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Aktuelle Infos, Einladung und Berichte unserer Veranstaltungen

Pflege macht arm

© VdK

Aktion des Sozialverband VdK Baden-Württemberg: „Pflege macht arm!“
Am 14. September großer VdK-Gesundheitstag in Stuttgart
Die Aktion „Pflege macht arm!“ des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg ist Schwerpunktthema des diesjährigen VdK-Gesundheitstags am Samstag, 14. September (10.00 bis 15.30 Uhr), in der Liederhalle Stuttgart.
Dort referieren und diskutieren neben VdK-Landeschef Roland Sing noch die weiteren Pflege-Experten Martin Bollinger (leitender Altenpfleger) und Thomas Kalwitzki (Gerontologe/Universität Bremen). Zudem thematisieren Experten den „Heimvertrag“ aber auch „Smart Home“ und „AAL“ (Alltagsunterstützende Assistenzlösungen) sowie Gymnastik und Bewegung in der zweiten Lebenshälfte. Zu der von einer Gesundheitsmesse (ab 9 Uhr) umrahmten Großveranstaltung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erwünscht: VdK-Landesverband, Anita Unger, Johannesstraße 22, a.unger@vdk.de oder per Telefon (0711) 61956-52 oder Fax 61956-99.

Land soll Investitionskosten wieder tragen – VdK startet große Pflegeaktion 2019
Mit einer groß angelegten Pflegeaktion 2019 will der Sozialverband VdK Baden-Württemberg auf die zunehmende finanzielle Belastung der pflegebedürftigen Menschen, und insbesondere der Heimbewohner, hinweisen. Zum Aktionsauftakt am 7. Februar betonte Vorsitzender Roland Sing vor der Landespressekonferenz: „Pflege macht arm. Das will der VdK Baden-Württemberg nicht weiter hinnehmen!“ Sing bemängelte, dass die aktuelle Pflege-Diskussion hierauf nicht eingehe.

Der VdK-Landeschef erinnerte daran, dass die gesetzliche Pflegeversicherung 1995 gerade auch mit dem Ziel geschaffen worden sei, „Niemanden im Alter wegen Pflegebedürftigkeit zum Sozialfall werden zu lassen“. Dieses Ziel werde heute immer mehr verfehlt. „Fakt ist“, so Roland Sing, „in vielen Fällen führt Pflegebedürftigkeit zu Armut – beziehungsweise Betroffene sind auf Sozialhilfe angewiesen“. Heimbewohner und deren Angehörige würden unter den steigenden Kosten und der sich öffnenden Schere zwischen dem Eigenanteil und den Pflegeversicherungsleistungen für stationäre Pflege leiden. In Zukunft werde sich dieses Problem weiter verschärfen, weil auch ein reduziertes Rentenniveau und Zuzahlungen, beispielsweise in der gesetzlichen Krankenversicherung, dazu beitragen, dass viele Menschen ihren Eigenanteil im Pflegeheim nicht mehr zahlen können, prognostiziert der VdK. Durch zu hohe Heimkosten würden schon heute viele Pflegebedürftige zum Sozialfall. „Das ist entwürdigend, nach einem arbeitsreichen Leben zum Sozialamt gehen zu müssen und zum Bittsteller und Taschengeldempfänger erniedrigt zu werden“, schilderte der VdK-Landesverbandsvorsitzende die Tragweite dieser Situation.

Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg appelliert an die Politik und insbesondere an die Landesregierung und die Fraktionen im Landtag: „Die Pflegeheimkosten müssen sinken! Daher muss sich das Land Baden-Württemberg wieder für die Investitionskosten der Pflegeheime verantwortlich fühlen!“ Denn die Kosten der stationären Dauerpflege, rechnete Sing der Landespressekonferenz vor, würden von den Kosten der Pflege, den Kosten für Unterkunft und Verpflegung, der Ausbildungsumlage und insbesondere den Investitionskosten bestimmt.
Letztere hätten, Stand 1. Juni 2018, im Schnitt monatlich 440,06 Euro betragen. Sie beträfen auch die Kosten für die Gemeinschaftsräume und -flächen, die Instandhaltung und die Instandsetzung und vieles mehr.

