21. November 2019

Vorsorge für den Ernstfall

Die VdK-Broschüre "Vorsorge für den Ernstfall" berücksichtigt die aktuelle Rechtslage und beinhaltet Vorlagen für Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht.

Vorsorge sollte für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit sein, z. B. die Absicherung für den Krankheitsfall oder die finanzielle Vorsorge für das Alter. Zu einem selbstbestimmten Leben gehört auch eine rechtzeitige Vorbereitung auf einen möglichen Zeitpunkt, an dem wir in unserer Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt sind. Dieser Zeitpunkt tritt oft unerwartet ein, z. B. nach einem Unfall. In manchen Situationen ist es dann nicht mehr möglich, bezüglich Betreuungsperson oder -art eine Wahl zu treffen, oder eine Vertretungsbefugnis für Freunde oder Verwandte auszustellen, die unsere Interessen wahrnehmen sollen.

Wenn keine eigenen Entscheidungen mehr getroffen werden können, werden andere Menschen beispielsweise über die Unterbringung und Versorgung bestimmen müssen, die unter Umständen keine Kenntnis von den persönlichen Wünschen und den Eigenheiten des Betroffenen haben.

Um für eine solche Situation vorzusorgen, können Wünsche, z. B. betreffs der Verwaltung des Vermögens, der Pflege, des Umzugs in eine betreuende Einrichtung, der passiven Sterbehilfe bzw. lebensverlängernder Maßnahmen oder aber auch bezüglich einer Organspende rechtzeitig schriftlich fixiert werden. Damit die schriftliche Festlegung auch im „Fall der Fälle“ Berücksichtigung findet, gelten bestimmte Regeln. Diese werden in vorliegender Broschüre kurz und in verständlicher Form erläutert.

Wir stellen Ihnen mit dieser Broschüre folgende Vorsorgemöglichkeiten anhand von Beispielen und mit Vorlagen vor:

  • Patientenverfügung: Sie ist seit dem 01.09.2009 in § 1901 a und § 1901 b BGB gesetzlich verankert. Sie ist eine Willensäußerung zur zukünftigen medizinischen Behandlung und Pflege für den Fall, dass eine eigene Entscheidungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. In der Patientenverfügung kann insbesondere niedergelegt werden, welche Wünsche in Bezug auf lebensverlängernde Maßnahmen am Lebensende bestehen.
  • Betreuungsverfügung: Sie gibt darüber Auskunft, welche Person das Betreuungsgericht als rechtlichen Betreuer für den Verfügenden bestellen soll, wenn ein Richter Unterstützungsbedarf feststellt. In der Verfügung kann auch entschieden werden, wer nicht als Betreuer eingesetzt werden soll, und welche Wünsche an die Betreuungsführung bestehen. Im Unterschied zu Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht wird eine rechtliche Betreuung nur auf richterliche Anordnung entschieden. Sie kann sich u. a. auf die Regelung von Vermögensangelegenheiten, Zustimmung zu ärztlicher Behandlung, auf Entscheidungen über den Aufenthaltsort oder die Vertretung gegenüber Behörden beziehen.
  • Vorsorgevollmacht: kann die gleichen Aufgabenbereiche umfassen wie eine rechtliche Betreuung. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass sie sofort wirksam ist und keiner gerichtlichen Begleitung und Kontrolle unterliegt – also auf Vertrauen beruht.

Lesen Sie auch in unserem Artikel zur Patientenverfügung, was zu beachten ist.

Die Broschüre "Vorsorge für den Ernstfall" bestellen

Sie können die Broschüre beim Landesverband Niedersachsen-Bremen unter Telefon 0441/21029-0 oder per E-Mail an niedersachen-bremen@vdk.de bestellen. Die Broschüre kostet 3 Euro zuzüglich Versand.

Schlagworte Patientenverfügung | Betreuungsverfügung | Vorsorgevollmacht | Vorlagen | Vordruck | Muster | Notfallkarte | Absicherung

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