Url dieser Seite: http://vdk.de/ov-bad-wimpfen/ID141894
Sie befinden sich hier:

Pressemitteilungen

Presse

© Presse

Der Sozialverband VdK Deutschland ist ein wichtiger Ansprechpartner der Medien in allen Fragen rund um Rente, Gesundheit, Pflege, Menschen mit Behinderung, Hartz IV, Grundsicherung und Armut.
Beim Sozialverband VdK Deutschland erhalten Journalisten zu diesen Themen wertvolle Hintergrundinformationen. Wir vermitteln kompetente Gesprächspartner und sind auch bei der Suche nach betroffenen Bürgerinnen und Bürgern behilflich.



Januar 2020

Roland Sing: „Pflegebedürftige Menschen endlich bei hohen Eigenanteilen entlasten!“ VdK Baden-Württemberg verlangt schnelle Maßnahmen von Politik 100 000 Unterschriften gesammelt
Am 28. Januar hat sich die Pflegekommission auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege geeinigt. Danach sollen bis 1. April 2022 die Mindestlöhne für Pflegehilfskräfte in vier Schritten von heute 10,85 Euro (Ost) und 11,35 (West) auf einheitlich 12,55 Euro pro Stunde steigen. Außerdem soll es erstmals einen Pflegemindestlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte geben, der bis zum 1. April 2022 auf einheitlich 13,20 Euro klettern soll. Und es soll erstmals ein Mindestlohn für Pflegefachkräfte in Höhe von 15 Euro ab dem 1. Juli 2021 realisiert werden, ab April 2022 dann 15,40 Euro. Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg begrüßt grundsätzlich diese Steigerungen, denn höhere Einkommen seien hier besonders wichtig, um für mehr Wertschätzung der anspruchsvollen Pflegearbeit, mehr Personal angesichts der Personalknappheit und so auch für mehr Qualität in der Pflege zu sorgen. Landesvorsitzender Roland Sing betont jedoch: „Die von Minister Jens Spahn geschätzten zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe dürfen keinesfalls auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden!“ Sing gibt erneut zu bedenken, dass schon heute pflegebedürftige Heimbewohner in Baden-Württemberg mit im Schnitt mehr als 2200 Euro monatlich belastet würden. Diese hohen und weiter steigenden Eigenanteile führten, so Roland Sing, zur Verarmung vieler Betroffener. Der VdK-Landeschef erinnert in diesem Zusammenhang an die zirka 100 000 pflegebedürftigen Heimbewohner im Lande und an bereits heute über 28 000 Menschen im Südwesten, die die steigenden Eigenanteile nicht selbst schultern könnten und so auf „Hilfe zur Pflege“ vom Sozialamt angewiesen seien. Er erneuert die VdK-Forderung an Bundes- und Landesgesetzgeber: „Das Pflegeleistungsrecht ist schnell zu reformieren, damit pflegebedürftige Menschen nachhaltig bei den Eigenanteilen entlastet werden. Denn, Pflegebedürftige dürfen nicht länger in die Sozialhilfe gedrängt werden!“. Und Sing ergänzt: „Bereits 100 000 Menschen im Lande haben diese Forderung unterschrieben!“, so der VdK-Landesvorsitzende mit Blick auf die im Jahr 2019 gestartete Aktion des VdK Baden-Württemberg: „Pflege macht arm!“ Darüber hinaus moniert Roland Sing eine mangelnde Aktivität des Landes, auf Bundesebene für eine Neugestaltung des Pflegeleistungsrechts einzutreten, obwohl das Land an der Bundesgesetzgebung mitwirken könne. Der VdK-Landeschef verweist hier auf entsprechende Anträge anderer Bundesländer mit dem Ziel der Verbesserung der finanziellen Lage der Betroffenen. „Nicht so Baden-Württemberg!“, sagt Sing ausdrücklich Richtung Landessozialministerium.

