14. Januar 2021
Presse

Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken auch in NRW?

VdK warnt: „Sozial Benachteiligte können coronabedingte Mehrkosten nicht stemmen!“

Nachdem Bayern eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken beim Einkaufen und im Öffentlichen Nahverkehr erlassen hat, ist hierüber nun auch eine breite Diskussion in NRW entbrannt. Der VdK-Landesvorsitzende mahnt daher, im Falle einer Einführung die vergleichsweise hohen Kosten für eine Anschaffung zu bedenken: „Im Regelsatz der Grundsicherung sind beispielsweise genau 17,02 Euro für Gesundheit und Hygiene vorgesehen“, erläutert Horst Vöge. „Selbst wenn jemand diesen Betrag ausschließlich für FFP2-Masken nutzt, wären das bei einem Einzelpreis von bis zu sechs Euro nicht einmal drei Stück pro Monat. Aus diesem Grund machen wir uns auch seit Beginn der Pandemie für einen Aufschlag von 100 Euro pro Monat für Grundsicherungsbezieher*innen stark.“

FFP2-Maske
© Sozialverband VdK NRW

Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen fordert die Politik zudem auf, bei allen Regelungen zum Schutz vor Corona nicht die Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten von Menschen mit kleinen Renten und niedrigem Einkommen außer Acht zu lassen. „Es kann und darf nicht sein, dass beispielsweise Alleinerziehende, die ohnehin schon am Existenzminimum leben, einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind!“ Außerdem müsse verhindert werden, dass Betroffene nicht in den Supermarkt dürfen, weil sie sich keine FFP2-Masken mehr leisten können. „Sollten diese auch in unserem Bundesland zur Pflicht werden, setzen wir uns auf jeden Fall für die Bereitstellung von kostenlosen Exemplaren für besonders Bedürftige ein“, betont Horst Vöge.

verantwortlich: Andrea Temminghoff


Der Sozialverband VdK ist mit zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK NRW sind rund 373.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und sieben Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.

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