10. November 2016

Was sagt das Rentenniveau über Altersarmut?

In der Debatte über eine Reform der Alterssicherung ist das Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung ein zentraler Diskussionspunkt.


Doch was genau ist überhaupt das Rentenniveau?
Beim Rentenniveau wird eine standardisierte Rentenleistung mit einem durchschnittlichen Arbeitnehmerentgelt verglichen. Damit stellt das Rentenniveau dar, in welchem Verhältnis die Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst der Beitragszahler desselben Jahres steht - ausgedrückt in Prozent.

Die Standardrente ergibt sich aus einer 45-jährigen Beitragszahlung eines Durchschnittsverdieners ohne Abschläge. Der Durchschnittsverdienst wird aus der "Gesamtheit der abhängig Beschäftigten" errechnet. Das heißt, in diese Größe fließen auch die Verdienste über der Beitragsbemessungsgrenze sowie nicht versicherungspflichtige Einkommen wie die von Beamten ein. Außerdem werden die Verdienste sowohl von Vollzeit- als auch von Teilzeitbeschäftigten berücksichtigt.

Wenn also beispielsweise die Verdienste von Spitzenverdienern steigen, erhöht dies das Durchschnittsentgelt. Eine Auswirkung auf die Höhe der Renten ist damit aber nicht verbunden, weil diese Entgelte für die Berechnung der Rentenanpassung nicht wichtig sind. Dennoch sinkt in diesem Fall das Rentenniveau, weil sich das Verhältnis von Standardrente und Durchschnittsentgelten verringert.

Daher argumentiert der alternierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Arbeitgeber-Vertreter Alexander Gunkel: "Das Rentenniveau ist kein geeigneter Indikator für Armut im Alter."

dpa

Schlagworte VdK | Rente | Rentenniveau | Gehalt | Armut | Altersarmut

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