20. März 2018

So hilft der VdK:
Erwerbsminderungsrente durchgesetzt

So schnell wie möglich wieder arbeiten gehen, das war der einzige Gedanke von Else Müller*, als sie sich nach einer Tumorerkrankung 2013 operieren ließ. Dass sich dieser Wunsch nicht erfüllen würde, hätte sie nicht gedacht. Ebenso wenig, dass sie heute eine Erwerbsminderungsrente bezieht. Denn es liegen belastende Jahre mit mehreren Verfahren und etlichen Gutachten hinter ihr. Dem VdK ist sie für die Unterstützung sehr dankbar.

© VdK

Nach der erfolgreichen Entfernung des Tumors ergab sich bei der 57-Jährigen aus Rotenburg zusätzlich ein krankhafter Bluthochdruck. „Der ganze Körper war platt, es ging gar nichts mehr“, erinnert sich Else Müller.
Eine Kur sollte Abhilfe schaffen. Diese wurde erst nach einem Gutachten bewilligt.
Anschließend ging die Krankengeschichte allerdings weiter: Es folgten ein Bandscheibenvorfall, dann ein Meniskusriss und eine Nierenzyste. Hinzu kamen Darmprobleme und letztlich eine Gürtelrose.

Ablehnung trotz Arbeitsunfähigkeit

An tägliche Arbeit war nicht mehr zu denken. Im Oktober 2014 reichte sie schließlich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente ein. Der wurde abgelehnt. Daraufhin wandte sich Frau Müller an die VdK Kreisgeschäftsstelle in Rotenburg. „Wir haben sofort Widerspruch eingelegt – und als der zurückgewiesen wurde, Klage beim Sozialgericht in Stade eingereicht“, erklärt Rechtsschutzleiterin Manuela Hauschild das weitere Vorgehen. Ein Gutachter sollte dann nochmals die Leistungsfähigkeit der Frau feststellen.

Gutachten bringt Ergebnis

Dabei ergab sich eine psychische Belastungssituation. Die Voraussetzungen für eine Erwerbminderungsrente hatten also schon bei Antragstellung im Jahr 2013 vorgelegen. Hätten sich die Verantwortlichen bei den Untersuchungen mehr Zeit genommen, wären sie vermutlich schon früher zu diesem Ergebnis gekommen, ist sich das VdK-Mitglied sicher. „Denn die Gutachter, bei denen ich war, haben mich vielleicht 10 bis 15 Minuten untersucht. Anders war es erst zum Schluss beim Psychologen“ – dafür hat Else Müller kein Verständnis.
Mit der Rentenversicherung wurde nach drei Jahren schließlich ein Vergleich ausgehandelt. „Ich bin sehr erleichtert, dass dieses jahrelange Verfahren beendet ist. Und endlich bin ich mal ernst genommen worden“, freut sich die Rotenburgerin über den Einsatz der VdK-Mitarbeiter.

Erwerbsunfähigkeit häufig Thema

Für Manuela Hauschild und die anderen VdK-Rechtsberater steht Else Müller stellvertretend für viele weitere Fälle, in denen es um die Anerkennung von Erwerbsunfähigkeit geht. „Wir helfen Menschen, die dringend Hilfe benötigen und alleine mit einem solchen Verfahren nicht zurechtkommen“, erklärt Hauschild. Probleme tauchten vor allem im Schwerbehindertenrecht und bei Erwerbsminderungsrenten auf.

* Name von der Redaktion geändert

Schlagworte Soziaverband VdK | Niedersachsen | Bremen | Recht | Beratung | Erwerbsminderungsrente | arbeitsunfähig | Hilfe | Unterstützung

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