November 2019

VdK begrüßt Einigung bei der Grundrente
Berlin. Die Einigung bei der Grundrente kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:
„Deutschlands größter Sozialverband, der VdK, ist sehr erleichtert, dass bei der Grundrente endlich eine Einigung erzielt werden konnte. Dies zeigt, dass der Druck des Verbands Wirkung erzielt hat. Zentral für den VdK war dabei immer, dass Menschen nach einem langen Arbeitsleben, Kindererziehung oder Pflege grundsätzlich nicht vom Sozialamt abhängig sein dürfen. Wir sind daher froh, dass die Bedürftigkeitsprüfung nicht kommt.
Es ist sehr positiv, dass die Renten von bis zu 1,5 Millionen Menschen automatisch aufgewertet werden. Dies hat der Verband immer gefordert und stärkt das Vertrauen in die Zukunft der Rentenversicherung, vor allem von jungen Menschen.
Dennoch sehen wir Nachbesserungsbedarf in einigen Punkten. Unverständlich ist, dass der Zuschlag bei der Grundrente wieder um 12,5 Prozent reduziert wird. Dies ist nicht nachvollziehbar und senkt die Höhe der Grundrente. Zudem muss aus Sicht des VdK ein Freibetrag für Geld aus der gesetzlichen Rente für alle Grundsicherungsbezieher eingeführt werden. Vor allem für Rentnerinnen und Rentner in der Grundsicherung mit sehr niedrigen Renten würde sich die finanzielle Situation deutlich verbessern.
Letztendlich weist der VdK in der ganzen Debatte darauf hin, dass die Grundrente überflüssig gemacht werden muss. Wir brauchen endlich einen Mindestlohn von über 12 Euro und ein stabil hohes Rentenniveau. So würden die Menschen im Alter nach einem Leben voller Arbeit automatisch eine ausreichende Rente erhalten.
Der VdK wird die Gesetzgebung weiterhin kritisch begleiten und darauf achten, dass die angemessene Leistung für Arbeit, Kindererziehung und Pflege bei
möglichst vielen Menschen ankommt."

September 2019 -

VdK: „Groko-Jugend steht zum VdK-Modell einer Erwerbstätigenversicherung"
Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert und der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, diskutieren über die Zukunft der RenteIm Rahmen einer sozialpolitischen Talkrunde des Sozialverbands VdK diskutierten gesternKevin Kühnert, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten und Jungsozialistinnen in der SPD (Jusos), und der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschland, Tilman Kuban, über die Zukunft des gesetzlichen Rentensystems in Deutschland. Im Verlauf dieser Begegnung zeichnete sich eine Reihe von unterschiedlichen Positionen ab. Einig war man sich allerdings darin, dass die gesetzliche Rente die tragende Säule derAlterssicherung in Deutschland ist. Um dieses System auch in Zukunft stabil zu halten, hatder VdK das Modell einer Erwerbstätigenversicherung entwickelt, in die künftig neben den Arbeitnehmern auch Selbstständige, Beamte und Politiker einzahlen sollen. Sowohl Kühnert als auch Kuban zeigten sich in dem Gespräch aufgeschlossen für dieses Modell. Insbesondere Juso-Chef Kühnert stimmte der VdK-Forderung nach einer einheitlichen Rentenversicherung für alle Erwerbstätigen zu: „Wir unterstützen das Modell. Dies ist eine langjährige Forderung der Jusos“. Aber auch JU-Bundesvorsitzende Kuban erklärte, dass es auf jeden Fall ein Ziel sein müsse, die Zahl der Beitragszahler langfristig zu erhöhen, weshalb auch er das VdK-Konzept der „Rente für alle“ nicht grundsätzlich ablehne. Allerdings wies Kuban auf den Erhalt der berufsständischen Versorgungswerke hin, hält aber für die Zukunft ein an das VdK-Konzept angelehntes Modell für diskussionswürdig.VdK-Präsidentin Verena Bentele zog am Ende eine positive Bilanz dieser Begegnung von führenden Vertretern der mitgliederstärksten parteipolitischen Jugendorganisationen in Deutschland. „Ich freue mich sehr, dass unser Modell einer Erwerbstätigenversicherung über Parteigrenzen hinweg auf positive Resonanz stieß“, sagte Verena Bentele.

