Kategorie Frauen

VdK fordert: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Zum diesjährigen Equal Pay Day, der am 6. März stattfand, appellierten die Frauenvertreterinnen des VdK Niedersachsen-Bremen an die Notwendigkeit, die bestehende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen endlich zu beseitigen. Trotz vieler Fortschritte auf dem Weg zur Geschlechtergleichstellung bleibt die ungleiche Entlohnung von Frauen ein hartnäckiges Problem auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

VdK-Ehrenamtliche zusammen mit Interessierten am blauen VdK-Infostand in Uelzen im März 2024
Die engagierten VdKler und VdKlerinnen machten an ihrem Infostand in Uelzen vom 9. März 2024 auf die bestehende Lohnlücke aufmerksam. © Thomas Flügge

Laut den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Im vergangenen Jahr betrug der Bruttostundenlohn der Frauen 20,84 Euro und lag damit unverändert 18 Prozent unter dem der Männer, die im Schnitt 25,30 Euro pro Stunde verdienten. Besorgniserregend ist, dass die Lohnlücke ab dem 30. Lebensjahr weiter auseinanderklafft, insbesondere in Zeiten, in denen viele Frauen ihr Erwerbsleben aufgrund von Familienplanung unterbrechen.

Die unbereinigte Lohnlücke betrug bei 30-Jährigen etwa 8 Prozent und erreichte bei Beschäftigten zwischen 57 und 61 Jahren einen alarmierenden Wert von 27 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die strukturellen Ursachen dieser Ungleichheit anzugehen.

Drei Frauen im Gespräch am blau-roten VdK-Infostand auf dem Wochenmarkt in Bad Essen
Die VdK-Frauenvertreterin des Ortsverbands Altkreis Wittlage, Anneliese Prange, veranstaltete am am 7. März 2024 auf dem Wochenmarkt in Bad Essen ebenfalls eine Aktion anlässlich des Equal Pay Days 2024. © VdK

VdK-Forderungen

„Es ist bedauerlich, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt nachweislich benachteiligt werden. Wir fordern daher tarifgebundene Arbeitsverträge, gesetzliche Regelungen zur Beseitigung von Lohndiskriminierung auf betrieblicher Ebene und einen Mindestlohn von mindestens 14 Euro. Der Rechtsanspruch auf Rückkehr aus einer Teilzeit- in eine Vollzeitbeschäftigung, muss auch auf Kleinbetriebe ausgeweitet werden“, betont VdK-Landesfrauenvertreterin Gunda Menkens.

„Als Frauenvertreterinnen des größten Sozialverbandes sehen wir es als unsere Pflicht an, für eine faire Bezahlung von Frauen einzustehen und bestehende Probleme öffentlich zu thematisieren“, erklärt Menkens abschließend.

Eine Frau am blau-weißen VdK-Infostand, im Hintergrund ist der Verbrauchermarkt zu sehen
Am 9. März 2024 machten Ehrenamtliche aus dem Ortsverband Esterwegen im Foyer eines Verbrauchermarkts in Rhauderfehn auf die Forderungen zum Equal Pay Day aufmerksam. © Birgit Schäfer
Vier Ehrenamtliche am blauen VdK-Infostand
In Lüchow waren die Ehrenamtlichen des VdK am 8. März 2024 präsent und klärten über die ungleiche Bezahlung der Geschlechter auf. © Thomas Flügge
Drei Frauen an ihrem bunten Infostand neben einem roten Plakat zum Equal Pay Day
In der Stadthalle in Wittmund waren Ehrenamtliche des Kreisverbands mit selbstgebastelten Geschenken vertreten, die klein oder groß symbolisch an Männer und Frauen übergeben wurden. © VdK

Was ist der Equal Pay Day?

Der Equal Pay Day markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke, die laut Statistischem Bundesamt 18 Prozent in Deutschland beträgt.
Angenommen Männer und Frauen bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu den Frauen unbezahlt arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.
Rechnet man den Wert in Tage um, arbeiten Frauen insgesamt 66 Tage unbezahlt.