Militärstreitkräfte damals als Name verboten. Gegründet wurde der Sozialverband VdK Deutschland im Jahr 1950 unter dem Namen „Verband der Körperbehinderten, Kriegsbeschädigten, Kriegs-hinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V.“.
      In den vergangenen 70 Jahren hat sich der VdK vom ehemaligen Kriegsopferverband zum größten Sozialverband mit 1,9 Millionen Mitgliedern entwickelt.
      Heute heißt der bundesweite Verband offiziell „Sozialverband VdK Deutschland e. V.“, dieser ist nach Bundesländern aufgeteilt. In Baden-Württemberg heißt der Landesverband offiziell:
      „Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V.“.
      Der Sozialverband VdK ist die größte gemeinnützige und überpartei¬liche Interessenorganisation aller Sozialversicherten und Menschenmit Behinderungen in der Bundesrepublik Deutschland. Als unabhängiger politischer Akteur vertritt er gegenüber der Politik und den Sozialgerichten bundesweit Ihre Interessen.


      Neu: Früherkennung von Bauchaorten-Aneurysmen
      Seit Januar 2018 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine neue Früherkennungsuntersuchung: Männer ab 65 Jahren haben einmal im Leben Anspruch auf eine Ultraschall-Untersuchung zur Früherkennung eines Aneurysmas (Ausbuchtung) der Bauchschlagader. Männer sind wesentlich häufiger von einem Bauchaorten-Aneurysma betroffen als Frauen. Bei der Früherkennung wird der Bauchaorta-Durchmesser mit einem Ultraschallgerät gemessen. Bei einem großen Aneurysma der Bauchschlagader besteht die Gefahr, dass es unerwartet reißt. Wird eine große Ausbuchtung entdeckt, so wird meistens operiert. Bei kleineren Ausbuchtungen wird regelmäßig kontrolliert. Diese und weitere Informationen für Patienten und Versicherte gibt es bei der VdK Patienten- und Wohnberatung (www.vdk.de/patienten-wohnberatung-bw), die telefonisch unter (0711) 2483395 erreichbar ist.


      Dank VdK-Schlüsselfinder schon 50 Schlüssel zurückgegeben
      Kürzlich freute sich ein VdK-Mitglied ungemein. Es bekam seinen verlorenen Schlüsselbund auf dem Postweg zurück. Die Frau aus dem Raum Ravensburg ist bereits das 50. VdK-Mitglied, das dank dieser Serviceleistung des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg seinen Schlüssel in kurzer Zeit zurückbekam. Der VdK-Schlüsselfinderservice, der seit zwei Jahren besteht, kann von allen Mitgliedern des VdK Baden-Württemberg kostenlos beansprucht werden. Interessierte Mitglieder können sich per Mail – und mit Namen und Adresse – an bestellungen@ew-response.de wenden. Wie der Service im Detail funktioniert, beschreibt die März-2018-VdK-Zeitung ausführlich.


      VdK rät zu vorbeugendem Brandschutz
      Brände können immer passieren, nicht nur an Weihnachten und Silvester. Der Sozialverband VdK rät zu Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes, um Leib, Leben, Gesundheit und Eigentum zu schützen. Hier kann jeder selbst aktiv werden, denn die größten Brandgefahren lauern im eigenen Haushalt, beispielsweise beim sorglosen Umgang mit Kerzen am Adventskranz oder Weihnachtsbaum, beim Feuerwerk, beim Grillen sowie bei vergessenen Herdplatten, Bügeleisen oder bei defekten Elektrogeräten. Daher sollte man defekte Geräte fachkundig reparieren lassen oder ersetzen, rät VdK-Landesvize Uwe Würthenberger. „Und lassen Sie Ihre Geräte nicht im Standby-Modus laufen. Behalten Sie beim Kochen Ihren Herd im Auge und schalten Sie Herd und Backofen aus, wenn Sie die Wohnung verlassen. Löschen Sie vor allem Kerzen vor dem Verlassen des Raums. Benutzen Sie Holzkohlegrills nur draußen und gießen Sie nie Anzündeflüssigkeit nach. Und rauchen Sie nie im Bett“, sind weitere wichtige Tipps des stellvertretenden VdK-Landesvorsitzenden.