VdK: „30 000 Verfahren vor Sozialgerichten"
Erste Bundestagung von 200 VdK-Juristen in Kassel„Sozialrecht ist unsere Stärke. Allein im Jahr 2018 hat der Sozialverband VdK bundesweit rund 30 000 Verfahren vor den Sozialgerichten geführt. Die Zahl der Menschen, die sozialrechtlichen Rat beim VdK suchen, steigt. Viele Menschen in Deutschland kommen mit dem komplizierten Sozialstaat nicht mehr klar“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele auf der Eröffnung der ersten bundesweiten VdK-Juristentagung in Kassel. Der VdK ist mit über 2 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband und führt die meisten Verfahren vor den Sozialgerichten.Im Kongress-Palais kommen 200 VdK-Juristinnen und -Juristen aus den 13 VdK-Landesverbänden für zwei Tage zusammen, um aktuelle Themen des Sozialrechts zu diskutieren. Dabei geht es um Krankengeld, Schmerzbegutachtung, Recht und Praxis von Widerspruchsausschüssen in der Sozialversicherung sowie die Rolle und Funktion eines Revisionsgerichts. Der Bedarf an sozialrechtlicher Beratung wächst stetig. Immer mehr Menschen können ihre Rechte nicht alleine durchsetzen, weil die Gesetze für Laien zu kompliziert sind oder es Widerstände der Leistungsträger gibt.Die VdK-Juristen helfen beispielsweise bei Schwierigkeiten und Streit um Hilfsmittel, den Pflegegrad, Krankengeld, dem Antrag auf Schwerbehinderung, Erwerbsminderungs- und Altersrenten. Sie füllen Anträge aus, führen den Schriftverkehr mit Behörden und Gerichten und reichen Klage ein. Dabei vertreten sie die Mitglieder durch alle drei Instanzen: vom Sozialgericht, über das Landessozialgericht bis zum Bundessozialgericht mit Sitz in Kassel, der „Hauptstadt des Sozialrechts“.„Wir setzen uns für eine gerechte Sozialpolitik ein. Je größer und kämpferischer ein wachsender Verband ist, umso größer ist sein politischer Einfluss“, so VdK-Präsidentin Verena Bentele. Die wichtigsten sozialpolitischen Ziele des VdK sind: Niemand soll in Armut leben müssen. Rente muss zum Leben reichen. Wer eine Behinderung hat, darf nicht benachteiligt werden. Wer krank ist, muss die bestmögliche gesundheitliche Versorgung erhalten. „Die mehr als zwei Millionen Mitglieder, die ihr Vertrauen in uns setzen, zeigen uns: Wir sind auf dem richtigen Weg“, so Bentele

August 2019 -

VdK: „Die Selbstbestimmung Betroffener muss jederzeit gewährleistet sein"
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Referentenentwurf zur Reform der Rehabilitation und intensivpflegerischen Versorgung vorgelegt. Das abgekürzt Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz (RISG)“ genannte Regelwerk sorgt für viel Kritik bei Betroffenen.
Der Sozialverband VdK teilt das Ziel, die Versorgung von Patienten in Beatmungs-WGs zu verbessern, bei der Umsetzung muss aber noch viel nachgesteuert werden. Gute und menschenwürdige Versorgung darf nicht davon abhängen, ob Patienten zu Hause, im
Krankenhaus, im Heim oder in „Beatmungs-WGs“ gepflegt werden. „In manchen ‚Beatmungs-WGs‘ ist die Versorgungslage aber bei Weitem nicht so gut, wie wir es uns
wünschen“, sagt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. „Beatmungs-WGs sind oft schlecht überwacht und wenig kontrolliert. Hier hätte der Vorstoß des Gesundheitsministeriums in erster Linie ansetzen müssen.“
Stattdessen ist das Wunsch- und Wahlrecht der Betroffenen in Gefahr. Menschen, die bisher zu Hause gepflegt wurden, könnten gezwungen werden, in Pflegeheime zu ziehen, da die Krankenkassen nach dem vorliegenden Gesetzentwurf die Pflege zu Hause nur noch in Ausnahmefällen bezahlen sollen.

