Teure Pflege: Unterstützen Sie unsere Unterschriftenaktion!

Pflegebedürftigkeit wird in Schleswig-Holstein aufgrund immer weiter steigender Heimkosten zunehmend zum Armutsrisiko. Der Sozialverband VdK Nord fordert mit einer Unterschriftenaktion: Das Land muss pflegebedürftige Heimbewohner bei den Investitionskosten entlasten! Unterstützen Sie uns dabei!

Armutsrisiko Pflegebedürftigkeit

Immer weniger Menschen können sich die Pflege im Alter leisten, weil der Eigenanteil immer höher wird. Obwohl sie ihr Leben lang hart gearbeitet haben, reicht ihre Rente für die stetig steigenden Pflegekosten nicht aus. Sie müssen Hilfe zur Pflege beziehen und werden dadurch zum Sozialfall. Dabei spielen die sogenannten Investitionskosten von durchschnittlich mehr als 500 Euro pro Monat eine beträchtliche Rolle! Der Sozialverband VdK Nord fordert: Schleswig-Holstein muss pflegebedürftige Heimbewohner bei den Investitionskosten entlasten!

Was sind Investitionskosten?

Die Investitionskosten umfassen die Kosten der Kaltmiete bei einer Wohnraumanmietung. Dabei geht es jedoch nicht nur um die Kosten des vom Pflegebedürftigen bewohnten Zimmers, sondern sie enthalten zum Beispiel auch die Kosten der Gemeinschaftsräume und -flächen, der Küchen, der Büros und der Pflegebäder. Sie werden erhoben für die Beschaffung der Immobilie, aller anderer Anlagen und der betrieblichen Güter wie Betten, Tische, Stühle und Fahrzeuge. Hinzu kommen die Kosten für Instandsetzung und Instandhaltung.

Unsere Unterschriftenaktion

Im Jahr 1995 wurde die Pflegeversicherung eingeführt, deren Zielformulierung war, niemanden im Alter wegen Pflegebedürftigkeit zum Sozialfall werden zu lassen. Aktuell wird dieses Ziel allerdings verfehlt! Der Sozialverband VdK Nord fordert das Land Schleswig-Holstein auf, die Investitionskosten für stationäre Pflegeeinrichtungen komplett zu übernehmen! Denn nach dem Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) ist auch das Land Schleswig-Holstein für die Vorhaltung einer leistungsfähigen und zahlenmäßig ausreichenden und wirtschaftlichen pflegerischen Versorgung verantwortlich.

Unterstützen Sie unsere Aktion mit Ihrer Unterschrift und setzen Sie sich für eine gerechte und angemessene Pflegeversorgung im Alter ein.

Listen zum Unterschreiben finden Sie in allen Geschäftsstellen des VdK Nord. Wir freuen uns, wenn Sie selbst eine Unterschriftenliste ausdrucken und Familie, Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen unterschreiben lassen und diese dann zurückschicken per E-Mail an: nord@vdk.de.

Die Unterschriftenliste zum Download:

Historischer Rückblick

Seit 1995 gibt es in Deutschland eine gesetzliche Pflegeversicherung. Für deren Einführung hatte der Sozialverband VdK damals jahrelang gekämpft. Eine wichtige pflegepolitische Weichenstellung erfolgte zum 1. Januar 2017. Die Einstufung von Pflegebedürftigen wurde von 3 Pflegestufen auf 5 Pflegegrade umgestellt. Damit sind Leistungsverbesserungen auch für dementiell Erkrankte in der Pflegeversicherung verbunden. Doch trotz dieser sozialpolitischen Maßnahme gibt es in der Pflege weiterhin wichtigen Handlungsbedarf. Denn Fakt ist: In vielen Fällen führt Pflegebedürftigkeit zu Armut, beziehungsweise sind Betroffene auf Sozialhilfe angewiesen. So leiden immer mehr Heimbewohner unter den steigenden Kosten und der sich öffnenden Schere zwischen dem zu erbringenden Eigenanteil und den gesetzlichen Pflegeversicherungsleistungen für stationäre Pflege. In Zukunft wird sich dieses Problem weiter verschärfen, weil auch ein reduziertes Rentenniveau und Zuzahlungen, zum Beispiel in der gesetzlichen Krankenversicherung, dazu beitragen, dass viele Menschen nach ihrem Arbeitsleben ihren Eigenanteil im Pflegeheim nicht mehr werden tragen können.

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Stellungnahmen

Der Sozialverband VdK Nord legt mit Stellungnahmen maßgebliche Einschätzungen und Bewertungen zu geplanten Verordnungen oder Gesetzesentwürfen in Schleswig-Holstein auf den Tisch.

Vor-Ort-für-dich Kraft

Betriebsrenten stärken

Kinderarmut

Unterstützung für pflegende Angehörige

Pflegebegutachtung weiterentwickeln und digitaler gestalten

Mehr soziale Ansprechpartner in den Gemeinden

Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen verbessern

Erhöhung Landesblindengeld/Einführung Gehörlosengeld

Alltagsförderungsverordnung

Stellungnahme zur Änderung der Landesverordnung zur Anerkennung und Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (Alltagsförderungsverordnung - AföVO)

Pflegende Angehörige

Stellungnahme zum Bericht der Landesregierung zur Situation pflegender Angehöriger in Schleswig-Holstein

Selbstbestimmungsstärkungsgesetz

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Selbstbestimmungsstärkungsgesetzes

Eine Mitgliedschaft bei uns lohnt sich: Wir beraten unsere Mitglieder in allen Fragen des Sozialrechts und setzen ihre Ansprüche durch. Für unsere Mitglieder machen wir uns auch politisch stark und kämpfen für sie für mehr soziale Gerechtigkeit. Außerdem nimmt der VdK Nord in Schleswig-Holstein Einfluss auf die Sozialgesetzgebung.
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Die Kernkompetenz des Sozialverbands VdK: die Rechtsansprüche seiner Mitglieder durchzusetzen. Der VdK hilft unter anderem bei der Antragstellung und beim Einlegen von Widersprüchen.
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