LANDTAGSWAHL

Barrierefreiheit

Barrieren müssen abgebaut werden - im öffentlichen Nahverkehr, bei sozialen Dienstleistungen und in den Köpfen. Barrierefreiheit muss der grundlegende Anspruch in jedem Bereich des Lebens werden.

Unsere Forderungen:

Barrierefreie Krisenkommunikation

Alle Menschen sind in Krisensituationen auf verlässliche und aktuelle Informationen angewiesen. Menschen mit Behinderungen sind in besonderem Maße darauf angewiesen, dass diese Informationen barrierefrei sind. Alle aktuellen staatlichen Informationen und Hinweise von Behörden wie dem Robert Koch-Institut (RKI) zur Entwicklung der Corona-Pandemie, Maßnahmen des Infektionsschutzes, Verpflichtungen und Ausnahmeregelungen müssen von Bund und Ländern zeitgleich auch in barrierefreien Formaten (Gebärdensprache, Brailleschrift, einfache und leichte Sprache) problemlos auffindbar zur Verfügung gestellt werden. Alle Menschen mit Behinderungen müssen sich niedrigschwellig mit ihren Fragen und Anliegen an öffentliche Stellen wenden können. Insbesondere hörbehinderte Menschen benötigen ein schriftliches und gebärdensprachliches Angebot zur Kontaktaufnahme und die Bereitstellung von entsprechenden Beratungsangeboten (zum Beispiel Corona-Hotline für gehörlose Menschen). Auch Katastrophenwarnungen müssen barrierefrei sein. Solange der Zugang zu Informationen nicht gleichberechtigt ist, solange es keinen barrierefreien Notruf gibt und räumliche oder sprachliche Barrieren bestehen, solange werden Menschen mit Behinderungen in Notsituationen stärker gefährdet und stärker betroffen sein. Bund und Länder müssen ein abgestimmtes Gesamtkonzept für einen barrierefreien Katastrophenschutz und eine barrierefreie Krisenkommunikation in Notfällen vorlegen.

Barrierefreie Quartiere schaffen

Alleinlebenden älteren Menschen droht schnell die Vereinsamung. Viele wünschen sich, in einer Gemeinschaft zu wohnen – beispielsweise in Mehr-Generationen-Häusern. Diese bieten verschiedene Vorteile: Man hilft sich gegenseitig, zudem wird die soziale Teilhabe gefördert. Unabdingbar dafür ist ein barrierefreies Wohnumfeld. Neben einer intakten sozialen Infrastruktur mit barrierefrei gestalteten Gesundheitseinrichtungen müssen in den Quartieren zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten und gute Anbindungen an den öffentlichen Personennahverkehr vorhanden sein. Um die Ansiedlung beispielsweise von Arztpraxen und medizinischen Versorgungszentren zu unterstützen, müssen verstärkt öffentliche Förderprogramme aufgelegt werden. Der VdK fordert eine entsprechende Bauleitplanung für ein Wohnen ohne Hindernisse im Quartier.

Barrierefreier Nahverkehr

Neben Personen, die mit mobilen Einschränkungen infolge motorischer, sensorischer und /oder mentaler Behinderung (ungefähr 8,5 Prozent) leben müssen, gelten auch Kinder und Kleinwüchsige, ältere Menschen, schwangere Frauen, Personen mit Kinderwagen oder Gepäck sowie vorübergehend in ihrer Beweglichkeit Gehandicapte (ungefähr 25-30 Prozent) als mobil eingeschränkt. Sie alle sind auf einen gut ausgebauten und barrierefreien öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen. Eine Modernisierung von Fahrzeugen zu Lasten der Barrierefreiheit, wie sie im Jahr 2021 durch die Landesnahverkehrsgesellschaft in den Zügen der Metronom-Eisenbahn-Gesellschaft vorgenommen wurde, kann nicht hingenommen werden. Der VdK Niedersachsen-Bremen fordert daher, die barrierefreie Umgestaltung und den Ausbau in Bus und Bahn voranzutreiben.

Kostenlose Schülerbeförderung für alle Schüler

Beim Besuch einer Schule nach der 10. Klasse (zum Beispiel der Besuch einer Berufsschule oder eines Gymnasiums) müssen die Schüler die entstehenden Fahrtkosten im öffentlichen Nahverkehr selbst tragen. Dies stellt für viele Familien eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Wir fordern deswegen, dass Schüler auch im Anschluss an die 10. Klasse noch einen Anspruch auf kostenlose Schülerbeförderung haben.

Erste Einschätzung nach der Wahl:

LANDTAGSWAHL
Foto der Worte "Einigkeit, Recht, Freiheit", die am Landtag in Hannover angeschlagen sind
Rund drei Wochen nach der Wahl haben SPD und Grüne einen Koalitionsvertrag vorgelegt, der Niedersachsen „zukunftsfest und solidarisch gestalten“ soll, so heißt es. Der VdK hat sich besonders seine Kernthemen kritisch angeschaut. | weiter
14.11.2022 | Christina Diekmann

Für ein sozial gerechtes Niedersachsen

LANDTAGSWAHL
Am 9. Oktober ist Landtagswahl. Mit der Aktion „Ich gehe wählen, damit...“ möchten wir zeigen, dass viele Menschen für ein solidarisches und sozial gerechtes Niedersachsen eintreten. Machen Sie mit! | weiter
LANDTAGSWAHL 2022
Foto eines Hakens auf einem von drei Feldern
Welche Maßnahmen für ein soziales Niedersachsen wollen die Parteien nach der Wahl umgesetzen? Dazu haben wir sechs Fragen an die im Landtag vertretenen Parteien gesendet. Hier finden Sie die bisher eingetroffenen Antworten. | weiter
Wahlaufruf
Bild der Logos des Paritätischen
Als Teil des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen rufen wir alle Wählerinnen und Wähler auf: Nutzen Sie Ihre Stimme für ein vielfältiges, solidarisches und gerechtes Niedersachsen! | weiter

Die VdK-Forderungen zum Herunterladen:

Grundlegende Infos zur Landtagswahl

Hier können Sie sich von der Niedersächsischen Landeswahlleiterin eine allgemeine Infobroschüre zur Wahl herunterladen: Infobroschüre

Ansprechpartner

Leiterin Abteilung Sozialpolitik

Andrea Nacke
Telefon: 0441/21029-41
nacke@vdk.de


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