Betroffene müssen ein Recht haben zu entscheiden, wo sie leben und gepflegt werden möchten. Die Menschenwürde, die Freiheit des Einzelnen und die Freizügigkeit sind unsere stärksten Grundrechte. Sie aus Kostengründen einzuschränken, wäre verfassungswidrig“, mahnt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Wir als VdK fordern das
Bundesgesundheitsministerium auf, hier nachzubessern und sicherzustellen, dass niemand gegen seinen Willen in ein Pflegeheim gehen muss.“
Zudem plädiert der VdK dafür, Krankenhäuser stärker in die Pflicht zu nehmen: Patienten müssen frühzeitig von den Beatmungsgeräten entwöhnt werden. „Das ist in vielen Fällen medizinisch möglich und sollte von den Kliniken auch gemacht werden“, sagt Verena Bentele. Bisher werden nach Beobachtung des VdK viele Patienten zu schnell in die
„Beatmungs-WGs“ entlassen, wo sie dann oft von Beatmungsgeräten abhängig bleiben.

März 2019 - Jahreshauptversammlung

Vorsitzender Wilfried Ullrich begrüßte vom Kreisverband Heilbronn den Vorsitzenden Frank Stroh und den BM-Stellvertreter Bernd Angelberger, sowie die anwesenden Mitglieder recht herzlich. Entschuldigt waren BM Brechter und Ehrenvorsitzender Alfred Lock.
2018 hatte man an Programmpunkten: Vortrag Barrierefreiheit, Ausflug Deutsches Weintor, Besenbesuch, 70 Jahrfeier in Gundelsheim mit anschließendem Sommerfest, Infostand SRH, Vortrag Patientenrechte in der SRH, Jahresabschlussfeier die beide recht gut besucht waren.
Gegen die Tradition wird beim Volkstrauertag kein Kranz mehr niedergelegt. Die Mitgliederzahl stieg in den letzten Jahren von 48 auf über 100 an. Es konnten das 99. 100. und 101. Mitglied beglückwünscht werden. Hier Regina Köninger als 101 Mitglied.

Kassenbericht durch Renate Schlüter. Anne Töltl und Manfred Neureuther haben die Kasse geprüft, sie ist strukturiert und übersichtlich. Entlastung wird vorgeschlagen.
Die einstimmige Entlastung von der Kassiererin und Gesamtvorstand wird einstimmig von Frank Stroh vorgenommen. In seinem Vortrag informierte er die Mitglieder, dass im Kreis HN 16 Beratungsstellen mit 35 – 40 Beratern eingerichtet wurden. Der Kreisverband hat über 7500 Mitglieder und Bundesweit über 1,9 Millionen Mitglieder. Er lädt die Mitglieder zur Kreiskonferenz und zum Blockhausbesen ein. Ebenso erwähnt er, dass auf der BUGA vom VdK ein Muster-Appartement vorgestellt wird und von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut wird. Bei den anschließenden Wahlen wurden alle einstimmig gewählt: 1. Vorsitzender Wilfried Ullrich,
2. Vorsitzende und Frauenbeauftragte Iris Hänsel, Kassiererin Renate Schlüter, Schriftführerin Iris Hänsel kommissarisch , Beisitzer Gisela Schäfer und Walter Kreher, Revisoren Anne Töltl und Manfred Neureuther. Zuständig für Homepage – Susanne Reinmuth, Sprechstunde – Ralf Weißenfels.
Im Namen des BM und der Stadtverwaltung bedankt sich Bernd Angelberger für die ehrenamtlichen Tätigkeiten. Für 20 Jahre Ehrenamt für den VdK übergab er den Blauen Turm in Gold an Gerda Maisenhälder und Vorsitzender Wilfried Ullrich überreicht für ihre langjährige Mitarbeit einen Blumenstrauß.