Der VdK rief die Verantwortlichen dazu auf, die im Jahr 2010 erfolgte Abschaffung der Förderung der Investitionskosten für stationäre Pflegeeinrichtungen zu korrigieren und zumindest in einem ersten Schritt den alten Rechtszustand unverzüglich wiederherzustellen. Sachgerecht wäre eine volle Übernahme der Investitionskosten. Schließlich sei das Land Baden-Württemberg nach dem Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) auch für die Vorhaltung einer leistungsfähigen und ausreichenden pflegerischen Versorgung verantwortlich. Dem komme das Land seit dem Ausstieg aus der öffentlichen Förderung von stationären Pflegeheimen im Jahr 2010 nicht mehr nach, kritisiert der VdK.
Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, startete der Sozialverband VdK Baden-Württemberg seine landesweite Pflegeaktion 2019 am 7. Februar. Dann seien die rund 230.000 Mitglieder und die gut 9.000 ehrenamtlich Aktiven aufgerufen, sich an örtlichen und überregionalen Veranstaltungen zu beteiligen und auf die prekäre finanzielle Situation der pflegebedürftigen Menschen hinzuweisen.

Außerdem schaltete der VdK sein Aktionsportal unter Pflege macht arm! frei. Dort soll jeder seine Stimme zum Thema abgeben können:
https://www.vdk.de/bawue/pages/76228/pflege_macht_arm

Unterstützen Sie diese wichtige Aktion unseres Landesverbands. Beteiligen Sie sich an der VdK-Pflegeaktion 2019!
Die Ortsverbandsvorsitzende gibt gerne Antworten auf Ihre Fragen.

71 Jahre Ortsverband Bernstadt

Jahreshauptversammlung 2019 des VdK Ortsverband Bernstadt
Die Vorsitzende Angela Rubens konnte alle teilnehmenden Mitglieder herzlich begrüßen und ganz besonders den Vertreter von Bürgermeister Sühring Marc Raiser und den Vertreter des VdK Kreisverbandes Dieter Wetterich.
Bei der Totenehrung wurde den verstorbenen Mitglieder im vergangen Jahr gedacht.
Bevor die Vorsitzende ihren Geschäftsbericht abgab, las sie das sehr aufmunternde Gedicht über die wichtige gute Arbeit des VdK vor von unserem Mitglied Karl Fuhrmann.
Dieses erhielt viel Dankes-Beifall von den Versammlungsteilnehmern.

In dem anschließenden Jahresbericht 2018 über die vergangene Arbeit der Ortsverbandsvorstandschaft, blickte die Vorsitzende auch auf ihre 25-jährige Mitgliedschaft und Ortsvorstandstätigkeit zurück, davon die ersten 5 Jahre als stellvertretende Vorsitzende.
Rückblickend stellte sie fest, dass der Sozialverband VdK in seinen Aktivitäten weiterhin sehr gefragt ist, wenn nicht sogar noch mehr, besonders in der Beratung und sozialrechtlichen Vertretung unserer Sozialrechtsreferenten der Sozialrechtsschutz gGmbH in Ulm. Diese vertreten sehr engagiert unsere Mitglieder bei der Durchsetzung ihrer Rechte bei den gesetzlichen Leistungsträgern: Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen, Sozialamt- Grundsicherung für Arbeitssuchende, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Soziales Entschädigungsrecht, Berufsgenossenschaft und dem Schwerbehindertenrecht beim Versorgungsamt.
Besonders in den letzten 20 Jahren sind so viele Neuerungen in den Sozialgesetzen erfolgt, dass sich der Bürger oft nichtmehr in dem Dschungel dieser Gesetze auskennt. Besonders jetzt auch durch das weiter entwickelte Sozialgesetzbuch IX und das neue Bundesteilhabegesetz BTHG, die seit dem 1.1.2018 gelten.
Das BTHG ist eines der großen sozialpolitischen Vorhaben der Bundesregierung in der vergangenen Legislaturperiode. Ziel ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und so einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft zu setzen. Gleichzeitig werden mit dem BTHG Vorgaben des Koalitionsvertrages für die 18. Legislaturperiode umgesetzt, die u.a. vorsehen, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen im Sinne von mehr Teilhabe und mehr Selbstbestimmung zu verbessern sowie Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht weiterzuentwickeln. Darüber hinaus wird mit diesem Gesetz das Schwerbehindertenrecht weiterentwickelt.
Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, gab wichtige Impulse zu dem BTHG. Das zentrale Prinzip der UN-BRK zählt neben dem Schutz vor Diskriminierung ins besondere die „volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft“ (Artikel 3 UN-BRK).

