VdK NRW in der Landespressekonferenz

Mitgliederrekord und mehr als 20 Mio. Euro an Nachzahlungen erstritten

Sozialverband VdK NRW in der Landespressekonferenz

VdK NRW: „Immer mehr Menschen sind aufgrund der sozialen Schieflage verunsichert“

In NRW nehmen immer mehr Menschen die Unterstützung des Sozialverbands VdK in Anspruch. „Allein in den ersten zweieinhalb Monaten des Jahres erreichten uns landesweit 7.500 Neu-Anmeldungen“, sagte der Vorsitzende Horst Vöge heute in der Landespressekonferenz. „Mit insgesamt gut 370.000 Mitgliedern vertraut jeder 50. NRW-Bürger auf unsere sozialrechtliche Beratung und Vertretung.“


Von links: VdK-Landesgeschäftsführer Thomas Zander und VdK-Landesvorsitzender Horst Vöge | © Sozialverband VdK NRW_Tobias Zaplata

Einen weiteren Rekord verzeichnete der VdK NRW im vergangenen Jahr mit nahezu 6.900 Klage- und 18.900 Widerspruchsverfahren. „In beiden Bereichen konnten wir für unsere Mitglieder jeweils rund zehn Millionen Euro an einmaligen Nachzahlungen erstreiten. Hinzu kommen erhebliche laufende monatliche Nachzahlungen“, erläuterte Geschäftsführer Thomas Zander. „Einen Schwerpunkt bilden dabei Fälle zur Rentenversicherung, von denen vor den NRW-Sozialgerichten rund jeder fünfte von unseren Juristen vertreten wurde.“

Demnach werden zum Beispiel Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente häufig zu Unrecht abgelehnt. „Allein die Zahl derjenigen, die aus psychischen Gründen nicht mehr am Arbeitsleben teilnehmen können und dringend auf diese Leistung angewiesen sind, ist in NRW binnen zehn Jahren um 23 Prozent gestiegen“, betonte Thomas Zander. „Mit 734 Euro pro Monat leben Neuzugänge schon jetzt am Existenzminimum.“ Aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen aus der Zeit des Erwerbslebens scheitern Betroffene im Alter dann an den erforderlichen 33 Jahren für eine Grundrente. „Als VdK fordern wir daher die Abschaffung der Abschläge für Erwerbsminderungsrentner – und dass diese Menschen später auch einen Zugang zur Grundrente erhalten.“

Im Rahmen von über 112.000 Sprechstunden-Kontakten pro Jahr in ganz NRW kennt der VdK die Sorgen von Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen. „Auch hier fürchten sich viele vor Armut, zumal der Eigenanteil für die Heimunterbringung hierzulande mit monatlich 2.357 Euro deutlich über dem Bundesdurchschnitt in Höhe von 1.940 Euro liegt“, sagte Horst Vöge. Unabhängig davon verschärft sich der Fachkräftemangel – es fehlen in NRW knapp 9.000 Stellen (Vollzeit). Der Landesvorsitzende, zugleich Vizepräsident des VdK Deutschland, sprach sich daher für eine Pflegevollversicherung aus: „Wir müssen den Beruf durch bessere Arbeitsbedingungen attraktiver machen. Um sämtliche Kosten für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe abzudecken, dürfen auch neue Steuern kein Tabu sein.“
verantwortlich: Andrea Temminghoff


Der Sozialverband VdK ist mit zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK NRW e. V. sind gut 370.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.

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