Am Schluss wird nochmals das ganze Jahresprogramm detailliert angezeigt und besprochen. z. B. Ausflüge nach Mannheim und Stuttgart, Besenbesuch und Sommerfest, sowie Vorträge.

Ma/WU

Februar 2019

Große Aktion des VdK Baden-Württemberg: „Pflege macht arm!“
Auf der Landespressekonferenz (LPK) im Landtag hat der Sozialverband VdK Baden-Württemberg am 7. Februar seine große Pflegeaktion 2019 „Pflege macht arm!“ gestartet. Sie will darauf aufmerksam machen, dass immer mehr pflegebedürftige Menschen, insbesondere Heimbewohner, wegen der hohen Eigenanteile auf Sozialhilfe angewiesen sind und am Lebensende zu Taschengeldempfängern werden. Hintergrundinformationen zur Aktion, ein Film und die Möglichkeit der Abstimmung gibt es unter www.vdk-bawue.de im Internet. Außerdem berichten die VdK-Zeitungen vom Februar und vom März 2019 darüber.

Wichtige VdK-Messetermine im Frühjahr 2019
Mitglieder und VdK-Interessierte, hier wichtige Messetermine zum Vormerken:
9. bis 17. März „fdf Tübingen“: VdK-Messestand auf dieser Endverbrauchermesse; 16. bis 24. März „Regio-Messe Lörrach“: VdK-Messestand auf dieser Verbrauchermesse; 20. bis 24. März „IBO Friedrichshafen“: VdK-Messestand auf dieser vier Publikumsmessen umfassenden Messe; 11./12. Mai „Grünsfelder VdK-Gesundheitstage“: Große bunte VdK-Veranstaltung im Main-Tauber-Kreis unter anderem mit Messe, Vorträgen, Aktionen, Showabend, Konzert und Kinderprogramm; 16. bis 18. Mai „REHAB Karlsruhe“: VdK-Messestand auf dieser Reha-Fachmesse; 3. Juli „VdK-Reha- und Gesundheitsmesse Heilbronn“: VdK-eigene Messe in Harmonie anlässlich der VdK-Landesschulung für Behindertenvertreter.

Die Rentenversicherung erklärt den Rentenpakt
Fragen und Antworten zum „Rentenpakt“, der im Januar 2019 in Kraft trat, enthält eine Sonderinformation der Deutschen Rentenversicherung (DRV): Unter www.deutsche-rentenversicherung.de/rentenpakt kann man sich über die neuen Haltelinien für Beitragssatz und Rentenniveau, die Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner, den Ausbau der Mütterrente sowie über die Entlastung für Geringverdiener informieren. Auch steht eine kleine Broschüre zum Download bereit, die den Rentenpakt erklärt. Wer die Gratis-Broschüre in Papierform möchte, kann sie telefonisch unter (0721) 825-23888 oder per Mail presse@drv-bw.de bestellen. Individuelle und persönliche Beratung zum Rentenpakt erhalten Interessierte wohnortnah in den Regionalzentren und Außenstellen der DRV Baden-Württemberg, zudem gibt es das Gratis-Servicetelefon unter (0800) 1000 48 024.

JANUAR 2019

Viele VdK-Online-Seminare im Frühjahr 2019
Der Sozialverband VdK bietet wieder kostenlose Online-Seminare an:
Interessierte können schon am 22. Januar 2019, 11 Uhr, an einem sogenannten Webinar zur Erwerbsminderungsrente und am 23. Januar, 10 Uhr, zur Thematik Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung teilnehmen – zudem am 12. Februar, 11 Uhr, zu den innerbetrieblichen Rechten der Schwerbehindertenvertretung, am 27. Februar, 10 Uhr, zu den Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), am 12. März, 11 Uhr, zum Behinderungs-Feststellungsverfahren, am 27. März, 10 Uhr, zu den Patientenrechten und am 9. April, 11 Uhr, zum besonderen Kündigungsschutz für Schwerbehinderte. Benötigt wird nur ein internetfähiger PC oder ein Laptop. Weitere Informationen unter www.vdk.de/bawue-marketing. Dort geht‘s auch zur Anmeldung.

