Presse

Neuer Sozialbericht gibt weiter Anlass zur Sorge

VdK NRW fordert Gesamtkonzept zur Bekämpfung
von Kinder-, Erwerbs- und Altersarmut


Der heute vorgestellte Sozialbericht NRW 2016 macht aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen deutlich, dass sich die Armut hierzulande weiter verfestigt. "Für eine wirksame Bekämpfung von Armut in allen Altersgruppen sind zusätzliche ressort- und parteiübergreifende Maßnahmen notwendig. Es darf nicht sein, dass trotz guter Konjunktur und allgemeiner Lohnsteigerungen ein großer Anteil der Bevölkerung dauerhaft vom Wohlstand abgehängt bleibt", betonte der Vorsitzende Karl-Heinz Fries bei der Eröffnung des 20. Ordentlichen Landesverbandstags, zu dem vom 5. bis 7. Juli rund 150 Delegierte im Maritim Hotel Düsseldorf zusammenkommen.

Diese stimmen turnusmäßig nicht nur über einen neuen Vorstand ab, sondern tauschen sich auch über wesentliche Arbeitsschwerpunkte und sozialpolitische Grundpositionen aus. Demnach ist und bleibt die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich ein zentrales Thema. "Damit nicht immer mehr Menschen in die Armutsspirale geraten, müssen bereits in jungen Jahren die richtigen Weichen gestellt werden - von der Bildungsgerechtigkeit bis hin zur abgeschlossenen Berufsausbildung", erläuterte Fries, der sich als VdK-Landesvorsitzender sechseinhalb Jahre erfolgreich für soziale Gerechtigkeit eingesetzt hat und bei den morgigen Wahlen nicht erneut antreten wird.

Unabhängig von deren Ausgang hält der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen ausdrücklich an seiner Forderung fest, dass prekäre Beschäftigungsverhältnisse eingedämmt und zusätzliche Mittel zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen zur Verfügung gestellt werden müssen. Ansonsten droht in Zukunft noch mehr Menschen in unserem Bundesland wie auch deutschlandweit Einkommensarmut und folglich eine Rente, die kaum zum Leben reicht. Um Altersarmut entgegenzuwirken, sind darüber hinaus eine Stabilisierung des Rentenniveaus, ein monatlicher Freibetrag im Bereich der Grundsicherung von beispielsweise 100 Euro sowie die Abschaffung der Abschläge für Erwerbsminderungsrentner erforderlich.

verantwortlich: Andrea Temminghoff

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