      Pflegende Angehörige besser versichert}

      Seit Januar 2017 werden pflegende Angehörige in der Arbeitslosenversicherung pflichtversichert. Voraussetzung ist, dass sie unmittelbar vor Beginn der Pflege versicherungspflichtig waren oder einen Anspruch auf Arbeitslosengeld hatten. Der Pflegebedürftige muss wenigstens den Pflegegrad zwei haben und Leistungen der Pflegeversicherung oder Hilfe zur Pflege nach dem Sozialhilferecht beziehen. Der Zeitaufwand für die Pflege muss mindestens zehn Stunden pro Woche betragen und die Pflegetätigkeit muss auf regelmäßig mindestens zwei Wochentage verteilt sein. Die Beiträge werden von den Pflegekassen gezahlt.
      Bei Streitfällen mit Pflegekassen vertritt der Sozialverband VdK seine Mitglieder in Widerspruchs- und Klageverfahren. Sprechstunden und Büroadressen finden sich unter www.vdk-bawue.de im Internet.

      Forderung des Sozialverbandes VdK zur Bundestagswahl 2017
      Rente
      20,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner leben in Deutschland. 5,7 Millionen Menschen über 55 Jahre sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Die gesetzliche Rente muss Altersarmut verhindern und zukunftssicher gemacht werden. Davon profitieren auch künftig Generationen von Rentnerinnen und Rentner.

      Wir fordern:

      Das Rentneniveau muss bei mindestens 50 Prozent stabilisiert werden: Die Talfahrt des Rentnenniveaus muss gestoppt werden!
      Die Renten müssen wieder ohne Abstriche den Löhnen folgen. Sonst erreichen immer weniger Menschen eine auskömmliche Alterssicherung.

      Erwerbsminderungsrente darf nicht zur Armutsfalle werden: Die Abschläge von bis zu 10,8 Prozent müssen bei Neu- und Bestandsrenten entfallen.

      Freibeträge für Grundsicherungsbezieher einführen: Dieser muss für Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung, wie beispielsweise die Mütterrente, gelten.

      Rente für Geringverdiener erhöhen: Die Rente nach Mindesteinkommen muss befristet verlängert werden, um der Gefahr wachsender Altersarmut entgegenzuwirken.

      Mütterrente vollständig angleichen: Die älteren Mütter müssen wie die jüngeren drei statt bisher nur zwei Kindererziehungsjahre für die Rente angerechnet bekommen.

      Selbständige in der Rentenversicherung einbeziehen: So können Selbständige ohne Altersabsicherung vor Altersarmut geschützt werden.


      Gesundheit
      Rund 27 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer oder mehreren chronischen Erkrankungen. Gesundheit darf nicht von der Größe des Geldbeutels abhängig sein.

      Wir fordern:

      Versicherte entlasten: Zurzeit werden Kostensteigerungen allein von den Arbeitnehmern und Rentner über Zusatzbeiträge finanziert. Die Arbeitgeber müssen sich wieder paritätisch an der Finanzierung beteiligen.

      Kosten für nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel übernehmen: Ältere oder chronisch kranke Menschen können sich wichtige Medikamente oft nicht leisten. Daher müssen notwendige nicht verschreibungspflichtige Arzneien wieder in den Leistungskatalog der Krankenversicherung aufgenommen werden.

      Abkassieren bei Hilfsmittel beenden: Versicherte stehen oft vor der Wahl, entweder hohe Eigenanteile zu akzeptieren oder mit schlechterer Qualität abgespeist zu werden. Die Krankenkassen müssen den Rechtsanspruch auf vollen Behinderungsausgleich gewährleisten und die Kosten übernehmen.

      Zahnersatz bezahlbar machen: Die Regelversorgung muss an den aktuellen medizinischen Standard angepasst werden. Geringverdiener und Menschen mit kleiner Rente müssen auch ohne Eigenanteil einen festsitzende Zahnersatz erhalten.

