Kostenerstattung bei rezeptfreien Medikamenten

Wer ein Mittel gegen Erkältung oder homöopathische Medikamente benötigt, muss diese in der Apotheke selbst zahlen. Denn sie zählen zu den nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und werden daher nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wenn der Arzt sie allerdings auf einem sogenannten „grünen Rezept“ verordnet, kann es sein, dass sich die Kassen an den Kosten beteiligen.

Das Grüne Rezept ist eine Empfehlung des Arztes und dient dem Patienten vorrangig als Merkhilfe. Auf dem Rezept finden Sie ebenfalls einen Hinweis auf die mögliche Kostenerstattung. | © obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Nachfragen lohnt sich also, denn über 60 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen erstatten mittlerweile unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der Rechnung – wie hoch dieser ist, entscheidet jede Kasse selbst. In der Regel müssen Patienten dafür das grüne Rezept vom behandelnden Arzt oder Homöopathen sowie den Kassenzettel aus der Apotheke vorlegen.

Tipp: Fragen Sie deshalb bei Ihrer Krankenversicherung nach, ob und welchen Betrag sie für nicht verschreibungspflichtige Medikamente rückerstattet.

Eine Liste der gesetzlichen Krankenkassen, die sich an den Kosten von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln beteiligen, können Sie hier herunterladen.

Ausgaben über Steuererklärung erstatten lassen

Sieht Ihre Krankenkasse diese Erstattung nicht vor, gibt es noch eine andere Möglichkeit: In der jährlichen Steuererklärung können die Ausgaben für rezeptfreie Medikamente als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Darunter zählen alle Kosten, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung entstanden sind – zum Beispiel Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel, Rezeptgebühren, Honorare für Ärzte, aber auch Kosten für den Zahnersatz oder die Brille. Benötigen Sie hierbei Hilfe? Dann fragen Sie bei einem Lohnsteuerhilfeverein (Lohi) oder einem Steuerberater nach.

Um am Ende des Jahres tatsächlich alle Ausgaben nachweisen zu können, sollten Sie sämtliche Zahlungsbelege von Apothekern, Optikern, Sanitätshäusern und dergleichen sammeln. Oder Sie erkundigen sich, ob die Möglichkeit besteht, eine Jahresabrechnung zu erhalten. Viele Apotheken bieten diesen Service bereits an, bei dem sie ihren Kunden zum Jahresende eine Liste mit allen Zahlungen erstellen.

Tipp: Eine Vereinbarung hierzu sollten Sie am Anfang des Jahres mit Ihrem Apotheker treffen und Rezepte dann auch nur in dieser Apotheke einlösen.

Schlagworte Sozialverband VdK | Niedersachsen-Bremen | Medikament | Kosten | erstatten | Apotheke | Arzt | grünes Rezept | nicht verschreibungspflichtig | Rezept | Krankenkasse | Krankenversicherung

Infos zur Corona-Pandemie

In dringenden Fällen sind persönliche Beratungen in den VdK-Geschäftsstellen in Niedersachsen und Bremen möglich. Bitte melden Sie sich dafür unbedingt telefonisch an. Außerdem besteht Maskenpflicht. Alle weiteren Beratungen finden nach wie vor telefonisch und per E-Mail statt, um die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.

Weitere Informationen finden Sie unter Corona-Virus.

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