2. Februar 2017
Soziales

Altersarmut trotz arbeitender Rentner

Zahl der Beschäftigten im Rentenalter leicht gestiegen

Arbeit statt Rente: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Rentenalter ist in Deutschland weiter gestiegen. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) hatten im Juni 2016 knapp 255 000 Menschen ab 65 Jahre einen regulären Job. Das waren etwa 30 000 mehr als im Juni 2015. Im Vergleich zum Jahr 2011 hat sich die Zahl fast verdoppelt.

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In Deutschland gibt es etwa 21 Millionen Rentner. Fast eine Million von ihnen hat einen sogenannten Minijob: Laut BA gingen fast 994 000 Menschen im Rentenalter einer geringfügigen Beschäftigung etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie nach. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gab es im vergangenen Jahr in Deutschland zudem 350 000 Selbstständige im Alter von 65 bis 74 Jahren.
Wie ein BA-Sprecher sagte, sind heute viele Unternehmen sehr daran interessiert, erfahrene Mitarbeiter im Betrieb zu halten. Viele Menschen arbeiteten zudem weiter, um ihren Lebensstandard halten zu können. Und viele Jobs seien zwar anspruchsvoll, machten den Beschäftigten aber Spaß.

SPD will Rentner besser absichern

Dass viele Ältere aus finanziellen Gründen weiterarbeiten, darf dabei nicht vergessen werden. Zur Bekämpfung von Altersarmut will die SPD deshalb künftige Rentner besser absichern. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Thomas Oppermann, sagte, das Rentenniveau dürfe nicht unter 46 Prozent des Durchschnittseinkommens sinken. „Unsere Ziellinie sind aber die 48 Prozent, die wir heute haben.“ Und die Beiträge sollten nicht über 22 Prozent vom Gehalt steigen.

Für Oppermann ist die Rente das zentrale Sicherheitsversprechen des Sozialstaats. „Am Ende einer lebenslangen Arbeit muss man ein Einkommen haben, das den Lebensstandard sichert.“

Höheres Rentenniveau beseitigt Altersarmut nicht

Die Rentenversicherung aber warnt davor, dass selbst eine ganz erhebliche Erhöhung des gesetzlichen Rentenniveaus bei zwei Dritteln der heute von Altersarmut Betroffenen nicht dazu führen würde, dass sie auf ein Einkommen oberhalb des Grundsicherungsanspruchs kämen. Vielmehr müssten die konkreten Ursachen der Altersarmut gezielter bekämpft werden, hieß es in einer Stellungnahme.

dpa, C. Diekmann

Schlagworte VdK | Rente | Rentenniveau | Arbeit | Rentner | Altersarmut | Einkommen | Lebensstandard | Selbstständigkeit

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