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Der Mensch muss
im Mittelpunkt stehen!

VdK-Forderungen: Sozialer Arbeitsmarkt und gesundheitliche Versorgung

Beim Neujahrsempfang des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen kritisierte der Vorsitzende Horst Vöge heute in Düsseldorf, dass Langzeitarbeitslose trotz guter Konjunktur immer noch schlechte Chancen auf eine Rückkehr ins Berufsleben haben.

"Leider werden die mehr als 280.000 Betroffenen in unserem Bundesland vorrangig als Kostenfaktor wahrgenommen. Statt sich im Glanz schöner Statistiken zu sonnen, sollte es den Jobcentern vielmehr um den Menschen und seine Integration in die Gesellschaft gehen", so Vöge. "Das gilt zum einen für Ältere und Geringqualifizierte, insbesondere aber für Menschen mit Behinderung: Schließlich ist ihr Anteil an allen Arbeitslosen zuletzt auf 6,75 Prozent gestiegen."


Von links: Horst Vöge (VdK-Landesvorsitzender), Thomas Zander (VdK-Landesgeschäftsführer), Ulrike Mascher (Präsidentin VdK Deutschland), Katharina Batz (stellvertretende VdK-Landesvorsitzende) und Thomas Geisel (Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf). | © www.eventfotograf.in

Vor rund 130 Gästen in Roncalli's Apollo Varieté verwies die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, derweil auf die Notwendigkeit eines sozialpolitischen Kurswechsels unter einer neuen, schnellstmöglich zu bildenden Bundesregierung. "Der Handlungsbedarf ist groß: Ein wachsender Niedriglohnbereich, ein Mindestlohn, mit dem man kaum über die Runden kommt, Kürzungsfaktoren und hohe Abschläge, die die Alterseinkommen ausbremsen, kaum Beschäftigungschancen für Langzeitarbeitslose, fehlende Betreuungsangebote für Kinder von Alleinerziehenden, Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung, hohe Mietbelastungen und Sozialleistungen, die zum Leben nicht reichen. Wir brauchen endlich tragfähige Lösungen für die existenziellen Fragen und Sorgen der Betroffenen. Der VdK fordert deshalb rasche Maßnahmen im Kampf gegen Altersarmut, gegen die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung, gegen die wachsende Einkommensungleichheit und gegen eine Zweiklassenmedizin."

Mit Blick auf die Zukunft der ärztlichen Versorgung ging der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge nicht zuletzt auf die Chancen und Risiken von Digitalisierung ein: "Die gesundheitliche Infrastruktur kann beispielsweise im ländlichen Raum mit neuen technischen Möglichkeiten aufrechterhalten und verbessert werden." Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen unterstützt daher ausdrücklich das Bestreben der NRW-Regierung, Telemedizin und Telematik zu stärken. "Wichtig ist dabei allerdings, dass der Nutzen für die Patienten erwiesen ist und der Mensch im Mittelpunkt steht", betonte Vöge. "Datenschutz und Datensicherheit müssen gewährleistet sein und der persönliche Kontakt zum Arzt darf nicht verloren gehen!"

verantwortlich: Andrea Temminghoff


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Der Sozialverband VdK ist mit 1,8 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK NRW e. V. sind rund 330.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.


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