Sozialverband VdK Nord e.V.

5. Landesverbandstag unter besonderen Bedingungen

VdK Nord bleibt weiter im Aufwind


Der Sozialverband VdK Nord hat einen neuen Landesvorstand gewählt. Die Delegierten des 5. Landesverbandstags im Atlantic Hotel Kiel stellten zudem die Weichen für ihre verbands- und sozialpolitische Arbeit der kommenden vier Jahre.

Landesverbandstag 2020 - Das Video


Der Landesverbandstag war deutschlandweit die erste VdK-Veranstaltung dieser Art seit Beginn der Corona-Pandemie. Dafür mussten die Organisatoren umdenken: Gäste aus Politik, Gesellschaft und den anderen Landesverbänden, die ihr Kommen bereits fest zugesagt hatten, mussten wieder ausgeladen werden. Auch die Erweiterung des Saals, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und eingehüllte Mikrofone waren der Infektionslage geschuldet. „Unser Konzept war ein voller Erfolg. Durch die reduzierte Zusammensetzung konnten wir sämtliche Hygiene- und Abstandsregelungen einhalten und damit die Sicherheit aller Teilnehmer gewährleisten“, freute sich der alte und neue Landesverbandsvorsitzende Hans-Jürgen Albien. Der 72-Jährige aus Schönberg, der seit 2012 an der Spitze des Sozialverbands steht, wurde einstimmig im Amt bestätigt. Damit wird er den VdK Nord auch in den kommenden vier Jahren anführen. Neue stellvertretende Landesverbandsvorsitzende ist Regina Bunge (63, Flensburg). Cornelia Hörsting (61, Kiel) bleibt Schatzmeisterin, für die Position der Frauenvertreterin beriefen die Delegierten Heidi Lyck (63, Flensburg). Komplettiert wird der Vorstand durch fünf Beisitzer.
Der alte und neue Landesvorsitzende des VdK Nord, Hans-Jürgen Albien, geht in seine dritte Amtszeit. | © .


„Mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern ist der VdK der größte Sozialverband in Deutschland, auch der Landesverband Nord bleibt weiter im Aufwind“, lobte VdK Deutschland-Präsidentin Verena Bentele die erfolgreiche Arbeit in Schleswig-Holstein. So stieg innerhalb der letzten vier Jahre die Mitgliederzahl um 36 Prozent auf 12.500. Dank eines stark erweiterten Geschäftsstellennetzes mit fünf hauptamtlich besetzten Beratungsstellen und zehn Außenberatungen im Land haben Menschen mit sozialrechtlichen Anfragen kurze Wege zu kompetenter Beratung bis hin zur umfassenden Prozessvertretung. Dabei betreuen die Mitarbeiter mittlerweile über 2.000 Verfahren gleichzeitig. Darüber hinaus übt das nachhaltige politische Eintreten des VdK Nord für soziale Gerechtigkeit eine starke Anziehungskraft aus. Immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein engagieren sich in den Kampagnen des Sozialverbands, sei es zum Thema „Soziale Spaltung stoppen“ oder der „#Rente für alle“.

Sehr gut vorbereitete und bereits im Vorfeld ausreichend diskutierte Anträge, machten eine zügige Abstimmung möglich. | © .


Den ehrenamtlich Mitarbeitenden wird es zukünftig noch einfacher gemacht, sich aktiv zu beteiligen. „Statt sich mehrere Jahre an ein Vorstandsamt zu binden, können VdK Nord-Mitglieder sich nun auch projektbezogen im jeweiligen Ortsverband einbringen“, erläuterte Landesverbandsgeschäftsführer Ronald Manzke. Eine entsprechende Satzungsänderung wurde von den Delegierten einstimmig verabschiedet.
Bei den sozialpolitischen Beschlüssen stand insbesondere der Leitantrag „Im Alter selbstbestimmt und in Würde in Schleswig-Holstein leben“ im Vordergrund. Damit bekam der neue Landesverbandsvorstand für die nächsten Jahre die Aufgabe, sich intensiv und kontinuierlich diesem wichtigen Zukunftsthema zu widmen. Schon heute ist die Zahl der unter 20-Jährigen in Schleswig-Holstein niedriger als die Zahl der über 60-Jährigen. Bis 2030 wird diese Schere noch weiter auseinandergehen.