3. Februar 2020

Kommentar: Jugend und Rente

Kommentar von der Auszubildenden Jill Nercher

Liebe Leserinnen und Leser,

Foto von Jill Nercher

ich bin Jill Nercher, 20 Jahre alt und absolviere meine Ausbildung beim Sozialverband VdK. Durch unsere aktuelle Kampagne #Rentefüralle ist mir bewusstgeworden, wie wichtig es doch ist, dass sich gerade junge Menschen wie ich schon mit dem Thema Rente befassen.

Immer wieder ist die Rede von Armut im Alter, von Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben und deren Rente trotzdem nicht reicht. Da ist es nicht verwunderlich, dass statistisch gesehen drei von vier jungen Menschen zwischen 18 und 34 Jahren kein Vertrauen mehr in die gesetzliche Rente haben, da es keine langfristige Garantie für eine stabile Rente gibt. Regelmäßig ist sogar die „Rente mit 70“ im Gespräch. Die Jugend von heute soll also immer länger arbeiten und hat später weniger Geld zum Leben. Das kann nicht das Angebot der Politik sein.

Ich finde, dass sich an unserem Rentensystem etwas ändern muss. Jeder, der arbeitet, sollte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Gleichzeitig muss er sich darauf verlassen können, dass er im Alter aus dieser Versicherung auch etwas zurückbekommt. Hier sehe ich – wie viele andere junge Menschen – den Staat in der Pflicht. Natürlich sollten wir alle schon möglichst früh damit beginnen, auch selbst Rücklagen für später zu bilden. Doch das ist je nach Verdienst nicht immer möglich. Mit geringem Lohn haben viele häufig gar nicht die Möglichkeit, etwas zurückzulegen, weil sie es direkt im Alltag benötigen.

Als junger Mensch wünsche ich mir deshalb eine verlässliche Zusage, dass ich von meinem heute eingezahlten Geld auch später noch etwas erhalte. Das sogenannte Rentenniveau müsste also stabil bleiben und darf nicht weiter abgesenkt werden. Außerdem sollte die Rente entsprechend den Löhnen regelmäßig angehoben werden, da alles stetig teurer wird, egal ob Mieten oder Lebensmittel. Und vor allem darf das Rentenalter nicht weiter steigen. Aus der Rechtsberatung beim VdK wissen wir, dass es die Mehrheit der Bürger schon heute nicht schafft, bis 67 zu arbeiten, weil die Gesundheit einfach nicht mehr mitspielt. Wie soll dann künftig sogar das Arbeiten bis 70 Jahre möglich sein?

Um das Vertrauen, insbesondere der Jugendlichen, in den Sozialstaat zurückzugewinnen, muss die Regierung also handeln – die Vorschläge für nötige Veränderungen im Rentensystem sind ja bekannt.

Mit diesem Beitrag möchte ich vor allem versuchen, jungen Menschen ein Stück weit die Augen zu öffnen. Blendet das Thema Rente nicht aus, sondern befasst euch schon jetzt damit, denn es ist unsere Zukunft, um die es geht!

Jill Nercher

Regeln für die Rente für langjährig und besonders langjährig Versicherte

In Teil 2 unserer Serie über die Altersrente geben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zur Altersrente für langjährig und besonders langjährig Versicherte. Wir klären Fragen wie: Wie viele Jahre muss man in die Rentenversicherung eingezahlt haben, um ohne Abschläge in Rente gehen zu können? Für welchen Jahrgang gilt welches gesetzliche Renteneintrittsalter?

Weitere Videos zum Thema Rente finden Sie beim VdK-TV auf Youtube.


Wir setzen uns ein
für eine gerechte Rente!

Zur VdK-Kampagne #Rentefüralle

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