Höherer Mindestlohn seit 1. Januar 2019

Am 1. Januar 2019 stieg der gesetzliche Mindestlohn, den es bereits seit 2015 gibt, auf 9,19 Euro. In einem weiteren Schritt soll er zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro steigen. Bereits seit Januar 2018 gilt der Mindestlohn in allen Branchen. Der Sozialverband VdK hält den aktuellen Mindestlohn für zu gering, um mit ihm ein auskömmliches Leben oberhalb der Grundsicherung aufbauen zu können. Als Sozialverband setzt er sich bereits seit gut 70 Jahren für die sozialen Belange der Menschen in Bund und Land ein. Vor allem Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, Rentnerinnen und Rentner, aber auch Grundsicherungsempfänger, zudem am Ehrenamt Interessierte sind Mitglied im VdK und profitieren von der sozialpolitischen Interessenvertretung, vom Sozialrechtsschutz und weiteren Serviceleistungen. Kontakt: www.vdk-bawue.de

Ansprechstellen für Prävention und Reha

Viele Menschen mit Teilhabebedarf oder Behinderungen wurden seit 2001 von den Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation in Baden-Württemberg trägerübergreifend unterstützt. Diese Einrichtungen stellten zum 31. Dezember 2018 ihre Arbeit ein. Stattdessen sind bereits zum 1. Januar 2018 die neuen „Ansprechstellen für Prävention und Reha“ gestartet. Diese ebenfalls bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg angesiedelten Beratungsstellen fungieren als Ansprechstellen im Sinne des neuen Bundesteilhabegesetzes (BTHG) – und zwar für Leistungsberechtigte, Arbeitgeber und für andere Rehabilitationsträger. Sie informieren über Teilhabeleistungen, deren Ziele, Verfahrenswege, das Persönliche Budget und über weitergehende Beratungsangebote inklusive der neuen Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB).

Viele Gedenktage zu Gesundheits- oder Sozialthemen

Auch im Jahr 2019 gibt es wieder viele Gedenktage zu medizinischen oder sozialen Themen. Sie gehen oft mit Veranstaltungen, Aktionen oder Veröffentlichungen einher. So gibt es beispielsweise am 20. Februar den Welttag der Sozialen Gerechtigkeit, am 8. März den Internationalen Frauentag, am 21. März den Welt-Down-Syndrom-Tag, am 11. April den Welt-Parkinson-Tag, am 5. Mai den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, am 12. Mai den Internationalen Tag der Pflege, am 1. Juni den Welt-Organspende-Tag, am 21. September den Internationalen Alzheimer-Tag, am 29. September den Internationalen Tag der Gehörlosen, am 1. Oktober den Internationalen Tag der älteren Menschen, am 12. Oktober den Welt-Rheuma-Tag, am 20. Oktober den Welt-Osteoporose-Tag, am 14. November den Weltdiabetestag, am 3. Dezember den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung oder auch am 5. Dezember den Internationalen Tag des Ehrenamts.


Berlin - 27. Dezember 2018 VdK fordert Pflegepersonenzeit und Pflegepersonengeld

Verband will den größten privaten „Pflegedienst“ stärken
Der Sozialverband VdK hat ein Konzept gegen die hohe Belastung privat Pflegender vorgelegt. Die häusliche Betreuung von Angehörigen oder Freunden ist eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe, die gefördert werden muss. Die aktuellen Gesetze für Pflegende kritisiert VdK-Präsidentin Verena Bentele als unzureichend. Das Konzept des VdK sieht vor, dass mehr Personen als bisher eine Auszeit für die Pflege nehmen können. Diese soll auch länger dauern können als bislang. In dieser Zeit erhalten Pflegende eine Lohnersatzleistung. Vorbilder des Konzepts sind die „Elternzeit“ und das „Elterngeld“ für Mütter und Väter.