Der Sozialverband VdK Deutschland ist auch die Interessenvertretung seiner über 1,9 Millionen Mitglieder bei den bundespolitischen Entscheidungen. Er hat hier im Vorfeld in den verschiedenen Gremien ein Beratungsrecht und stellt seine sozialpolitischen Forderungen. Die großen Themen sind derzeit die Altersarmut, die Barrierefreiheit, Rente, Pflegeversicherung, Wahlrecht für Menschen mit Behinderungen die gesetzliche Betreuung haben.
Bezüglich der derzeitigen Aktion unseres Landesverbandes „Pflege macht arm“ wurde mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung der informative Flyer zugesandt. Ebenfalls wurde eine Unterschriftenliste erstellt zur Unterstützung dieser Pflegeaktion, die nicht nur unsere Mitglieder unterschreiben können.
- Derzeit liegt diese Unterschriftenliste noch bei der Vorsitzenden aus zur Unterschriften Sammlung. -
Die Vorsitzende berichtete auch, dass der Sozialverband VdK Deutschland eine wichtige umfangreiche Stellungnahme zum Referentenentwurf der
‚6. Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizinischer Verordnung‘ eingegeben hat. Hier geht es um das Schwerbehindertenrecht mit der Einstufung des Schwerbehindertenausweises. Auch andere große Behindertenverbände haben mit großer Sorge ihre Stellungnahmen dazu eingereicht.
U.a. berichtete die Vorsitzende noch über weitere wichtige Sozialrechtliche Veränderungen und dem 10.jährigen Jubiläum der UN-BRK.
Sie berichtete auch über ihre zahlreichen Fortbildungen im letzten Jahr und die jetzt noch im Frühjahr folgen, damit sie ihr Wissen dem aktuellen sozialen Stand anpasst, um unseren VdK-Mitgliedern vor Ort in den Beratungen ausreichend weitergeben kann.
Aber auch als Expertin in der Barrierefreiheit hat sie bei der ADAC-Expertenschulung teilgenommen, um ihr Wissen und Erfahrungen in unserer Gemeinde einzubringen.
Da auch unser Ortsverband den strengen Datenschutzrechtlichen Vorgaben untersteht, stehen ihre Beratungen unter Datenschutz (Schweigepflicht), sowie unsere Vorstandsarbeit.
Unser VdK Ortsverband fördert das Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen. Jeder kann Mitglied werden auch wenn er derzeit keine sozialrechtliche Unterstützung benötigt, jedoch unsere sozialpolitische Interessenvertretung mit seiner Mitgliedschaft unterstützen will.
Wir mussten uns im vergangenen Jahr von einigen Mitgliedern für immer verabschieden, jedoch sind einige neue Mitglieder dazugekommen.
Die Vorsitzende berichtete noch von ihren Aktivitäten in der Betreuung unserer Mitglieder, Vertretung unseres Ortsverbandes vor Ort bei Vereinsaktivitäten und die Interessenvertretung in verschiedenen Arbeitskreisen in Ulm, Alb-Donau-Kreis und überregional.
Nach dem Kassenbericht unseres Kassierers Walter Schmid, konnte der Revisor Gerhard Merk seinen Revisionsbericht entgegen und bat um Entlastung des Kassierers und der Vorstandschaft. Als Vertreter der Gemeinde nahm Marc Raiser die Entlastung vor, die einstimmig erfolgte. In seinem Grußwort für die Gemeinde dankte er dem VdK Ortsverband für seine erfolgreiche Arbeit in der Gemeinde Bernstadt.
Anschließend folgte die Vorstandswahl. In ihrem Amt bestätigt wurde als Vorsitzende Angela Rubens, stellvertr. Vorsitzende Christiane Bittmann, Kassierer Walter Schmid, Schriftführerin Hannelore Tominc, Frauenvertreterin Angela Rubens, Revisor Gerhard Merk.
Der VdK Kreisverbandsvertreter Dieter Wetterich vollzog die Ehrungen langjähriger Ortsverbandsmitglieder. In seinem Grußwort ging er auf ein paar aktuelle VdK-Themen ein und dankte der Ortsverbandsvorstandschaft für ihre erbrachte Ortsverbandsarbeit.
In ihrem Schlusswort dankte die Vorsitzende den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und den Mitgliedern für ihr Vertrauen und ihr zahlreiches Kommen bei der Adventsfeier und jetzt bei der Mitgliederversammlung.
Sie äußerte ihren Wunsch, dass sie offen ist für Anregungen unserer Mitglieder zur Bereicherung unseres Ortsverbandslebens.
Sie gab noch den Hinweis, dass bei dem bevorstehenden Kreisseniorentag in Bernstadt am 6. April unser Ortsverband einen Infostand haben wird und lud herzlich ein diese Veranstaltung mit interessantem Programm zu besuchen.
Angela Rubens - Ortsverbandsvorsitzende

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