      Integrierte Versorgung schaffen: Patienten müssen qualitätsgesichert in sektoren- bzw. fachübergeifenden Strukturen versorgt werden. Ärzte, Fachärzte, Krankenhäuser und Reha-Kliniken müssen zur verbindlichen Zusammenarbeit verpflichtet werden.

      Reha vor Pflege endlich verwirklichen: Medizinische Reha muss vom Arzt verordnet werden können. Das Antragsverfahren ist abzuschaffen.


      Pflege
      Knapp 2,9 Millionen Menschen sind pflegebedürftig. Annähernd drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. 1,38 Millionen allein durch Angehörige. Es gilt auch nach den eingeleiteten Reformen, für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und das Pflegepersonal Nachbesserungen durchzusetzen.

      Wir fordern:

      Pflegeleistungen anpassen: Eine jährliche automatische Anpassung der Pflegeversicherungsleistungen an die Kostensteigerung in der Pflege ist notwendig, damit nicht immer mehr Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sind.

      Pflegende Angehörige besser unterstützen: Entlastungsangebote müssen weiter ausgebaut und ein flächendeckendes Netz von Pflegestützpunkten geschaffen werden. Für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sollte eine aus Steuermitteln finanzierte Lohnersatzleistung analog zum Elterngeld eingeführt werden.

      Wohnen zu Hause im Alter bezahlbar machen: Der Bund muss deutlich mehr Mittel für den altersgerechten Umbau von Wohnungen bereitstellen. Technische Assistenzsysteme müssen von der Krankenkasse übernommen werden.
      Rückgriff auf Kinder einschränken: Bei der Hilfe zur Pflege sollte auf Unterhaltsansprüche gegenüber den Kindern verzichtet werden, sofern deren Jahreseinkommen unter 100.000 Euro liegt.

      Pflegeberufe durch bessere Bezahlung und mehr Wertschätzung attraktiver machen: Im Jahr 2030 werden bei steigender Zahl der Pflegebedürftigen gut 400.000 Vollzeitkräfte in der Pflege fehlen, wenn nicht gegengesteuert wird.

      Pflegeversicherung bedarfsorientiert finanzieren: Dazu sollte es u. a. einen Steuerzuschuss und ein Solidarausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung geben.


      Behinderung
      Über 10 Millionen behinderte Menschen leben in Deutschland, rund 7,6 Millionen davon mit einer Schwerbehinderung. Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verpflichtet Deutschland, das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung umsetzen.

      Wir fordern:
      Barrierefreiheit ohne Ausnahmen: Dies gilt für Wohnungen, öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel sowie alle privaten Güter und Dienstleistungen, insbesondere Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxen und Krankenhäuser.

      Arbeitgeber in Verantwortung nehmen: Die Ausgleichsausgabe für Unternehmen, die ihre Beschäftigungspflicht von Menschen mit Behinderung nur im geringen Umfang oder gar nicht nachkommen, muss deutlich erhöht werden.

      Gemeinsames Lernen voranbringen: Bund und Länder gemeinsam müssen Inklusion in allen Schulen und Hochschulen endlich umsetzen.

      Behinderung darf nicht arm machen: Eingliederungshilfe muss einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werden.


      Armut
      Über 16 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Rund 6 Millionen Menschen beziehen Arbeitslosengeld II. 7,65 Millionen Menschen verdienen weniger als 10 Euro in der Stunde. Armut ist ein wachsendes Problem in Deutschland. Besonders betroffen sind Kinder, ältere, Alleinerziehende und langzeitarbeitslose Menschen.

      Wir fordern:

      Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit eindämmen: Wer Altersarmut für künftige Generationen vermeiden will, muss diese Beschäftigungsverhältnisse zurückdrängen.

      Mindestlohn deutlich anheben: Nach langjähriger Beitragszahlung muss eine Rente über dem Grundsicherungsniveau gewährleistet sein.

      Arbeitsmarktchancen von Langzeitarbeitslosen verbessern: Notwendig sind mehr Mittel zur Förderung nachhaltiger Programme zur Wiedereingliederung und die Schaffung eines dauerhaften öffentlich geförderten Arbeitsmarktes.

