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Keine Perspektive trotz Aufschwung und Beschäftigungszuwachs

VdK NRW: Antwort der Landesregierung zum sozialen Arbeitsmarkt unzureichend


Trotz guter Konjunktur und anhaltendem Beschäftigungszuwachs haben in NRW rund 324.000 Langzeitarbeitslose so gut wie keine Chancen auf eine Rückkehr ins Berufsleben. "Das gilt insbesondere für knapp ein Drittel der Betroffenen, bei denen mehrere Vermittlungshemmnisse wie eine geringe Qualifikation, eine Behinderung oder ein höheres Lebensalter vorliegen", machte der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, Horst Vöge, heute in Düsseldorf deutlich und appellierte an die Politik: "Nur ein dauerhaft geförderter Arbeitsmarkt kann besonders benachteiligten Personengruppen eine wirkliche Perspektive geben!"

Die Antwort der Landesregierung zur Zukunft entsprechender Modellprojekte in Essen, Duisburg und Gelsenkirchen ist daher unbefriedigend. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Entwicklung von Beschäftigungsmodellen sowie von Bundesratsinitiativen zur Anrechnung und Begrenzung von Einkommen reichen aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen nicht aus. "Bundesweit erhielt im vergangenen Jahr lediglich jeder zehnte Langzeitarbeitslose ein Förderangebot zur beruflichen Eingliederung. Dabei sind die Potenziale der Betroffenen gerade vor dem Hintergrund der älter werdenden Bevölkerung sowie des wachsenden Fachkräftebedarfs unverzichtbar", betonte der Vorsitzende.

"Von der persönlichen Unterstützung durch Coaches, wie sie sich in der Vergangenheit im Rahmen eines Modellprojekts in unserem Bundesland bewährt hat, profitiert demnach nicht nur der Einzelne, sondern die ganze Gesellschaft", so Horst Vöge. "Damit Langzeitarbeitslose und ihre Familien weder heute noch im Alter am Existenzminimum leben und auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, brauchen wir dringend mehr Mittel für nachhaltige Programme zur Wiedereingliederung."

verantwortlich: Andrea Temminghoff


Der Sozialverband VdK ist mit 1,8 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen e. V. sind rund 325.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.


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