„Viele privat Pflegende sind körperlich und psychisch stark belastet. Auch machen sie oft berufliche Abstriche und nehmen finanzielle Einbußen bei Einkommen und Renten in Kauf, um andere zu pflegen. An der schwierigen Situation Pflegender ändern die aktuell geltenden Gesetze kaum etwas“, erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.
Das Konzept des VdK orientiert sich an der „Elternzeit“ und am „Elterngeld“. Denn so wie Mütter und Väter bei der Betreuung ihrer Kinder, leisten auch Menschen, die sich um Pflegebedürftige kümmern, eine gesellschaftlich unverzichtbare Arbeit.

Mehr Zeit für Pflegende: Die Pflegepersonenzeit des VDK

Analog der Elternzeit ist die Pflegepersonenzeit eine teilweise oder vollständige Freistellung von der Arbeit, auf die Pflegende einen Rechtsanspruch haben. Man kann also, anders als bisher, unabhängig etwa von der Betriebsgröße eine Pflege-Auszeit nehmen. Damit erweitert sich der Kreis der Anspruchsberechtigten.
Pflegende dürfen sich pro Pflegebedürftigen, um den sie sich kümmern, drei Jahre und damit länger als bislang freistellen lassen. Man kann sich die Betreuung auch mit einer Person teilen, die Pflegepersonenzeit beträgt dann sechs Jahre pro Pflegebedürftigem insgesamt.
Um die Pflegepersonenzeit nutzen zu können, muss man nicht unbedingt Angehörige pflegen, es können auch Freunde oder Nachbarn sein. Dies entspricht heutigen gesellschaftlichen Strukturen.
Bedingungen für den Anspruch auf die Pflegepersonenzeit sind: Pflegende müssen sich um einen Pflegebedürftigen kümmern, der einen Pflegegrad von mindestens 2 hat und zu Hause lebt. Zur Unterstützung darf man einen ambulanten Pflegedienst beauftragen. Pflegende müssen auch mindestens zehn Stunden in der Woche pflegen, verteilt auf zwei Tage, und sie dürfen maximal 30 Wochenstunden arbeiten.

Mehr Geld für Pflegende: Das Pflegepersonengeld des VdK
„Wer die Pflegepersonenzeit nutzt, soll Anspruch auf eine Lohnersatzleistung haben, analog dem 'Elterngeld'“, erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Diese Leistung heißt in unserem Konzept 'Pflegepersonengeld‘. Das ist für Pflegende eine große finanzielle Hilfe, denn bisher können Pflegende Auszeiten für Pflege nur über zinslose Darlehen finanzieren.“
Das Pflegepersonengeld des VdK beträgt 65 bis 100 Prozent des vorherigen Nettolohns der Pflegenden, mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro pro Monat. Man kann es maximal zwölf Monate beziehen. Betreuen zwei Pflegende einen Pflegebedürftigen, liegt die Bezugsdauer bei 14 Monaten insgesamt.
„Das Pflegepersonengeld soll nach unserem Konzept aus Steuermitteln finanziert werden“, sagt Verena Bentele. „Die Ausgaben dafür betragen nach Berechnungen des VdK pro Jahr 4,3 Milliarden Euro. Deutschland ist ein reiches Land und kann sich die Unterstützung Pflegender auch etwas kosten lassen.“


Sozialrechtliche Änderungen ab Januar 2019
Am 1. Januar 2019 treten einige Gesetzesänderungen in Kraft, für die sich der Sozialverband VdK Baden-Württemberg seit Langem eingesetzt hat, wie die Rückkehr zur Beitragsparität in der gesetzlichen Krankenversicherung, die Sicherung des Rentenniveaus oder auch Verbesserungen bei Mütterrente und Erwerbsminderungsrente. Der VdK verlangt jedoch weitere Verbesserungen für die Betroffenen – beispielsweise die völlige Gleichstellung aller Mütter bei der Mütterrente oder auch die Abschaffung der Abschläge auf Erwerbsminderungsrenten sowie die Anhebung des Rentenniveaus auf mindestens 50 Prozent. Detailinformationen zu den gesetzlichen Neuerungen finden sich unter www.vdk.de/vdk1218 und können ab 17. Dezember im kostenlosen VdK-Videoportal unter www.vdktv.de abgerufen werden.