      Regelsatz bei der Grundsicherung im Alter neu berechnen: Dieser orientiert sich am Bedarf eines 30-jährigen, gesunden Mannes und steht damit im Widerspruch zur Lebensrealität von kranken und alten Menschen.

      Regelsatz für Kinder erhöhen: 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren leben in Hartz VI-Haushalten von Grundsicherung. Sie brauchen Zugang zu Bildung und sozialer Teilhabe.

      Mieten müssen bezahlbar werden: Pro Jahr müssen mindestens 150.000 Sozialwohnungen entstehen.


      Finanzierung
      Die oberen zehn Prozent der deutschen Bevölkerung besitzen mehr als 60 Prozent des gesamten Vermögens. Die ärmsten 50 Prozent besitzen gerade mal 1 Prozent des Gesamtvermögens. Um eine soziale Balance zu schaffen, sind gezielte Investitionen für die ärmere Hälfte der Bevölkerung notwendig. Finanzierbar ist dies durch eine gerechte Steuerpolitik.

      Wir fordern:
      Spitzensteuersatz für Spitzenverdiener anheben: Dies ist notwendig und solidarisch.

      Börsenumsatzsteuer und Vermögenssteuer in zeitmäßiger Form wieder einführen: Durch hohe Freibeträge kann sichergestellt werden, dass nur noch hohe Vermögen herangezogen werden.

      Pauschale Abgeltungssteuer bei Kapitalerträge abschaffen: Alle Einkünfte müssen gleich besteuert werden.

      Steuerflucht und Steuerhinterziehung verhindern: So kann mehr Steuergerechtigkeit erreicht werden.


      D
      Unser Engagement hat sich gelohnt!
      Erfolgreicher Einsatz gegen Altersdiskriminierung
      VdK begrüßt Verbesserungen bei Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie

      Wir müssen die Altersdiskriminierung endlich stoppen! Diesen dringenden Appell richtete der VdK-Landeschef und Vorsitzende des Landesseniorenrats (LSR), Roland Sing, im Oktober 2016 an die politischen Entscheider in Bund und Ländern. Anlass für die damalige gemeinsame Pressemitteilung von VdK und LSR war die Initiative der Landesregierungen von Baden-Württemberg, Hessen und Bayern, die Vergabe von Immobilienkrediten insbesondere auch für ältere Menschen zu erleichtern. Bereits vor Weihnachten hatte es dazu grünes Licht aus dem Bundeskabinett gegeben, waren Präzisierungen zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie der Europäischen Union (EU), die in deutsches Recht umgesetzt ist, beschlossen worden. Sie betreffen unter anderem die Kriterien zur Prüfung der Kreditwürdigkeit von Bauherren.

      Der Sozialverband VdK begrüßt, dass der Bundestag nun mit dem Finanzaufsichtsrechte-Ergänzungsgesetz Erleichterungen bei der Kreditvergabe für Renovierungen und für den Bau eigener Immobilien beschlossen hat. VdK-Landesvorsitzender Sing kommentierte dies mit den Worten: Unser Einsatz hat sich gelohnt! So wird die Vergabe von Wohnimmobilienkrediten wieder erleichtert. Wertsteigernde Baumaßnahmen oder Renovierungen würden wieder bei der Kreditwürdigkeitsprüfung berücksichtigt werden.

      Hintergrund ist, dass Senioren zuletzt vielfach Schwierigkeiten hatten, ein Darlehen für den altersgerechten Umbau oder die Sanierung des eigenen Hauses oder der Eigentumswohnung zu erhalten. VdK und LSR hatten dies als klare Altersdiskriminierung verurteilt. Die Senioren würden so in ihrer Lebensplanung in unerträglicher Weise beeinträchtigt, hatte Roland Sing mit Blick auf wichtige Vorsorgemaßnahmen Älterer für den Lebensabend und eine etwaige Pflegephase argumentiert. Denn nach bisheriger Rechtslage war ein Darlehen innerhalb der statistischen Lebenserwartung des Kreditnehmers zurückzuzahlen. Zukünftig soll es wieder möglich sein, bei der Kreditvergabe den Wert des schuldenfreien Eigenheims zu berücksichtigen. Nutznießer sind hier viele Rentnerinnen und Rentner, betonte Roland Sing.

