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VdK fordert Seniorenticket für NRW

Beispiel Hessen: Für 1 Euro am Tag zum Umstieg auf Bus und Bahn motivieren

In einem Schreiben an den hiesigen Verkehrsminister Hendrik Wüst hat der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen heute angeregt, zukünftig ein Seniorenticket nach dem Vorbild einer deutschlandweit einmaligen Initiative aus Hessen einzuführen: Dort wird ab dem 1. Januar 2020 eine Jahreskarte zum Preis von 365 Euro erhältlich sein, mit der Männer und Frauen ab 65 Jahren im ganzen Bundesland den öffentlichen Personennahverkehr einschließlich der Regionalzüge nutzen können. An Werktagen soll die Gültigkeit dabei morgens um 9 Uhr beginnen, um den Berufsverkehr nicht zu überlasten.

„Wir sehen hier durchaus auch Handlungsspielraum und gute Ansatzpunkte für Nordrhein-Westfalen“, stellt der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge in seinem Brief an den zuständigen Minister fest. Das Angebot bedeute nicht nur ein Mehr an Lebensqualität für Seniorinnen und Senioren, sondern auch „einen richtigen Schritt in Richtung Klimaschutz und Verkehrswende“. Darüber hinaus könne dadurch ein Anreiz geschaffen werden, dass Menschen ihr Auto im Alter aufgrund des besseren Sicherheitsgefühls eher stehen lassen und stattdessen auf Busse und Bahnen umsteigen.

„Allerdings brauchen wir in jedem Fall mehr Engagement für Mobilitätsangebote und eine bessere Taktung des ÖPNV im ländlichen Raum“, räumt Horst Vöge auch mit Blick auf die Einführung des Azubi-Tickets ein, das der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen ausdrücklich begrüßt. Langfristig wäre für unser Bundesland natürlich „ein günstiges Bürgerticket für alle die gerechteste und ökologisch beste Lösung“, so der Vorsitzende.

verantwortlich: Andrea Temminghoff


Der Sozialverband VdK ist mit fast 2 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK NRW e. V. sind rund 350.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.