15. Juni 2020

Maskenpflicht gilt nicht für alle

Trotz Maskenpflicht sieht man im Geschäft oder Bus immer wieder Menschen, die keine Maske tragen. Doch wer hier vorschnell urteilt, tut diesen Menschen häufig Unrecht. Denn viele können aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen oder einer Behinderung keine Bedeckung über Nase und Mund tragen. Sie sind von der Pflicht ausgenommen, wie das Land Niedersachsen informiert.

Menschen mit Behinderung

Auch wenn für die wenigsten das Tragen einer Mund-Nase-Maske angenehm ist, haben manche Menschen deutlich stärkere Probleme mit der Maske. Eine Bedeckung von Mund und Nase sorgt bei ihnen beispielsweise für erhebliche Schwierigkeiten in der Kommunikation oder der Sinneswahrnehmung.

© visitBerlin, Bildnachweis: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Wer unter anderem auf Gebärdensprache angewiesen ist, blind ist, eine Sprachbehinderung oder eine schwere geistige Beeinträchtigung hat, ist von der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen ausgenommen. Betroffene haben zum Beispiel einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen GL (Gehörlos), BL (Blindheit) oder TBL (Taubblindheit).

Gesundheitliche Gründe

Auch wer unter schwerem Asthma, verringertem Lungenvolumen, einer Herz- oder Lungenerkrankung oder einer anderen physischen oder psychischen Krankheit leidet, die eine Abdeckung von Mund und Nase nicht zumutbar macht, ist von der Maskenpflicht ausgenommen. Darüber hinaus sind allergische Reaktionen auf eine Maske laut FAQ-Seite zur Maskenpflicht des Landes Niedersachsen ein triftiger Grund. Betroffene können diese Beispiele als Anhaltspunkt nehmen, ob auch sie von der Maskenpflicht befreit sind. Denn die möglichen individuellen gesundheitlichen Gründe sind zu vielfältig, um sie alle aufzählen zu können.

Ärztliches Attest?

Laut Landesregierung ist ein ärztliches Attest nicht erforderlich. Damit die Menschen nicht extra für ein Attest in die Arztpraxen kommen müssen, wird auf einen Nachweis grundsätzlich verzichtet. Es reicht, im Fall der Fälle seine Gründe glaubhaft darlegen zu können. Hilfreich kann es beispielsweise auch sein, das benötigte Asthmaspray vorzuzeigen.

Im Alltag kann eine Bescheinigung aber tatsächlich hilfreich sein. Der Einzelhandel und der öffentliche Personenverkehr sind aufgrund ihres Hausrechts berechtigt, Menschen ohne Masken den Eintritt zu verwehren. Natürlich vor allem dann, wenn diese nicht glaubhaft erklären können, warum sie keine Maske tragen können.

Eins gilt aber mit oder ohne Attest: Da viele der gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen nicht oder kaum sichtbar sind, sollte niemand vorschnell urteilen und Ignoranz oder Unwissenheit unterstellen, wenn man Menschen ohne Maske im Geschäft begegnet.

Weitere Informationen

Die Niedersächsische Landesregierung hat Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Maskenpflicht zusammengestellt auf dieser FAQ-Seite.

Helen Alberding

Infos zur Corona-Pandemie

In dringenden Fällen sind persönliche Beratungen in den VdK-Geschäftsstellen in Niedersachsen und Bremen möglich. Bitte melden Sie sich dafür unbedingt telefonisch an. Außerdem besteht Maskenpflicht. Alle weiteren Beratungen finden nach wie vor telefonisch und per E-Mail statt, um die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.

Zum Schutz der Mitglieder sind weiterhin in den Verbandsstufen alle Veranstaltungen abgesagt.

Weitere Informationen finden Sie unter Corona-Virus.

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