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Soziale Spaltung stoppen!

VdK NRW fordert nachhaltige Bekämpfung von Armut in allen Altersgruppen


(29.08.2017) Die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamts zur Armutsgefährdung bleiben aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen alarmierend. Der Vorsitzende Horst Vöge macht in Düsseldorf deutlich: "Trotz guter Konjunktur und hoher Beschäftigung werden vor allem immer mehr Kinder, Ältere, Arbeitslose, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderung abgehängt. Steigende Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung, Kürzungsfaktoren und hohe Abschläge bei den Renten, ein wachsender Niedriglohnbereich, explodierende Wohnkosten und Sozialleistungen, die kaum zum Leben reichen - eine gerechte Politik sieht anders aus!"

So bezog Ende 2015 beispielsweise jeder achte NRW-Bürger Mindestsicherungsleistungen. "Gerade der Anteil von Kindern und Jugendlichen sowie der 18- bis 29-Jährigen, die staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen müssen, hat über einen Zeitraum von vier Jahren deutlich zugenommen", sagt Vöge. "Wirksame Armutsbekämpfung muss daher bereits im Kindesalter beginnen - mit einem bedarfsgerechten Hartz-IV-Regelsatz, Initiativen für mehr Bildungsgerechtigkeit sowie flächendeckenden Infrastrukturangeboten und Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Familien."

Darüber hinaus macht sich der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen für einen dauerhaft geförderten Arbeitsmarkt stark: "Wer sich aufgrund von Niedriglöhnen, Minijobs, Leih- oder Zeitarbeit schon in jungen Jahren nur mit Mühe über Wasser halten kann, wird später zwangsläufig auf Grundsicherung im Alter angewiesen sein. Dabei steigt die Zahl der Leistungsempfänger hierzulande bereits seit Jahren - auf zuletzt knapp 150.000", so Vöge. "Solange die Politik nicht genügend Mittel für nachhaltige Programme zur Wiedereingliederung bereitstellt, haben insbesondere die rund 324.000 Langzeitarbeitslosen in NRW so gut wie keine Chance, der Armutsspirale zu entkommen."

verantwortlich: Andrea Temminghoff


Der Sozialverband VdK ist mit 1,8 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen e. V. sind rund 325.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.


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