27. Januar 2017

Aktionsplan Inklusion für Niedersachsen

Bereits 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten. Nun folgt endlich der erste Aktionsplan Inklusion für Niedersachsen! Ziel soll es sein, dass alle Menschen überall dabei sein können.

Die Landesregierung um Ministerin Cornelia Rundt präsentierte den Aktionsplan jetzt in Hannover. Er enthält insgesamt 211 Maßnahmen zur Umsetzung der Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen.
„Wir beseitigen Barrieren auf ganz unterschiedlichen Feldern, davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger. Für Menschen mit Behinderungen soll die volle Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, in der Bildung und am Arbeitsmarkt selbstverständlich sein“, erklärte Rundt den Plan. Alle zwei Jahre soll es ab sofort weitere Aktionspläne geben. Erstellt werden sie von der „Fachkommission Inklusion“, sie steht unter der Leitung von Petra Wontorra, der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, und setzt sich zusammen aus Vertretern aller Ministerien, Verbänden und Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen.

Konkrete Projekte sind unter anderem:

  • Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen am allgemeinen Arbeitsmarkt

z.B. Stärkung der Schwerbehindertenvertretung in den Betrieben, Aufklärung der Unternehmen über Unterstützungen und Ausgleichsabgaben, Förderung des Übergangs aus Werkstätten in den Arbeitsmarkt

  • Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr

Menschen mit Behinderungen sollen in Zukunft bei allen Planungen und Ausschreibungen im Verkehrswesen stärker einbezogen werden

  • Barrierefreies Wohnen

Menschen mit Behinderungen sollen in jedem Alter unabhängig und selbstbestimmt im Wohnort ihrer Wahl leben können, dazu soll z.B. gezielte Wohnungsbauförderung beitragen

  • Stärkung der Bewusstseinsbildung

Wesentliche Voraussetzung sind das inklusive Denken und Handeln alle Beteiligten, so sollen zunächst alle Beschäftigten der Landesverwaltung zum Thema Inklusion sensibilisiert werden

  • Barrierefreier Zugang zu behördlichen Informationen

Alle Dokumente, die die Öffentlichkeit betreffen, sind in einer für Menschen mit Behinderungen wahrnehmbaren und geeigneten Form zur Verfügung zu stellen. Es muss Standard sein, dass Publikationen, dazu gehört auch Informationsmaterial, in einfacher Sprache verfasst werden

  • Barrierefreier Internetauftritt der Landesregierung

Dazu zählen etwa Untertitel in Videobeiträgen, verstärkte Verwendung leichter Sprache, gute Lesbarkeit und kontrastreiche Darstellung

  • Barrierefreiheit von Veranstaltungen des Landes

Öffentliche Veranstaltungen von Ministerien müssen barrierefrei sein, etwa durch Unterstützung von Rampen, Gebärdendolmetschern und Behinderten-WCs; bereits bei der Einladung zur Veranstaltung soll zukünftig der individuelle Bedarf von Menschen mit Behinderungen abgefragt werden

Der vollständige Aktionsplan Inklusion steht auf der Webseite des Niedersächsischen Sozialministeriums zur Einsicht bereit: www.ms.niedersachsen.de

Christina Diekmann

Schlagworte VdK | Inklusion | Barrierefreiheit | Aktionsplan Inklusion | Niedersachsen | Cornelia Rundt | Petra Wontorra | UN-Behindertenrechtskonvention | Maßnahmen

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