Streit um Sozialticket

Menschen in NRW haben
ein Recht auf Mobilität!

Sozialverband VdK fordert ressortübergreifendes Handeln für die Teilhabe aller

Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen begrüßt, dass Armin Laschet den Streit um das Sozialticket mittlerweile zur Chefsache erklärt hat. "Wir hoffen, dass es der Ministerpräsident mit seinem jüngsten Einlenken ernst meint", so der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge. "Schließlich sind in NRW schon heute bis zu 300.000 Menschen auf dieses Angebot angewiesen. Es wäre ein Armutszeugnis für unsere Regierung, wenn sich Menschen, die ohnehin schon am Existenzminimum leben, das Geld für ihre Mobilität zukünftig wortwörtlich vom Munde absparen müssten."

Besonders dramatisch würde sich die Abschaffung der Zuschüsse zum Sozialticket für Menschen auswirken, die trotz Schwerbehinderung keinen Anspruch auf Freifahrten haben, befürchtet der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen. "Sie gehören einerseits zu den einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen und sind andererseits häufig auf Bus und Bahn angewiesen, um beruflich oder privat überhaupt von A nach B kommen zu können", betont der Vorsitzende Horst Vöge und appelliert zugleich: "Die aktuelle Diskussion macht darüber hinaus aber auch deutlich, dass die nordrhein-westfälische Sozialpolitik nicht allein Sache des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales ist. Vielmehr betrifft die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe alle Politikbereiche und erfordert demnach ein abgestimmtes Handeln zwischen den unterschiedlichen Ressorts."

verantwortlich: Andrea Temminghoff


Der Sozialverband VdK ist mit 1,8 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen e. V. sind rund 330.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.

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