Online-Sprechstunde docdirekt jetzt landesweit
Ab sofort können sich Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg von einem Tele-Arzt beraten lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) dehnt das Modellprojekt docdirekt landesweit aus. Bislang war die Online-Fernbehandlung auf die Stadt Stuttgart und den Landkreis Tuttlingen begrenzt gewesen. Nach KVBW-Informationen stehen die Tele-Ärzte (niedergelassene Haus-, Kinder- und Jugendärzte) von montags bis freitags zwischen 9 und 19 Uhr zur Verfügung. Die einfachste Kontaktmöglichkeit geht über die docdirekt-App, die im Google- oder App-Store zum Download bereitsteht. Die Anmeldung ist zudem über www.docdirekt.de sowie per Telefon unter (0711) 965 897 00 möglich.


Mütterrente kommt automatisch
Ab 1. Januar 2019 gibt es mehr Mütterrente für vor 1992 geborene Kinder. Dann wird für jedes dieser Kinder ein halbes Jahr zusätzlich bei der Rente angerechnet. Sie erhöht sich so um bis zu 16,02 Euro in den alten Bundesländern. Wer ab Januar neu in Rente geht, erhält die Mütterrente von der ersten Rentenzahlung an. Rund 9,7 Millionen Mütter und Väter, die bereits in Rente sind, werden im Frühjahr 2019 die Nachzahlungen der Mütterrente automatisch bekommen. Ein extra Antrag ist nicht notwendig. Einzige Ausnahme: Adoptiv- und Pflegeeltern, die Mütterrente beanspruchen, müssen bei ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger formlos einen Antrag stellen, informierte kürzlich die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg.


Wichtiges BGH-Urteil für Heimbewohner
Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied, dass Bewohner eines Pflegeheims beim vorzeitigen Heimwechsel nicht doppelt Miete zahlen müssen. Denn das Gesetz schreibe für Bezieher von Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nur eine taggenaue Abrechnung vor (Az.: III ZR 292/17). Auch wenn der Heim- und Betreuungsvertrag erst zum Monatsende gekündigt wurde, könne der Heimbetreiber beim vorzeitigen Auszug des Bewohners nur die Vergütung bis zum Auszugstag verlangen. Im zugrundeliegenden Fall hatte ein MS-Patient seinen Heimvertrag zum Monatsende gekündigt, weil er in ein Spezialheim für Multiple-Sklerose-Kranke umziehen wollte. Da dort ein Platz jedoch kurzfristig früher frei wurde, zog der Betroffene entsprechend früher um und wollte daher die komplette Monatsvergütung in seinem bisherigen Heim nicht mehr entrichten – zu Recht, so die BGH-Richter.


Neues Infoportal: hospizlotse.de
Der Hospizlotse (www.hospizlotse.de) ist ein neues unabhängiges und kostenloses Informationsportal des Verbands der Ersatzkassen (vdek). Dort finden sich Angebote und Leistungen der Hospiz- und Palliativversorgung für schwerstkranke und sterbende Menschen. Der Hospizlotse will dazu beitragen, dass Schwerstkranke individuell passende Angebote einer hospizlichen Begleitung, Beratung, Betreuung und palliativmedizinischen und -pflegerischen Versorgung in der Region kennen. Aufgeführt werden diverse Begleitungs- und Versorgungsformen. So werden beispielsweise Kontaktdaten von ambulanten Hospizdiensten, stationären Hospizen für Erwachsene, stationären Kinderhospizen, Ärzten mit Weiterbildung in Palliativmedizin, Pflegediensten mit Weiterbildung in Palliativ-Care sowie multiprofessionellen und interdisziplinären Versorgungsteams genannt.


Bildrechte einblenden

Bildrechte auf der Seite "https://www.vdk.de/ov-bad-wimpfen/ID141894":

  1. Presse | © Presse

Liste der Bildrechte schließen