20. März 2018

So gelingt das Arztgespräch

Häufig muss es beim Arzt schnell gehen. So hat man leicht das Gefühl, Mediziner seien darauf getrimmt, möglichst rasch zu einer Diagnose zu kommen. Doch wird dabei auch richtig entschieden und kommt der Patient nicht zu kurz?

Laut Barmer Arztreport dauert ein Gespräch zwischen Arzt und Patient tatsächlich gerade einmal acht Minuten. In dieser kurzen Zeit lassen sich kaum Untersuchung, korrekte Diagnose und ein ausführliches Gespräch über Krankheit sowie die entsprechende Behandlungsmethode unter einen Hut bringen. Das führt bei den Patienten oft zu Unsicherheit und Ärger. Denn ein Arztbesuch bedeutet für sie Ausnahmezustand.

Kommunikation ist das A und O

Worauf kommt es also an? Die Volksweisheit „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ gilt nicht in der Arztpraxis. Wichtig ist gerade von Seiten der Mediziner, dem Patienten zuzuhören und ihn aussprechen zu lassen. Denn die Verständigung ist ein ganz entscheidender Faktor. Hört er mir aufmerksam zu, kann er sich in mich hineinversetzen? Das ist für den Patienten besonders wichtig. Mit der richtigen Kommunikation kann eine Vertrauensbasis entstehen, die auch für die Genesung von großer Bedeutung ist. Fühlt sich der Patient nämlich verstanden und ist in die Entscheidung seines Arztes mit eingebunden, hält er sich an die Therapieempfehlung und erreicht dadurch eine bessere Heilung. Aber nicht nur für den Patienten, auch für den Arzt ist die Unterhaltung besonders wichtig. Denn in knapp 70 Prozent der Fälle kann er anhand dessen bereits seine Diagnose stellen.

Daran sollten Sie denken

Umso wichtiger ist es deshalb, sich als Patient gut auf das Gespräch vorzubereiten. Denn nicht selten löst ein Arztbesuch Stress aus und vorherige Überlegungen werden leicht vergessen. Daher ist es ratsam, sich vorab in Ruhe alle wichtigen Fragen zu notieren, sei es zur Krankheit, zu Medikamenten oder dem weiteren Behandlungsverlauf. Machen Sie sich eine Checkliste, die Sie abhaken können. Am Ende des Gesprächs folgt dann die Gegenprobe: Wurden alle Fragen ausreichend beantwortet oder ist etwas unklar geblieben? Dann haken Sie sofort nach! Das gilt im Übrigen für das gesamte Gespräch. Und gerade bei schwierigen Terminen hören vier Ohren mehr als zwei. Wenn etwa über Behandlungsmethoden entschieden werden soll oder es um wichtige Diagnosen geht, ist es häufig hilfreich, eine Vertrauensperson dabeizuhaben.

Informationen austauschen

Wenn es schließlich um die richtigen Medikamente und deren Dosierung geht, ist noch ein Hinweis wichtig: Nehmen Sie bereits verschiedene Präparate, dann ist diese Information für den Mediziner entscheidend. Denn bei der zunehmenden Spezialisierung der Ärzte ist es schwierig, alle Erkrankungen sowie Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten im Blick zu haben. Daher auch hier der Tipp: Notieren Sie die Namen Ihrer Arzneimittel vor dem Gespräch auf einem Zettel oder bringen Sie sie mit in die Praxis. Im Zweifel kann auch der Apotheker des Vertrauens dabei behilflich sein.

UNSER TIPP

Wenn Sie Rat beim Apotheker sucher
Immer mehr Menschen suchen bei leichten Beschwerden zunächst Rat in der Apotheke vor Ort, ehe sie zum Arzt gehen. Hier gilt dasselbe wie in der Arztpraxis: Gute Kommunikation ist entscheidend. Vorbereiten sollte man sich deshalb ebenfalls mit einem Spickzettel – welche Arzneien werden bereits genommen und welche Nebenwirkungen haben neue Präparate? Wenn es gerade im Alter schwierig wird, lassen Sie sich die Anwendung etwa von Augentropfen oder Schmerzpflastern zeigen.

Christina Diekmann

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