Informationen

Der Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI)

Mit Inkrafttreten des zweiten Pflegestärkungsgesetzes zum 01.01.2017 wurde auch der Entlastungsbetrag neu eingeführt. Anspruch haben alle Pflegebedürftige, die sich in häuslicher Pflege befinden und bereits einen anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5 besitzen. Der Entlastungsbetrag beträgt, unabhängig vom jeweiligen Pflegegrad, monatlich 125 Euro.

Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden - es zählt das Kostenerstattungsprinzip. Dies bedeutet, Leistungen müssen vorher nicht extra beantragt werden, sondern die Aufwendungen werden im Nachhinein von der Pflegekasse erstattet, sofern sie die Bedingungen erfüllen und belegt werden können. Möchten Sie nicht in Vorleistung gehen, besteht außerdem die Möglichkeit, dass der Betreuungsdienst/Pflegedienst Leistungen direkt mit der Pflegekasse abrechnet. Hierfür muss eine Abtretungserklärung ausgefüllt werden.

Wird der monatliche Entlastungsbetrag nicht oder nicht vollständig ausgeschöpft, kann der Restbetrag in den Folgemonaten des Kalenderjahres, spätestens bis zum 30.06. des Folgejahres, aufgebraucht werden. Das noch verfügbare Budget kann bei der zuständigen Pflegeversicherung abgefragt werden.

Der Entlastungsbetrag kann für folgende Leistungen verwendet werden:

  • Teilstationäre Pflege / Kurzzeitpflege
  • Zugelassene Pflegedienste
  • Anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag
  • Anerkannte Haushalts- und Serviceangebote
  • Anerkannte ehrenamtliche Helfer

Weitere Informationen zu Angeboten zur Unterstützung im Alltag finden Sie unter folgenden Links:

Die regionalen Angebote können Sie online hier suchen
(über die Landesinitiative Demenz NRW):

Demenz-Service NRW_Angebotsverzeichnis

Weitere ausführliche Infos zu den Angeboten finden Sie hier:
Bezirksregierung Düsseldorf: Angebote zur Unterstützung im Alltag

Neue Be­hin­der­ten-
und Pflege-Pauschbeträge

Die Behinderten-Pauschbeträge in § 33b Abs. 3 Satz 2 EStG werden verdoppelt. Zugleich wird die hinsichtlich des Grads der Behinderung veraltete Systematik an das Sozialrecht angeglichen. Daher wird in Zukunft eine Behinderung bereits ab einem Grad der Behinderung von 20 (bisher 25) festgestellt und die Systematik in 10er Schritten bis zu einem Grad der Behinderung von 100 fortgeschrieben:

Haufe Online Redaktion: Neue Be­hin­der­ten- und Pflege-Pauschbeträge

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