Presse

Generationengerechte Altersversorgung
als Ausweg aus der Armutsfalle

Sozialverband VdK NRW diskutiert mit Politik und Fachleuten über gerechte Renten - heute und in Zukunft

Zur Veröffentlichung neuer Daten zur Armutsgefährdung durch das Statistische Landesamt macht der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen deutlich, dass angesichts der gestiegenen Anteile von RentnerInnen und Erwerbstätigen seit 2008 sowohl ältere als auch jüngere Menschen dringend auf eine zukunftsfähige Altersversorgung angewiesen sind. „Es kann nicht sein, dass jemand nach Jahrzehnten voller Arbeit, Kindererziehung oder Angehörigenpflege zum Sozialamt gehen muss“, so der Vorsitzende Horst Vöge. „Wir fordern Respekt für diese Lebensleistung - in Form einer guten Rente für alle Generationen!“

Bei einer Diskussionsrunde, zu der der VdK-Landesverband für heute ExpertInnen aus Wissenschaft und Verwaltung sowie NachwuchspolitikerInnen nach Düsseldorf eingeladen hat, geht es daher zum einen um die aktuelle Situation von RentnerInnen in NRW. „Allein die Zahl der EmpfängerInnen von Grundsicherung im Alter ist in den letzten sechs Jahren um knapp 14 Prozent gestiegen, auf zuletzt rund 155.000“, mahnt Horst Vöge. „Um geringe Bezüge aufzuwerten und das Rentenniveau insgesamt bei 50 Prozent zu stabilisieren, setzen wir uns im Rahmen unserer bundesweiten Kampagne #Rentefüralle (www.rentefüralle.de) daher ausdrücklich für eine gerechtere Steuerpolitik ein.“

Eine Umverteilung von oben nach unten käme selbstverständlich auch jüngeren Menschen zugute: „Arbeit muss sich lohnen – auch fürs Alter“, betont der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen. „Demnach ist es aus unserer Sicht dringend notwendig, den Mindestlohn auf 12,80 Euro anzuheben und prekäre Beschäftigungsverhältnisse einzudämmen.“ Zudem müssten Zeiten, in denen jemand aus dem Berufsleben aussteigt und Angehörige pflegt, rentenrechtlich mit denen der Kindererziehung gleichgestellt werden. „Nicht zuletzt zahlen sich Investitionen in gleiche Bildungschancen mehr als aus“, ist Horst Vöge überzeugt. „Entsprechende Maßnahmen wären ein wichtiger Beitrag, um das Vertrauen in die staatlichen Sicherungssysteme nachhaltig zu stärken.“

verantwortlich: Andrea Temminghoff


Flyer "Einladung zur Diskussion "Generationengerechte Rente" in Düsseldorf


Der Sozialverband VdK ist mit rund zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK NRW e. V. sind rund 350.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.