      Verordnung von Krankenfahrten nach Pflegereform

      Bis Ende 2016 konnten Kassenärzte Fahrten zur ambulanten Behandlung verordnen und Krankenkassen diese Fahrten genehmigen, wenn Patienten einen Bescheid mit Pflegestufe zwei oder drei vorlegten. Seit 2017 muss der Pflegebescheid den Pflegegrad drei, vier oder fünf ausweisen. Eine dauerhafte Mobilitätseinschränkung wird bei Patienten mit Pflegegrad vier und fünf als gegeben angesehen. Bei Pflegegrad drei muss der Arzt sie nochmals feststellen. Das gilt aber nur für neue Fälle. Für Patienten, die bis Ende 2016 Pflegestufe zwei und seit Januar 2017 Pflegegrad drei haben, braucht der Arzt das nicht tun. Auf dem Formular. Verordnung einer Krankenfahrt wird seit 2017, und zunächst weiterhin, auf Pflegestufen Bezug genommen. Bis zur Formularanpassung kreuzen Ärzte weiterhin Merkzeichen ,aG', ,BI', ,H, oder Pflegestufe 2 beziehungsweise 3 vorgelegt an.

      Über 1.160 Baden-Württemberger warten auf Spenderorgan

      Aktuell warten im Lande 1.162 Menschen auf ein Spenderorgan. 846 von ihnen benötigen eine Niere, 185 eine Leber, 46 eine Lunge, 84 ein Spenderherz und 28 eine Bauchspeicheldrüse. Bundesweit stehen über 10.000 Menschen auf der Warteliste. Dies teilte im Sommer die Techniker Krankenkasse (TK) mit. Sie bezog sich auf aktuelle Zahlen der Stiftung Eurotransplant, die die Verteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern verantwortet. ?Damit sich möglichst viele Menschen mit dem Thema beschäftigen und ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende mit einem Spenderausweis dokumentieren, senden die Krankenkassen ihren Versicherten alle zwei Jahre per Post einen Ausweis mit ausführlichen Informationen zur Organspende zu?, so Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung. Diese Kasse hat unter www.tk.de (Webcode 18570) Informationen zum Thema Organspende. Der VdK Baden-Württemberg hält unter http://www.vdk.de/bawue/pages/64756/infos_downloads (Service/Downloads) den Organspendeausweis zum Ausdrucken oder auch elektronischen Ausfüllen bereit.

      Web-Datenbank für Hörbehinderte
      Ärzte, Anwälte Beratungsstellen mit Gebärdensprachkenntnissen

      Auf www.deafservice.de finden schwerhörige und gehörlose Menschen bundesweit Ansprechpartner mit Gebärdensprachkenntnissen. Dieses deutschlandweite Register und Webportal mit derzeit knapp 600 Kontaktdaten aus 180 Branchen gilt als eine der wichtigsten Anlaufstellen Deutschlands, wenn gehörlose Menschen beispielsweise einen Rechtsanwalt, einen Arzt oder einen Zahnarzt suchen, der gebärden kann oder auch eine Beratungsstelle benötigen, deren Mitarbeiter der Gebärdensprache mächtig sind. Die gehörlosen Menschen können so Experten aus vielen Bereichen finden, mit denen sie zum Beispiel im Beratungsgespräch ohne Dolmetscher direkt in der Gebärdensprache kommunizieren können.

