Presse

Altersarmut bleibt in NRW ein wachsendes Problem
– kein Wermutstropfen

Anlässlich der heute veröffentlichten Daten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW zur sozialen Lage in NRW warnt der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, dass immer mehr Menschen im Alter in unserem Bundesland auf Sozialhilfe angewiesen sind. Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung stieg in NRW um rund 6000 auf 282.000 - Tendenz weiter steigend. Im Rahmen seiner bundesweiten Kampagne #Rentefüralle (www.rentefüralle.de) fordert der Sozialverband VdK daher unter anderem, dass geringe Renten aufgewertet werden und der Mindestlohn auf 12,80 Euro steigt.

"Am Beispiel des Ruhrgebiets, das inzwischen als Armenhaus der Republik gilt, zeigt sich, dass die Eindämmung von Minijobs, Befristungen, Zeit- und Leiharbeit dringend notwendig ist", erläutert der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende. Horst Vöge: „Sonst werden diejenigen, die schon in jungen Jahren prekär beschäftigt sind und wegen Erziehungs- oder Pflegezeiten teilweise beziehungsweise vollständig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen, im Alter zwangsläufig auf staatliche Leistungen angewiesen sein.“ Der VdK-Vorsitzende mahnt abschließend an: „Wir fordern ein verändertes Rentensystem mit entsprechender steuerlicher Unterstützung, weil die Erwerbsbiografie als Grundlage für eine Rente zum Leben nicht mehr ausreicht.“

verantwortlich: Tobias Zaplata


Der Sozialverband VdK ist mit zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK NRW e. V. sind mehr als 360.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.

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