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Wochenbericht KW 07/17

Strom für Hilfsmittel: Krankenkassen erstatten Kosten auf Antrag!

Die Stromkosten werden auch im kommenden Jahr wieder steigen. Gerade für kranke Menschen, die oft mit jedem Cent rechnen müssen, ist das eine finanzielle Belastung. Umso wichtiger zu wissen, dass die gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag die Stromkosten für bestimmte elektrische Hilfsmittel übernehmen.
Die Kassen sind gesetzlich verpflichtet, die anfallenden Stromkosten zu bezahlen, die beim Betreiben elektrischer Hilfsmittel anfallen. Diese müssen allerdings ausdrücklich vom Arzt verordnet worden sein. Dazu gehören beispielsweise Beatmungs- und Absaugungsgeräte sowie Inhalatoren und Luftbefeuchter. Auch Elektromobile, Elektrorollstühle, Lifter, Monitore oder Wechseldruckmatratzen, wie sie bei Dekubitus benötigt werden, können viel Strom verbrauchen.
Gerade in der häuslichen Pflege kommen oft mehrere Hilfsmittel zum Einsatz. Da summieren sich die Stromkosten für jedes einzelne Gerät schnell zu einem größeren Betrag. Wer sich allerdings selbst ein elektrisches Hilfsmittel kauft, muss den Strom dafür aus eigener Tasche zahlen. Stromkosten können bis zu vier Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. Dabei ist zu beachten, dass jede Krankenkasse ihre eigenen Regelungen hat. Manche rechnen per Pauschale ab, andere nach Verbrauch. Daher sollte man vorher gezielt nachfragen, ob es ein spezielles Formular gibt oder ob ein formloser Antrag auf die krankheitsbedingte Übernahme der Stromkosten ausreicht. Der Strom lässt sich anhand der täglichen Betriebszeit und Wattzahl des Geräts sowie der Zahl der Nutzungstage pro Jahr und den Kosten für ein Kilowatt Strom berechnen. Manche Krankenkassen haben dafür einen Vordruck, in den man die einzelnen Posten nur noch einzutragen braucht und eine Kopie der Stromrechnung beifügt. Bei anderen muss man die angefallenen Kosten pro Gerät, das genau zu benennen ist, in einem formlosen Anschreiben nachweisen.

Wollen die Krankenkassen die Stromkosten für verordnete Hilfsmittel nicht übernehmen, sollte man Widerspruch einlegen.

Beratung und Hilfe dazu gibt es in den VdK-Geschäftsstellen.

"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer." Lucius Annaeus Seneca

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Für den Vorstand Rudolf Szilinski

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