      Toilette für Alle jetzt in Stuttgart

      Toilette für Alle nennt sich eine Toilette, die auch erwachsene Menschen, die Windeln benötigen, zum Windelwechseln (mit wenigstens einem Helfer) benutzen können. Eine solche Toilette, die in Zeiten der gesetzlich vorgesehenen Inklusion eigentlich gang und gäbe sein sollte, wurde Mitte Juni 2016 vom Körperbehinderten-Verein Stuttgart im Bistro Krokodil in der Landeshauptstadt eröffnet. Die mit Lifter und Pflegeliege für Erwachsene ausgestattete Toilette ist nicht nur die erste ihrer Art in Stuttgart, sondern sogar in der ganzen Region. Lediglich in Waldkirch bei Emmendingen gibt es bislang eine weitere inklusive Toilette, die bereits im Februar 2016 geschaffen wurde. Die bei der feierlichen Eröffnung in Stuttgart Anwesenden sprachen denn auch von einem Meilenstein zur Inklusion von Menschen mit Behinderung und bekannten, dass man bei diesem Thema viel zu spät dran sei. Zumindest zwei weitere Toiletten für Alle sind für die Landeshauptstadt in naher Zukunft vorgesehen.

      Seit 25 Jahren mit VdK Reisen in alle Welt

      Schon seit 25 Jahren gibt es VdK Reisen, das verbandseigene Reisebüro des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg. Es bietet die Vermittlung und Durchführung von Reisen aller Art und in alle Welt an für Mitglieder und Nichtmitglieder, für Gruppen und für Einzelreisende. Seit 2013 gehören auch Radreisen in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zum Programm, seit 2016 auch Reisen für Rollstuhlfahrer in Zusammenarbeit mit Müller Reisen und einem weiteren Experten für barrierefreies Reisen. Detailinformationen zu allen Reisen bei VdK Reisen, VdK-Landesgeschäftsstelle, Johannesstraße 22, 70176 Stuttgart, Telefon (0711) 619 56-82 oder -85, vdk-reisen-bw@vdk.de sowie unter www.vdk-reisen.de.im Internet.

      DRV informiert über tricks der Trickbetrüger

      Immer wieder versuchen Trickbetrüger, den guten Namen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) auszunutzen, um Menschen um ihr Geld zu bringen. Besonders häufig erfolge, so die DRV Baden-Württemberg, die Kontaktaufnahme per Telefon, Brief oder persönlichem Gespräch an der Wohnungstür. Sie weist darauf hin, dass die Deutsche Rentenversicherung niemanden nur telefonisch zu einer Zahlung auffordere. Dies geschehe immer auf schriftlichem Wege. Zur Sicherheit könne man die DRV Baden-Württemberg unter der Nummer: (0800) 1000 480 24 anrufen, um der Sache nachzugehen. Besondere Vorsicht sei geboten, wenn die sofortige Überweisung von Geldern gefordert werde. Man sollte sich auch nicht scheuen, die Polizei zu Rate zu ziehen. Als weitere Hilfe dient der kostenlose Flyer Vorsicht Trickbetrüger, der von der Website www.deutsche-rentenversicherung-bw.de heruntergeladen oder als Papierversion telefonisch (0721) 825-23888 oder per Mail presse@drv-bw.de bestellt werden.

      E-Bike kein Hilfsmittel der Krankenkasse

      Fahrräder mit Elektrohilfsmotor (E-Bikes), müssen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden. Dies entschied unlängst das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen (L 4 KR 454/11). Auch bei einem Oberschenkelamputierten mit Grad der Behinderung 80 sei ein E-Bike, selbst wenn vom Arzt befürwortet, kein Hilfsmittel im Sinne des Fünften Sozialgesetzbuchs (SGB V). Vielmehr handele es sich um einen Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens, so die LSG-Richter. Die Kassen müssten Behinderte, zur Sicherstellung des Grundbedürfnisses der Bewegungsfreiheit, nur mit Hilfsmitteln ausstatten, die ausreichend und zweckmäßig sind, um die Alltagsgeschäfte im Nahbereich der Wohnung zu erledigen ? beispielsweise mit einem Selbstfahrerrollstuhl. Eine Optimalversorgung und Erweiterung des Aktionsradius? müsse es dagegen nicht geben.
      VdK-Mitglieder können sich von den VdK-Sozialrechtsreferenten in sozialrechtlichen Verfahren vertreten lassen. Büros und Sprechstunden unter www.vdk-bawue.de oder beim Landesverband unter (0711) 619 56-0 erfragen.

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